Interview mit Peter Kruse

Veröffentlicht: Freitag, April 11, 2008 in Collaboration, Communication, Web 2.0

Die Videosequenz über ein Interview mit Peter Kruse (im Gespräch mit Lutz Berger und Ulrike Reinhard von SCOPE) hat mich wirklich begeistert (unbedingt alle Teile ansehen!). Er liefert darin sehr schöne Denkmodelle für eine vernetzte Welt und sehr viel Stoff zum Nachdenken. Kruse versteht es, Dinge auf den Punkt zu bringen und dabei auch noch die Aussage überzeugend zu formulieren. Hier ein schönes Beispiel:

Was wir in den letzten Jahren gemacht haben, ist, wir haben die Vernetzungsdichte im System “Welt” explodieren lassen. [...] Wir sind ein bisschen wie die Zauberlehrlinge. Es ist relativ leicht, eine vernetzte Welt zu erzeugen, aber es ist bei Weitem nicht so leicht, mit den Wirkungen dieser Vernetzung hinterher auch angemessen umzugehen.

Oder:

Wir machen im Moment alles kaputt, was die Basis unserer Seins ist. Und wenn es uns nicht gelingt, an diesem Punkt eine Kollektivintelligenz zu inszenieren, die funktioniert, dann werden wir im kleinsten Detail große Probleme bekommen.

(Danke an Alexander für den Hinweis auf die Interviews)

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Kommentare
  1. mosworld sagt:

    Hallo, ich sehe die einzelnen Aussagen auch als gut. Mir gefällt nicht das Wasser mit hier gekocht wird. Ich sehe das Interview nicht als ehrlich an. Es werden die Produkte und Dienstleistungen seiner Firma platziert hier. Erst mal sehr klug, so dass er kaum drauf eingeht. Man kann denken ihm geht es um die Sache, immer hin Prof. und dazu sieht er auch aus wie ein netter Kluger Prof. aus. Umso näher man dem Ende des Interview hin steuert, kommt seine Firma ins Gespräch und auch die Tools die sie anbieten und was für ein Beratertyp sie sind (Die Frage nach wer arbeitet bei Ihnen.) Im Interview sieht er die Lösung zu den oben genannten Zitaten, das wir eine semantische Bewertung brauchen und weg von Statistik usw.”Und mit statistischen kriegen sie keine qualitative Aussagekraft hin”. Am Ende des Interviews, ist er ganz anderer Meinung als er von seinem Tool spricht, dass irgendwie auf Semantik arbeitet aber mit Mathe. “Ich bin immer auf mathematisch algorithmischen Wegen unterwegs…” Es gibt einge solcher Beispiel für Dinge die am Anfang als Problem dargestellt werden, aber am Ende doch eine Lösung dafür gibt, gerade für Unternehmen (500 Personnen).
    Will mich hier nicht wiederholen, habe mich ja schon bei Prof. Kruse im Interview bei Scope: eine qualitative Bewertung

  2. cspannagel sagt:

    Ok, aber dass er die Dienstleistung seiner Firma beschreibt, ist ja eigentlich offensichtlich und nicht wirklich deplatziert. Wenn ein Interviewer zu mir in die Firma kommt und mich über meine Arbeit fragt, dann erzähl ich auch was drüber… :-)

  3. Julian sagt:

    Habe gerade von Mosworld zu dir gefunden

    Habe dabei bemerkt, dass du dich auch – was für ein Glück – mit universitären Themen auseinandersetzt und Bildung+Internet im weitesten Sinne. Deshalb hier meine kleine Eigenwerbung :) Schau mal auf http://www.getdocued.net, wir verlinken internationale Dokus und Vorträge u.a Prof. Krause. Ist vielleicht auch was für dich :)

    Auf jeden Fall alles Gute aus Hamburg,
    jn

    p.s. zu Mathematik haben wir noch nicht viel, aber zumindestens eine Vorlesung über die Millennium Prize Vorlesung und das n vs np problem ^^

  4. cspannagel sagt:

    @Julian Vielen Dank für die Eigenw… äh, für den Tipp! ;-) ;-) Finde ich eine sehr gute Idee, die Sammlung freier Dokumentationen!

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