Archiv für Februar, 2011

Über Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Authentizität

Veröffentlicht: Samstag, Februar 26, 2011 in Tugend

Ein viel verwendetes Wort im Web 2.0 ist Authentizität. Wir sind hier alle ganz authentisch. Klingt albern, ist aber was dran. Wer Twitter in seinen Alltag integriert und “als Person” twittert, kann sich auf Dauer nicht erfolgreich verstellen. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass die Gesamtheit der Mitteilungen inkonsistent wird, und dass das irgendjemand bemerkt und dann zum Thema macht. Außerdem macht Verstellen keinen Spaß. (Ich merke, die Argumentation wird gerade sehr subjektiv. Macht aber nix.)

Jean-Pol hat auch gerade den Weg der Tugend für sich entdeckt. Sein Fazit in dem Bereich lauter: “Man kann auf Dauer nur dann Spaß haben, wenn man tugendhaft ist.” Auch da ist was dran. Ich habe im letzten Jahr gelernt, dass prinzipielle Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber und auch gegenüber anderen das Leben enorm entspannend macht und man aus einer viel größeren Gelassenheit heraus agieren kann. Dabei meine ich nun nicht nur, dass man nicht absichtlich lügen sollte, sondern auch die folgenden Aspekte:

  • Problem 1: Man baut den Schein auf  und muss ihn aufrecht erhalten. In der Wissenschaft ist diese Methode an vielen Stellen subtil vorhanden. “Ich habe ganz wichtige Forschungsprojekte.”, “Ich habe ganz wichtige Forschungsergebnisse herausbekommen.”, usw. Insbesondere letzteres ist oft fragwürdig: Es ist gängige Praxis, nur Ergebnisse vorzustellen, in denen tatsächlich auch jede Menge signifikante Unterschiede gefunden wurden. Diejenigen, in denen kein einziger signifikanter Unterschied gefunden wurde, werden nicht präsentiert. Neulich, auf einer Tagung, hat eine Session-Moderatorin (ich glaube, Professorin) einen Doktoranden nach seinem mutigen Vortrag gefragt, wie er denn in seiner Dissertation damit umgeht, dass er keine Signifikanzen gefunden hat. Eine sehr seltsame Frage, wie ich finde. Diese Frage lässt nämlich vermuten, wie diese Professorin ihre eigenen Doktoranden berät. In der Wissenschaft sind eben alle ganz wichtig, und zwar unter anderem deshalb, weil sie ganz wichtige Ergebnisse herausgefunden haben. Und außerdem, weil sie alle ganz klug sind, sie sind ja schließlich Professoren, und das sind ja vermutlich die intelligentesten Personen hier auf der Erde. (Mein Eindruck manch eines Professors, der über eine Tagung “gockelt”.) Und: Dieses Verhalten wird von den Nachwuchswissenschaftlern kopiert. Lernen am Modell eben. Bandura durch die Hintertür. Und, nur um mal ein anderes Feld anzureißen: Welche Gedanken erzählt man seinem (Ehe-)Partner lieber nicht?
  • Problem 2: Man macht sich selbst etwas vor. Das ist noch schwieriger zu akzeptieren als Problem 1, und letztlich ist es auch eine Verschärfung. Es ist das internalisierte Scheinverhalten, vermischt mit Wunschdenken (“So wäre ich gerne, so würde ich gerne sein, und eigentlich kann ich ja schon mal so tun, als sei ich so.”) Dies wird beispielsweise dadurch unterstützt, dass man sich im Web mit denjenigen Personen vernetzt, die dieselbe Meinung haben wir man selbst. Man sucht sich positive Verstärker, damit man sein Bild von sich gefahrlos weiter aufrecht erhalten kann. Dieses Problem führte vor einiger Zeit mal bei mir zu einem Abbruch bestimmter Netzaktivitäten (und es ist für mich interessant, jetzt nochmal den Artikel von damals zu lesen; eine z.T. übertriebene Reaktion, wie ich jetzt finde.)

