Viel Spaß mit einer neuen Folge von “Kortenkamp und Spannagel im Gespräch”!
Ulli: Hi, ich frage mich gerade, wie man möglichst schnell die Kommunikationsinfrastruktur für hochschulübergreifende Studierendenprojekte aufbauen kann. Und was will man eigentlich genau? Im Moment erlebe ich, dass man ständig für jedes Projekt immer wieder alles neu zusammenbaut, und damit einen ungeheuren administrativen Aufwand hat, den man gar nicht haben möchte.
Ist die Lösung, in StudiVZ oder Facebook oder Yahoo oder Google oder wo auch immer eine Gruppe aufzumachen? Dann verliert man leicht den Überblick, denn es ist ja immer auf einer anderen Plattform; ich möchte aber nicht den Tag damit verbringen, auf 15 verschiedenen social networks zu schauen, ob es was neues im Projekt gibt. Klar, man kann per E-Mail benachrichtigt werden, wenn was passiert, aber die Einstellungen dafür sind entweder zu grob oder zu anstrengend.
Der Vorteil bei einer “real world” Veranstaltung ist, dass man durch die Angabe von Zeit (Mittwoch 10-12) und Raum (B209) sofort alles organisiert hat! Gibt es das auch fürs Internet? Wir treffen uns jede Woche zu einer bestimmten Zeit an einer bestimmten URL?
Ich weiß, dass es alles technisch überhaupt kein Problem ist, ich merke aber, dass es eben nicht so einfach funktioniert, wie man es gern hätte, insbesondere, wenn man Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Organisationen zusammenbringen möchte.
Hast du eine Lösung?
Christian: Beim Lesen deines Texts kommen mir zwei Ideen, die nicht unbedingt ideale Lösungen in deinem Sinne sind, aber sie kommen mir halt.
Da wäre zum einen die Überlegung, ob man an dieser Stelle aus Dozenten- oder aus Studentensicht argumentieren sollte. Wenn man letzteres macht und den Web-2.0-Gedanken ernst nimmt, sollte es Studierenden ermöglicht werden, mit denjenigen Tools zu arbeiten, mit denen sie arbeiten möchten. Sie sollten als ihr personal learning environment (PLE) nutzen können und dürfen. Und PLEs bringen es mit sich, dass sie bei jedem Studierenden anders aussehen. Die Situation kann also höchst komplex werden. Wie kann man als Dozent hier den Überblick behalten? Eigentlich nur über RSS-Feeds, die an einer bestimmten Stelle aggregiert werden.
Zum anderen lege ich ganz gerne eine Community-Seite für eine Veranstaltung an, die natürlich auch hochschulübergreifend sein kann. Hierfür nutze ich die Plattform mixxt. Dort hat man alle Funktionalitäten, die man sich so wünscht (Profile, Forum, Wiki, Dateiablage, RSS, …).
Vielleicht ist eine Kombination aus beidem empfehlenswert? Also eine zentrale “Gruppenrepräsentation” wie eine Online-Community, und die Arbeit wird in den jeweiligen PLEs gemacht und von der Community-Plattform aus verlinkt?
Ulli: Hm, tja, das hilft mir nicht wirklich weiter. Aber die PLEs finde ich klasse!! Das gilt ja auch für mich (mein PLE ist eine Kombination aus Mail.app und NetNewsWire
)
Aber noch mal zurück zum Problem: Ich möchte einfach nur sagen “Wir treffen uns dort.” und alles funktioniert prima. Und am liebsten möchte ich gar nichts dafür tun müssen. Vielleicht ist dafür aber RSS wirklich die Lösung – RSS-feeds kann man auch noch rückwirkend lesen, man hat Überblick darüber, was man schon las und was nicht, und man muss nicht noch eine Adresse im Web checken.
Also – RSS als Allheilmittel im Web 2.0?
Christian: Ich weiß nicht – wir können es gleich mal hier mit allen diskutieren.
Gerade eben haben wir übrigens ein Bildungsexpeditions-Interview über Adobe Connect abgehalten. Wäre so etwas wie Adobe Connect nicht genau das, was du suchst? (Zur Erklärung für diejenigen, die Adobe Connect noch nicht kennen: Das ist ein Videokonferenz-Tool mit zahlreichen Zusatzfunktionalitäten).
Also: Was meint ihr zu Ullis Frage?





