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Weblogs in der näheren Umgebung

Nett: Bei Rivva kann man sich anzeigen lassen, wo Weblogs auf der Welt lokalisiert sind. Das heißt, man kann sich auch anzeigen lassen, wer so in der eigenen näheren Umgebung bloggt. Auf einer Live-Map sieht man, wo gerade im Moment jemand gebloggt hat.

Going mobile

Mobiler Zugriff aufs Netz, zu jeder Zeit und an jedem Ort - das will ich haben. Dabei will ich natürlich nicht nur mobil nach Begriffen googeln oder die Busfahrzeiten nachschlagen. Nein, ich will mobil Content erstellen. Wenn ich einen Gedanken(gang) habe, dann möchte ich ihn loswerden - in meinem Blog oder in Twitter. Wenn ich ein schönes Bild geschossen habe, dann möchte ich es gerne teilen, und zwar sofort und nicht erst, wenn ich wieder am Rechner sitze. Die sofortige Content-Erstellung ermöglicht es anderen, unmittelbar an meinem Erlebnissen und Erfahrungen teilzuhaben. Und mir selbst macht es auch anders herum Spaß, wenn ich Bilder oder Gedanken anderer unmittelbar zugetragen bekomme.

Heute habe ich mal das Mobile-Interface von WordPress ausprobiert - klappt fantastisch. Gleich darauf habe ich ein Foto von meinem Handy direkt in flickr hochgeladen - klappt auch fantastisch. Twittern tue ich ja schon seit einiger Zeit vom Handy aus. Also: Ab sofort gibt’s mobile content hier und in meinen anderen Accounts. :-)

Mobile Blogging

Ich teste gerade mobile blogging von meinem Handy aus. Man will ja schließlich die Wartezeit an der Bushaltestelle sinnvoll nutzen können. Da bietet es sich doch an, die Gedanken, die einem so durch den Kopf gehen, gleich zu bloggen.

Also: Wenn dieser Beitrag in meinem Blog erscheint, hat es geklappt. :-)

Sieger des Fotowettbewerbs

Jetzt stehen die Sieger des Fotowettbewerbs Flora und Fauna an der PH Ludwigsburg fest. Die Teilnehmer der Veranstaltungen “Web 2.0 in der Schule” und “Computereinsatz in der Schule” haben wirklich viele, schöne Bilder geschossen und danach abgestimmt, welches die besten Fotos sind. Und hier kommt das Ergebnis:

Es gibt zwei Bilder auf dem 3. Platz: Der PH-See von cocof76 und eine wunderschöne rote Blume von maxmustermann72.

Platz 2 geht mit dem Foto Annabelle an skepsis08.

Der grandiose 1. Platz geht an kathrin_gaisser mit folgendem Bild:

(by kathrin_gaisser; licensed under a CC-license)

Herzlichen Glückwunsch!

Web 2.0 in der Schule: Interviews

Am letzten Montag hat mich René Scheppler vom Blog der Initiative D21 zu meiner Veranstaltung “Web 2.0 in der Schule” interviewt. Dieses Podcast-Interview kam genau passend zum Ende des Seminars und bildet so ein schönes Resümee. Besonders schön fand ich, dass René nicht nur mich, sondern auch zwei Teilnehmerinnen zum Seminar befragt hat. Die Antworten der Studentinnen können dort ebenfalls angehört bzw. gelesen werden.

Ich finde es klasse, dass René sich die Zeit genommen hat, sich mit unserer Veranstaltung zu beschäftigen. Es sind dabei, wie ich finde, sehr schöne Beiträge herausgekommen.

Darüber hinaus würde ich mich freuen, wenn noch weitere Teilnehmer des Seminars dort in den Kommentaren ihren Eindruck vom Seminar beschreiben könnten!