Die Lösung dieser Probleme ist eigentlich “ganz einfach”: Man sagt, was man denkt, und man sagt, wie es ist. Fertig. Man stellt die Wahrheit nicht selektiv oder derart verzerrt dar, dass man nicht aneckt. In der Wissenschaft bedeutet dies: Wenn ich keinen einzigen signifikanten Unterschied gefunden habe, dann habe ich keinen gefunden. Fertig. Da, das sind meine Ergebnisse. Durch dieses Verhalten wird man zum Beispiel für andere (ebenso Lernen am Modlel). Und vielleicht ändert sich dann (über einen langen Zeitraum) eine Scheinkultur in eine Seinkultur. Letztlich ist das aber auch wurscht. Das Ganze ohne Idealismusanspruch – Es geht mir “nur” um eine Grundhaltung, die einen selbst glücklich macht.

Eine passende politische Reaktion in den letzten Tagen wäre in diesem Sinne die folgende gewesen: “Ich habe Mist gebaut, ich habe ein Plagiat angefertigt. Natürlich hab ich das absichtlich gemacht, und es war dumm. Es tut mir leid, es war ein Fehler. Ich bereue es. Ich würde aber trotzdem gerne im Amt bleiben, einfach weil ich zurzeit der einzige bin, der diesen Job super machen kann. Also: Ich werde euch in nächster Zeit zeigen, dass ich es besser kann.” In der Politik ist es allerdings so, dass Authentizität nicht relevant ist. Aber Spaß hat man dort sooo vermutlich auch keinen.

 

Vorlesungsvideos: The End

Veröffentlicht: Freitag, Februar 11, 2011 in Arithmetik

Ein Semester ist zu Ende gegangen, und die Vorlesung zur Einführung in die Arithmetik steht komplett online (auf Youtube oder thematisch über das ZUM-Wiki abrufbar). Insgesamt eine sehr schöne Sache. In Zukunft kann ich den Studierenden nun zur Vorbereitung aufgeben zwei oder drei Videos anzusehen, und wir können die Vorlesungszeit dann mehr für Interaktionen zwischen den Studierenden nutzen, z.B. in dem Methoden wie das Aktive Plenum, Think-Pair-Share oder ähnliches eingesetzt werden.

An dieser Stelle möchte ich einmal ganz besonders Tim Strübig danken, der das ganze Semester die Vorlesungen aufgenommen, geschnitten und online gestellt hat – und zwar in einem rasenden Tempo. Oft standen die Videos schon am selben Tag online. Wahnsinn! Außerdem hat Tim Strübig wirklich nur Scheiß im Kopf, was man auch an diesem kleinen Abschluss-Video merkt:

 

Bildung, Wissen und Kompetenz

Veröffentlicht: Mittwoch, Februar 9, 2011 in Bildung

Vor kurzem bin ich von Friedrich A. Ittner für den Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. interviewt worden: Ganzheitliche Ansätze oder Bildung vs. Kompetenz – Was wollen wir wirklich? In dem Interview ging es um ganz unterschiedliche Themen, die aber alle irgendwie zusammenhängen:

  • Wissen und Wissenserwerb
  • Bildung und Kompetenz
  • Messbarkeit von Bildung
  • Computer und programmierter Unterricht
  • E-Learning als Sparmaßnahme
  • Coaching

Das Interview findet ihr im online-stehenden Newsletter. :-)

Die Bedeutung der Begriffe “Bildung” und “Wissen” – im Gegensatz oder in Ergänzung des zurzeit häufig verwendeten Begriffs “Kompetenz” – wird auch von einer nicht vor allzu langer Zeit gegründeten Gesellschaft für Bildung und Wissen in der Öffentlichkeit immer wieder hervorgehoben. Auf diese Gesellschaft möchte ich an dieser Stelle einmal verweisen, weil ich die Initiative sehr gut finde und selbst beigetreten bin.

In diesem Sinne…

Welche Methode ist die effektivere?

Veröffentlicht: Sonntag, Februar 6, 2011 in Forschungsmethodik, LdL

Im Bildungsbereich stell sich immer wieder die Frage, welche Unterrichtsmethoden eigentlich effektiver sind als andere. Damit verbunden ist auch immer der Wunsch nach Vergleichsstudien. Eine schwierige Kiste.

