Am letzten Donnerstag habe ich in einer Veranstaltung mal was Neues ausprobiert: Speed-Recherche (so will ich es mal nennen). Die Studierenden hatten 45 Minuten Zeit, sich in kleinen Gruppen über bestimmte Themen im Bereich Internet und Recht zu informieren und hierzu Präsentationen vorzubereiten. Anschließend wurden die Präsentationen sofort gehalten. Die Themen waren dabei:
- Vorratsdatenspeicherung
- Veröffentlichung persönlicher Daten im Netz
- Cyberbullying
- Urheberrechtsverletzungen
Mich hat dabei mal wieder erstaunt, wie schnell man sich heute über ein Thema informieren und anschließend sogar einen fachlichen Vortrag darüber halten kann, selbst wenn man nur vages Vorwissen mitbringt.
Die Zeitknappheit bei der Vorbereitung hat natürlich auch methodische Vorteile. Wenn sich ein Team schnell vorbereiten muss, dann müssen sie sich die Arbeit aufteilen. Dies läuft unter den Stichworten “positive gegenseitige Abhängigkeit” und “individuelle Verantwortlichkeit”, wie es Johnson und Johnson (1993) formulieren. Die Gruppe kann nur ein gutes Ergebnis abliefern, wenn alle ihren Teil dazu beitragen. Dabei ist vielleicht auch die Gefahr geringer, dass es “Mitläufer” gibt.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist vielleicht, dass die Folienanzahl in einem überschaubaren Rahmen bleibt.
Literatur:
Johnson, D. W. & Johnson, R. T. (1993). Cooperative learning and feedback in technology-based instruction. In: J. V. Dempsey & G. C. Sales (Hrsg.), Interactive instruction and feedback (S. 133-157). Englewood Cliffs, NJ: Educational Technology Publications.




