Synchronisationskatastrophe

Veröffentlicht: Dienstag, August 28, 2007 in Web 2.0

Argh!

Neulich habe ich über plaxo berichtet, ein Dienst, der die Synchronisation von Kalenderdaten, Adressbüchern etc. über mehrere Dienste hinweg ermöglicht. Heute ist mir meine Synchronisationsleidenschaft zum Verhängnis geworden. Beim Durchsehen meines Yahoo-Kalenders ist mir aufgefallen, dass viele Termine doppelt sind. Keine Ahnung, wie und wann das passiert ist. Also, die erste Idee, die ich hatte, war: In Yahoo lösche ich alle meine Kalenderdaten. Ist ja kein Problem, ich habe dank plaxo überall Sicherungen (plaxo, Outlook, google). Dann habe ich aber dummerweise plaxo mit Yahoo synchronisiert (Kardinalfehler). Somit waren auch alle Termine in plaxo weg. Der anschließende Aufruf von Outlook hat das Chaos perfekt gemacht (dieses hat sich nämlich auch mit plaxo synchronisiert – auch dort also keine Termine mehr). Und mein google-Kalender ist perfekterweise nun auch leer. Und nun frage ich mich, wie ich so doof sein konnte, alle Termine in Yahoo zu löschen.

Glücklichweise hatte ich (so dachte ich) kurz nach dem Aufruf von Outlook die dort enthaltenen Daten in einer ics-Datei gespeichert. Der Aufruf dieser Datei zeigte mir aber, dass auch dort praktisch nichts enthalten war. Dies liegt daran, dass standardmäßig nur das heutige Datum gespeichert wird und man beim Speichern in den Optionen angeben muss, dass der gesamte Kalender gespeichert werden soll. Wie ich jetzt gelernt habe.

Kurze Zeit der Verzweiflung.

Dann der rettende Einfall: Outlook auf meinem Laptop hat die Kalenderdaten noch. Beim Hochfahren des Laptops war ich zum ersten Mal so richtig froh, ein Gerät zu haben, dass nicht am Internet hängt. Ich habe dort also die kompletten Kalenderdaten exportiert, an meinem anderen Rechner in Outlook importiert. Anschließend habe ich Outlook mit plaxo und dann yahoo mit plaxo synchronisiert. Alles wieder in Butter.

Kommentare
  1. Lisa Rosa sagt:

    Achduahnstesnicht! Ich glaube, daß diese Szene typisch ist für ein Problem der Übergangsgesellschaft (zur Info-ges.): Irgendwie ist was noch nicht ganz funktional an dem neuen toolset. Aus der Perspektive der Buchgesellschaft greift man sich an den Kopf! „Meine Güte – schreib Dein Zeug doch einfach in einen Print-TaschenKalender und trag ihn mit Dir rum!“ Laß Deinen Beitrag bloß nicht die Freunde der Gutenberggalaxis lesen! ;-))

  2. Thomas Morgenroth sagt:

    Aber mit dem Taschenkalender ist es wie mit PDAs und dergleichen: Man muss sie mit sich herumtragen und auch mal reinschauen. Meistens sehe ich es immer erst einen Tag später, wenn jemand Geburtstag hatte, weil ich ausgerechnet da vorher nicht reingeschaut habe.
    Ich suche daher ja immer noch ein Programm (abgesehen von Outlook), das mit meinem Palm synchronisiert und mir Termine direkt auf dem Desktop anzeigt. Früher habe ich dazu Rainlendar benutzt (http://rainlendar.softonic.de/) und eben über den Umweg Outlook die Daten organisiert….
    Ich will das endlich über OpenSource oder zumindest Freeware können :‘-(

  3. cspannagel sagt:

    Hallo zusammen,

    ich finde einen echten Papiertaschenkalender uncool.🙂

    Ich habe ein großes Ziel: irgendwann einmal nichts mehr mit mir herumtragen zu müssen.🙂 Beim Rechner hab ich das schon geschafft: Den Laptop schleppe ich nicht mehr von A nach B (es sei denn, ich will unterwegs arbeiten). Gelungen ist mir das aufgrund der vielen Online-Dienste, die ich nutze…

    Außerdem kann man den Print-Kalender verlieren…

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