Ideenklau

Der Dieckmann diskutiert gerade in seinem Weblog die Frage, ob man als öffentlicher Wissenschaftler seine Ideen einfach so ins Netz stellen sollte. Die Gefahr ist groß, dass andere die Ideen “klauen”, d.h. dass sie die Ideen verwenden und als ihre eigenen Ideen ausgeben. Insbesondere, wenn diese Personen Zugriff auf bessere Ressourcen haben, könnte einen dies dumm dastehen lassen.

Diese Überlegungen möchte ich zum Anlass nehmen, meine Position zu dieser Frage klarzustellen. Ich denke, ein öffentlicher Wissenschaftler muss nicht jede Idee veröffentlichen. In vielen Fällen würde dies vermutlich einfach naiv sein. Ein offensichtliches Beispiel hierfür sind Gebiete, in denen es um Patente geht. Wenn hier ein Wissenschaftler verfrüht bestimmte Ideen veröffentlicht, wäre er vermutlich nicht nur ein öffentlicher Wissenschaftler, sondern auch ein dummer. :-)

Ich bin mir aber sicher, dass genau dieser Wissenschaftler trotzdem genügend Aspekte seiner wissenschaftlichen Tätigkeit hat, über die er schreiben könnte. Beispielsweise könnte er seine Meinung über einen Fachartikel bloggen und Ideen zu den dort beschriebenen Inhalten äußern, die mit seiner “genialen, aber geheimen Idee” inhaltlich nichts zu tun haben. Dennoch könnte er durch das Veröffentlichen seiner Ideen den Autoren des Fachartikels wesentliche Anregungen zu deren Arbeit geben und eine fruchtbare wissenschaftliche Diskussion starten.

Darüber hinaus sollte man aber auch den folgenden Fall bedenken: Man hat eine Idee und behält sie für sich. Einige Zeit später veröffentlich jemand diese Idee, weil er sie rein zufällig auch hatte. Hätte man sie damals gebloggt oder irgendwie anders veröffentlicht, dann hätte man einen Beleg, dass man diese Idee zuerst hatte (wenn einen das irgendwie beruhigt oder stolz macht. ;-)  ) Was ich damit sagen will: Es gibt natürlich Ideenklau. Es gibt aber auch mit Sicherheit Fälle, in denen Ideen dummerweise von jemand anders zuerst geäußert werden, und man sich im Nachhinein ärgert, dass man die Idee nicht zuvor bereits aufgeschrieben hat.

Jeder Wissenschaftler muss entscheiden, welche Gedanken er öffentlich äußert und welche nicht. Alle Gedanken zu äußern wäre vermutlich naiv. Keine zu äußern würde viel Potenzial verschenken. Meine Ansicht ist: Der öffentliche Wissenschaftler sollte versuchen, sich so weit wie möglich nach außen zu öffnen.

Ich würde eine Diskussion darüber spannend finden, in welchen wissenschaftlichen Disziplinen oder inhaltlichen Bereichen es dumm wäre, geniale Ideen zu früh zu veröffentlichen, und in welchen es genau anders herum ist. Was denkt ihr darüber?

Jacareto-Testlabor

Heute haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer meiner Veranstaltung “Computereinsatz in der Schule” das Tool Jacareto/CleverPHL auf Herz und Nieren getestet, und zwar im Zusammenspiel mit dynamischer Geometriesoftware. Alles in allem hat es eigentlich ganz gut geklappt (mal abgesehen von den Usability-Problemen, die es bei CleverPHL teilweise immer noch gibt). Probleme, auf die die Teilnehmer gestoßen sind, und teilweise auch Problemlösungen findet man in der Diskussionsseite zum Jacareto-Testlabor.

