Demnächst werde ich meinen ersten Kartierungstest mit openstreetmap.org durchführen. Im nächsten Jahr möchte ich das nämlich in meiner Lehrveranstaltung “Standardanwendungen II – Tabellen und graphische Darstellungen” mit meinen Studenten ausprobieren. Dabei geht’s im Detail um folgendes:
OpenStreetMap ist ein freies Projekt für Karten (ähnlich google maps, nur eben unter einer freien Lizenz). Bei OpenStreetMap kann sich jeder beteiligen und Daten hinzufügen. Darüber hinaus hat OpenStreetMap den Vorteil, dass die Daten sehr detailliert sein können: Briefkästen, Waldwege in unterschiedlicher Beschaffenheit und Abwasserkanäle können eingetragen werden.
Wie kann man sich dort beteiligen: Man latscht mit einem GPS-Tracker (zum Beispiel diesem hier) durch die Gegend und zeichnet alle GPS-Daten auf (also den Weg, den man gelaufen ist). An markanten Punkten (Kirchen, Briefkästen, öffentlichen Toiletten, usw.) setzt man außerdem im GPS-Tracker eine Marke. Nach der Aufzeichnung lädt man die Daten in openstreetmap.org hoch und ergänzt das dort bereits vorhandene Kartenmaterial durch die eigenen Daten.
Für den schulischen Einsatz im Geografie-Unterricht ist das natürlich genial: Man liest nicht nur Karten, sondern man erstellt welche. Dabei muss man sich zum Beispiel Gedanken machen, welcher Art der Weg war, den man gelaufen ist, oder welche Beschaffenheit das Gelände hatte. Man liefert als Schulklasse einen Beitrag für die Allgemeinheit und bezieht die Motivation aus der Tatsache, dass man tatsächlich diejenigen Karten verbessern kann, die unzählige Menschen nutzen.
Openstreetmap habe ich zum ersten Mal kennen gelernt, als Bodenseepeter und Friedel Völker darüber auf dem BarCamp Stuttgart darüber berichtet haben (siehe auch meinen damaligen Bericht). Seitdem lässt mich der Gedanke nicht mehr los, das selbst mal mit einer Studentengruppe auszuprobieren. Im Januar starten wir einen Test. Vorab hat Jonathan mir schon mal gezeigt, wie alles im Detail funktioniert. In den nächsten Tagen werde ich mal ein bisschen was aufzeichnen – mal sehen, welche Briefkästen ich hinzufügen kann.