Durch ein kurzes Twitter-Intermezzo mit jeanpol, otacke und herrlarbig über diesen Forenbeitrag fühle ich mich dazu angeregt, mal was darüber zu bloggen.

Methodenvergleiche sind schwierig: Man muss versuchen, einen Schulversuch so zu gestalten, dass die Methode als unabhängige Variable (bzw. als Faktor) eingeht und sich keine anderen “Schmutzvariablen” einmischen. So kann man beispielsweise nicht Methode A von Lehrer X in Klasse i durchführen lassen und Methode B von Lehrer Y in Klasse j, weil hier viel mehr variiert wird als nur die Methode: Wenn Klasse j besser abschneidet, dann muss das nicht an Methode B liegen, sondern könnte auch an Lehrer Y liegen oder einfach daran, dass Klasse j besser ist. Okay, das wäre ziemlich offensichtlich nicht gut “designed”, aber – wenn man es besser machen will, wird’s schon ziemlich schnell ziemlich schwierig. Wie eliminert man denn z.B. den Einfluss der Klasse? Man benötigt vermutlich einige Klassen mehr, sodass mehrere Klassen mit derselben Methode unterrichtet werden. Dennoch sind die Versuchspersonen in Klassenverbänden organisiert, die Stichprobe ist “geklumpt”. Hier gibt es zwar zahlreiche statistische Methoden, mit denen dies berücksichtigt werden kann. So könnte man testen, ob Interaktionseffekte mit dem Faktor “Klasse” auftreten, man macht Mehrebenenanalysen usw. Dennoch ist das mit einem erheblichen Aufwand verbunden: Zig mal muss derselbe (!) Unterricht in Klassen gehalten werden, die auf die verschiedenen Versuchsbedingungen zufällig verteilt wurden, und man muss alle anderen Einflussfaktoren möglichst konstant halten. Unterrichte also bitte nicht eine der Klassen in der 6. Stunde, während die anderen in der 1. Stunde unterrichtet wurden. Und sorge am besten dafür, dass Jonas den Micha in der Pause vorher nicht verkloppt hat, weil das Klassenthema sein wird. Ja, und stelle sicher, dass sich der Lehrer einer Klasse in der Stunde zuvor nicht abfällig über Unterrichtsforschung äußert. Oder am besten nicht mal nur eine abfällige Geste macht. Und sorge dafür, dass die Schüler alle gesund sind, damit dir kurz vor dem Versuch keine Schülerin vor die Tür kotzt und das für Aufregung sorgt (ist uns mal passiert). Am besten also, du schaffst möglichst künstliche Situationen, in denen all diese zusätzlichen Faktoren keine Rolle mehr spielen – und bewegst dich weit weg von realistischen Unterrichtssituationen. Mache dich darauf gefasst: Anschließend werden die Kritiker kommen und dir sagen, dass du zwar schöne Unterschiede in deinen künstlichen Stunden gemessen hast, aber wie ist denn die Relevanz deiner Studie für echten Unterricht? (Stichworte für die näher Interessierten: interne und externe Validität)

Nimmt man  für solche Stunden jetzt eigentlich den “richtigen” Lehrer der Klasse oder einen “Pseudolehrer”, der zum Forschungsteam gehört? Besser den richtigen Lehrer, oder? Damit es möglichst realistisch bleibt. Dumm nur, wenn der vorurteilsbehaftet deine Methode anwenden – dann kannst du die Stunde gleich in die Tonne kloppen, weil so etwas mit Sicherheit auf die Schüler wirkt. Also doch besser einen Pseudolehrer? Dumm nur, dass der weiß, welche Methode wünschenswerterweise besser sein soll und somit evtl. subtile Signale aussendet und sich dementsprechend verhält.

Es ist ein echtes Kreuz mit Vergleichsstudien. All diese Punkte könnte man aber hinbekommen. Mit erheblichem Aufwand. Und dem Ergebnis, dass die Klassen, die mit Methode A unterrichtet wurden, in einem Lernerfolgstest um 4,5% besser abschneiden als die Klassen, die mit Methode B unterrichtet worden sind. Ein voller Erfolg also!