Das ZUM-Wiki

Dies ist der letzte Arbeitsauftrag für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der virtuellen Veranstaltung “Web 2.0 in der Schule”. Ihre Aufgabe ist nun, Ihre Ideen zum Einsatz von Web 2.0 in der Schule in das ZUM-Wiki einzubringen. Alles weitere in einem kurzen Einführungsvideo:

Hier noch weitere Informationen:

  • Im ZUM-Wiki müssen Sie sich anmelden, bevor Sie Änderungen vornehmen können. Den Administratoren dort sind sprechende Nutzernamen lieber als Nicknames. Wenn Sie Ihren vollen Namen nicht nennen möchten, dann können sie ja mit Abkürzungen o.ä. arbeiten.
  • Es wäre nett, wenn Sie sich auf Ihrer Wiki-Benutzerseite kurz vorstellen könnten (”Ich bin Student an der PH Ludwigsburg und habe im Seminar “Web 2.0 in der Schule” begonnen, im ZUM-Wiki eigene Ideen einzubringen.” o.ä. genügt).
  • Seien Sie sich bewusst, dass Sie jetzt in einem Wiki arbeiten, in dem schon sehr viele Personen Ideen eingebracht haben. Das heißt, bevor Sie geneigt sind, eine neue Seite zu erstellen, schauen Sie erst einmal, ob vielleicht eine passende Seite schon existiert, die Sie einfach nur ergänzen oder ändern müssen. Vermutlich werden Sie auch relativ schnell merken, dass Sie in diesem Wiki nicht alleine sind - viele andere arbeiten dort auch und werden mit Ihnen in Kontakt treten. Freuen Sie sich auf den Kontakt mit vielen aktiven Lehrerinnen und Lehrern, die dort Inhalte einstellen!
  • Ich habe schon einmal mit einem Seminar im ZUM-Wiki gearbeitet. Schauen Sie sich einmal das Fazit der Teilnehmer von damals an - evtl. können dadurch schon ein paar Probleme im Vorfeld vermieden werden, die damals aufgetaucht sind.
  • Sie können ganz einfach Ihre persönlichen Änderungen und diejenigen Änderungen von anderen nachvollziehen. Beispiel: Meine Änderungen können Sie auf der Seite http://wiki.zum.de/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Cspannagel einsehen.
  • Die Teilnehmer der Veranstaltung “Computereinsatz in der Schule” haben für Sie Textanleitungen erstellt, in denen beschrieben ist, wie man bestimmte Dinge im ZUM-Wiki machen kann. Schauen Sie doch einmal in diese Anleitungen hinein! Sie befinden sich in unserem Moodle-Bereich.
  • Weitere Informationen zum Einstieg gibt es auf der ZUM-Wiki-Seite Erste Schritte.
  • Inhalte zu Web 2.0 in der Schule können Sie auf der folgenden Seite unterbringen: ZUM-Wiki-Seite Web 2.0. Außerdem gibt es noch weitere Seiten zu Weblogs, Wikis, … in der Schule. Beachten Sie hierzu die Links zu “Siehe auch” unten auf der Seite. Suchen Sie sich also zunächst die passende Wiki-Seite, auf der Sie Ihre Inhalte unterbringen können, und vergewissern Sie sich zunächst, dass Ihre Idee nicht schon irgendwo beschrieben ist (wenn ja, dann könnten Sie die Beschreibung vielleicht verbessern / ergänzen / …?).
  • Bitte verlinken Sie Ihre ZUM-Wiki-Benutzerseite in einem Beitrag in Ihrem Weblog.

Ich bin neulich per Zufall auf ein Buch von Peter Faulstich gestoßen mit dem Titel “Vermittler wissenschaftlichen Wissens. Biographien von Pionieren öffentlicher Wissenschaft”. In diesem Buch sind verschiedene Biografien von Personen enthalten, die auf unterschiedlichen Wegen öffentlich Wissenschaft betrieben haben, z.B. Anna Maria Sibylla Merian, Immanuel Kant, Johann Gottlieb Fichte und Alexander von Humboldt. Natürlich habe ich mir das Buch sofort besorgt. Heute abend hatte ich Gelegenheit, einmal in diesem Buch zu stöbern.

