Archiv für Samstag, März 8, 2008

Dreckige Wäsche

Veröffentlicht: Samstag, März 8, 2008 in Web 2.0

Schade, dass Personen, die eigentlich eine Vorbildfunktion hinsichtlich des Web 2.0 einnehmen sollten, unnötigerweise private Dinge falsch platzieren und damit die positiven Aspekte des Web 2.0 in Frage stellen, wie man einem Artikel der Süddeutschen entnehmen kann. Darüber hinaus sind sich viele Blogger immer noch nicht ihrer Verantwortung bewusst, wenn Sie über andere Personen schreiben. Man darf eben nicht alles bloggen, was “blogbar” ist. Es gibt neben den rechtlichen Grenzen auch moralische. Und wenn das Web 2.0 zum Sinnbild öffentlicher Beleidigungen und Denunziation wird, wird es immer schwieriger, die positiven Aspekte herauszustellen und den Nutzen für die persönliche Kompetenzentwicklung und das kooperative Lernen herauszustellen.

Was ist so schwierig daran, sich auf die fruchtbare Diskussion von Inhalten zu beschränken und von privaten, persönlichen und intimen Dingen die Finger zu lassen? Vielleicht sollte man – wie im Bewerberblog vorgeschlagen – über einen Blogger-Ethos nachdenken? Vielleicht mit einer Art Button (“Gütesiegel”), das man sich selbst auf sein Weblog klebt (“Ich blogge fair!” o.ä.)? Gibt’s so etwas vielleicht schon? Was meint ihr: Wo sind die Grenzen dessen, worüber man bloggen darf bzw. sollte?

[sz-Artikel gefunden im bewerberblog]

Selbstgespräche

Veröffentlicht: Samstag, März 8, 2008 in Zeitgeist

Woran ich mich immer noch nicht gewöhnt habe, sind die Menschen, die durch die Straßen gehen und Selbstgespräche führen. Also nur scheinbar. Weil Sie mit Stöpsel im Ohr über ihr Handy telefonieren. Ich muss sagen, ich war schon einige Male irritiert und dachte, einen “Verrückten” vor mir zu haben, der aber doch irgendwie zu normal wirkte.

Schön, dass ich nicht der einzige bin, dem’s so geht. Umberto Eco geht’s nämlich auch so, wie im Interview mit Martin Scholz auf der Seite von Frankfurter Rundschau Online zu lesen ist: “Seit es das Handy gibt, können wir auf der Straße immer öfter Menschen beobachten, die scheinbar mit sich selbst sprechen, während sie spazieren gehen. Früher hätte man ein solches Verhalten als seltsam oder anormal bezeichnet. Damals waren es die Dorftrottel, die in einer Ecke standen und mit sich selbst sprachen. [...] Heute ist so was selbstverständlich und in Italien besonders ausgeprägt. Die Menschen haben einen Stöpsel im Ohr, und sie telefonieren. Nur sieht man das nicht auf den ersten Blick, wenn man hinter ihnen hergeht.

[Interview gefunden im weiterbildungsblog]