Man bekommt es hin. Allerdings gibt es noch ein weiteres, tiefer liegendes Problem, das nicht methodischer, sondern prinzipieller Natur ist: Es gibt nicht nur fachliche Lernziele. Oft wird aber nur an diese bei Methodenvergleichen gedacht (Die Schüler sollen anschließend z.B. mehr über das Mittelalter wissen). Oft bedingen andere Methoden aber andere Lernziele.

Beispiel A: LdL. Wenn man LdL einsetzt, dann möchte man nicht, dass die Schüler anschließend mehr Fachwissen haben. Das ist zumindest nicht das erste Ziel, das man damit verfolgt. Ja, man ist sogar froh, wenn sie aus fachlicher Sicht gleich viel lernen wie ohne LdL. Man würde aber sogar vielleicht in Kauf nehmen, dass sie sich weniger Fachwissen aneignen, dafür aber anderes lernen: Sie sollen lernen, sich ohne Angst im Unterricht zu äußern. Sie sollen lernen, keine Angst vor Fehlern zu haben. Sie sollen lernen, dass es sich lohnt, wenn man sich für etwas mit ganzem Nachdruck einsetzt. Sie sollen lernen, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Sie sollen lernen, dass sie Teil von Gruppen sind, und dass der Erfolg der Gruppe mit von ihrem Einsatz abhängt (Netzsensibilität, Partizipationsfähigkeit, …). Und und und. Und das wichtigste: Eine solche Methode muss über einen längeren Zeitraum mit einer Klasse eingeübt werden, damit sie diese Früchte trägt. Etwas, das man gerne in Kauf nimmt, wenn man die damit verfolgten Lernziele für wichtiger hält als die “herkömmlichen”. Methoden über einen langen Zeitraum einsetzen ist allerdings auch etwas, das Forschern gar nicht gefällt: Was da alles für Störvariablen mit einfließen können… Außerdem muss der Lehrer von der Methode überzeugt sein. Manoman – ich würde sagen: Vergleichende Effektivitätsforschung? Vergiss es.

Beispiel B: Computer in der Schule. Eine so alte wie sinnlose Frage ist, ob man mit computerunterstützten Methoden besser lernt als ohne. Es hängt – wie bei allen Methoden – von Schülereigenschaften, Lehrereigenschaften und ganz vielen anderen Variablen ab. Aber natürlich setze ich auch (!) den Computer in der Schule ein, nämlich a) wenn es passt und b) weil ich auch andere Lernziele damit verfolge: Die Schüler sollen lernen, mit dem Computer umzugehen, Probleme unter Nutzung des Internets zu lösen, digitale Produkte zu erzeugen usw. Und, glaubt mir: Man lernt mit Methoden, in denen Informationstechnologie eingesetzt wird, einfach besser digitale Produkte zu erzeugen als ohne.

Fazit: Unterrichtssituationen sind komplex und machen es schwer, valide Vergleichsstudien zum Einsatz von Unterrichtsmethoden durchzuführen. Es ist schwer, es ist nicht unmöglich, aber man muss sich fragen, ob es sinnvoll ist.

Geburtenzahlen in Schwetzingen

Veröffentlicht: Samstag, Februar 5, 2011 in Statistik

Es macht immer wieder Spaß, sich mit Zeitungsartikeln näher zu beschäftigen, in denen mit Statistiken jongliert wird und in denen diese auch fleißig interpretiert werden. Heute bin ich bei morgenweb.de auf den Artikel Geburtsort Schwetzingen klingt gut gestoßen. Dort steht drin (wenn man es mal auf die wesentlichen Aussagen beschränkt):

  • Bundesweit gibt es von 2009 auf 2010 einen Geburtenrückgang von 0,1%.
  • In Schwetzingen sind die Geburtenzahlen: 468 (2007), 493 (2008), 489 (2009), 472 (2010)

In dem Artikel steht weiter: “Wie Chefarzt Dr. Kay Goerke gegenüber unserer Zeitung betonte, bewege sich die Zahl der Geburten in einem statistischen Mittel.”