Faulstich schreibt auf S. 15: “Wenn es so ist, dass wissenschaftliches Wissen unsere Gesellschaft bis in alle Poren durchdringt, kann das Betreiben von Wissenschaft nicht nur Angelegenheit der Wissenschaftler bleiben. Das Konzept “Öffentliche Wissenschaft” stellt sich die Aufgabe gegen reziproke Mythologien: gegen irrationale Ängste einerseits und illusionäre Hoffnungen andererseits Grundstrukturen von Wissenschaftlichkeit zugänglich zu machen, so dass eine angemessene Auseinandersetzung möglichst vieler über Ziele, Mittel, Ressourcen und Konsequenzen von Wissenschaft ermöglicht wird.”

Faulstich identifiziert vier Problemkreise des Verhältnisses von Wissenschaft und Gesellschaft:

  • Das Kommunikationsproblem: Wissenschaft und Gesellschaft verwenden unterschiedliche Sprachen. Für Wissenschaftler verbirgt sich hinter Fachbegriffen eine wohlbekannte Semantik, für Nicht-Wissenschaftler nichts. Aufgabe der Wissenschaftler ist es, ihre Erkenntnisse “zu übersetzen”.
  • Das Komplexitätsproblem: Wissenschaftliches Wissen ist oft komplex, und Wissenschaftler kennen sich mit vielen Details in ihrem Gebiet aus. Ihre Aufgabe sollte es aber sein, grundlegende Strukturen herauszuarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
  • Das Partizipationsproblem: Die Öffentlichkeit hat kaum die Möglichkeit, sich am Produktionsprozess wissenschaftlichen Wissens zu beteiligen. Dabei könnten Wissenschaftler und Öffentlichkeit sich wechselseitig durch Anregungen und Ideen voranbringen.
  • Das Selektionsproblem: Zugang zu wissenschaftlichen Arbeitsstätten hat nur ein Teil der Bevölkerung, nämlich Studierende und Mitarbeiter in Hochschulen und Forschungsinstituten. Eine Öffnung des wissenschaftlichen Prozesses nach außen könnte einen weit größeren Teil von Menschen einbeziehen und so die Möglichkeit für vielschichtigere und multiperspektivische Diskussionen schaffen.

Gerade das Web 2.0 bietet meiner Ansicht nach die Möglichkeit, die breite Öffentlichkeit am wissenschaftlichen Diskurs partizipieren zu lassen. Allerdings bietet das Web 2.0 nur die Plattformen an. Aktiv werden müssen die Wissenschaftler. Sie müssen die Plattformen nutzen, um grundlegendes wissenschaftliches Wissen in allgemeinverständlicher Sprache zu kommunizieren, und sie müssen offen sein für die Partizipation von Nichtwissenschaftlern. Genau genommen müssen sie nicht nur offen sein dafür, sondern sie müssen sie anregen und einfordern. Hierdurch könnten die vier von Faulstich genannten Probleme von jedem einzelnen Wissenschaftler persönlich angegangen werden.

Im Buch wird ein weiterer Titel von Faulstich referenziert, den ich mir natürlich auch gleich bestellen musste:” Öffentliche Wissenschaft”. Ich bin gespannt.

Literatur:

  • Faulstich, P. (2006). Öffentliche Wissenschaft. Bielefeld: transcript Verlag.
  • Faulstich, P. (2008). Vermittler wissenschaftlichen Wissens. Biographien von Pionieren öffentlicher Wissenschaft. Bielefeld: transcript Verlag.

Marc Scheloske hat vor fast einem Monat einen tollen Bericht zum öffentlichen Wissenschaftler in der Wissenswerkstatt veröffentlicht. Schande über mich, dass ich dieses hervorragenden Artikel erst heute entdeckt habe. Immerhin: Ich habe ihn entdeckt. :-)

Marcs Formulierungen sind wirklich grandios. Beispielsweise bezeichnet er die von mir neulich aufgeführten potenziellen Gegenargumente als “mutlose Angsthasenlogik”. Und zum Thema Wertschätzung von “Laien-Beiträgen” fügt er hinzu: “Es zählt - Habermas wird sich freuen - der zwanglose Zwang des besseren und fruchtbaren Arguments.”

Unbedingt lesen!

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