Es stimmt natürlich schon, dass im Jahr 2010 4 Kinder mehr geboren wurden als im Jahr 2007 und dies nicht dem gesamtdeutschen Trend entspricht. Fraglich ist jedoch, ob dies nicht auf einer “zufällig” höheren Geburtenzahl im Jahr 2008 beruht, denn seit dem ist der Trend offensichtlich ebenso rückgängig. Und: In Schwetzingen gibt es einen Rückgang der Geburtenzahl von 2009 auf 2010 um 17 Kinder, was einer Abnahme von 3,5% entspricht. (Man rechnet (489-472)/489.)

Das konstante Niveau der Geburtenzahlen beruhe aber vermutlich auf folgender Tatsache:

“Der Vorteil der Abteilung gegenüber den großen umliegenden Geburtskliniken, wie beispielsweise den Universitätskliniken in Mannheim und Heidelberg, ist sicherlich die sehr individuelle Betreuung der Schwangeren, Gebärenden und Entbundenen, die dank guter personeller und apparativer Ausstattung auf höchstem medizinischen Niveau stattfindet”, kommentiert Chefarzt Dr. Kay Goerke die eigenen Zahlen.

Ich würde eher dazu tendieren, die Schwankungen in Schwetzingen nicht derart ernst zu nehmen, denn die Gesamtzahl der Geburten ist natürlich wesentlich geringer als in Gesamtdeutschland, und Schwankungen von ein paar Kindern fallen hier ziemlich stark ins Gewicht. Insofern halte ich es für bedenklich, die Trends in Deutschland und Schwetzingen miteinander zu vergleichen. Man stelle sich einmal ein Krankenhaus in einer Kleinstadt vor, in dem in einem Jahr 5 Kinder geboren werden und im nächsten 6 – das wäre ja eine Zunahme um 20%! Welch ein Gegensatz zum gesamtdeutschen Trend! Der Grund könnte aber auch einfach sein, dass in Hintertupfingen jemand mal vergessen hat, die Pille zu nehmen.

Uni im Netz, offene Bildungsinitiativen und L3T

Veröffentlicht: Mittwoch, Februar 2, 2011 in Web 2.0

Interview mit der Deutschen Welle zum Thema “Uni im Netz”

Neulich wurde ich von der Deutschen Welle zum Thema “Lernen und Lehren  im Internet” interviewt. Das Interview ist online und wurde auch im Blog der SUB Hamburg aufgegriffen (Nett. Vielen Dank!)

Offene Bildungsinitiativen und Maschendraht

Melanie Gottschalk und ich haben vor einiger Zeit einen Artikel über die Maschendraht-Community geschrieben. Der Artikel ist im Buch “Offene Bildungsinitiativen” erschienen, welches netterweise komplett online verfügbar ist. Die Maschendraht-Community allerdings ist seit längerem nicht mehr wirklich aktiv, was aber auch nicht tragisch ist. Gabi Reinmann schreibt in ihrem Nachwort zu eben diesem Buch (S. 234): “Warum z.B. sollten offene Bildungsinitiativen immer nachhaltig sein müssen? Es könnte zur Offenheit gehören, dass ihr Ausgang unbestimmt ist, dass sie nur eine kurze Lebensdauer oder ein paar Jahre Bestand haben oder eine feste Einrichtung werden – eben dieser offene Ausgang würde alle Beteiligten entlasten.” Genau. Die Maschendraht-Community hat ihren Dienst getan, die Netze existieren aber noch weiter – in anderen Umgebungen.

L3T: Computer im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht

Gestern wurde das interdisziplinäre Lehrbuch Lernen und Lehren mit Technologien online geschaltet (begleitet von einer Flashmob-Aktion; hier ist mein Fotobeitrag, der leider nicht gewonnen hat :-) ). Steffen Schaal, Markus Vogel und ich haben einen Artikel zum Computer im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht beigetragen. Das Buch enthält darüber hinaus wirklich unglaublich viele verschiedene Kapitel – ein sehr reizvolles Projekt!