Portable Applikationen

Veröffentlicht: Samstag, Dezember 1, 2007 in Tools

Immer mehr Anwendungen (Office-Pakete, Grafikprogramme, …) wandern ins Web. Ich persönlich halte das für die richtige Entwicklung. Ich möchte an jedem beliebigen Rechner meine persönliche, individuelle Arbeitsumgebung vorfinden. Am einfachsten ist dies zu verwirklichen, wenn ich auf dem lokalen Rechner lediglich einen Webbrowser benötige, mit dem ich auf die Anwendungen und Daten im Netz zugreife. Allerdings würde ich heute noch nicht im größeren Rahmen mit meinen Anwendungen ins Netz abwandern, und zwar aus den folgenden Gründen:

  • Die Anwendungen im Netz haben oft (noch) nicht denselben Funktionsumfang wie die lokalen Anwendungen.
  • Man kommt nicht überall ins Internet. Jedenfalls nicht erschwinglich, und beim Arbeiten mit Netzanwendungen muss man natürlich permanent online sein.
  • Man möchte auch nicht jedes Dokument aus datenschutzrechtlichen Gründen auf einem fremden Server lagern.

Nichtsdestotrotz gibt es schon einige Anwendungen, die ich nur noch online verwende. Hierzu zählt z.B. Social Bookmarking (Ich verwende sowohl del.icio.us als auch furl). Ich würde niemals mehr Links lokal speichern – die soziale Netzvariante hat einfach zu viele Vorteile (neben der Unabhängigkeit vom lokalen Rechner).

Für alle anderen Anwendungen gibt es aber eine andere Möglichkeit, sich unabhängig vom Rechner zu machen. Man kann die portablen Varianten von Programmen auf einem USB-Stick oder einer externen Festplatte mit sich führen. Die portablen Applikationen unterscheiden sich von „normalen“ Anwendungen dadurch, dass z.B. keine Registry-Einträge und Profil-Verzeichnisse auf dem lokalen Rechner notwendig sind und sie daher nicht installiert werden müssen. Man kann sie einfach auf einen externen Datenträger kopieren, und fertig. Wenn man dann Anwendungen und Daten auf dem USB-Stick oder der externen Festplatte mit sich führt, braucht man den Speicher einfach nur an irgendeinen Rechner anzuschließen, und schon hat man seine gewohnte Arbeitsumgebung. Es gibt bereits zahlreiche portable Anwendungen (z.B. Firefox, OpenOffice, Audacity, Miranda, …). Oft kann man auch mit einigen wenigen Änderungen in Startdateien eine Anwendung portable machen (wie beispielsweise bei Freemind). Eine Sammlung zahlreicher nützlicher portabler Anwendungen findet man bei portableapps.com.

Auch für die Schule und Hochschule sind portable Applikationen nützlich. So muss der Schuladmin nicht immer die Software auf den lokalen Rechnern vorhalten, wenn die Schüler ihre Software auf USB-Sticks dabei haben. Diese können sie dann auch zu Hause verwenden. Die Schüler arbeiten so zu Hause und in der Schule mit derselben Arbeitsumgebung. Es gibt auch schon vorgefertige Softwarepakete, die unter Begriffen wie digitale Schultasche im Netz heruntergeladen werden können. Im ZUM-Wiki gibt es weitere Informationen zum Einsatz portabler Applikationen in der Schule.

Und selbst wenn man in Zukunft im Netz arbeitet, wird ein portabler Browser nützlich sein. Denn in der Regel enthält der eigene Browser einige Einstellungen und Plug-Ins, auf die man auch an fremden Rechnern nicht verzichten möchte. Ich werde jedenfalls ab sofort mit Portable Firefox arbeiten.

Kommentare
  1. […] Distribution von Apache, MySQL, PHP und Perl. Es ist darüber hinaus auch noch portabel – was mich momentan total positiv […]

  2. […] Dezember 10, 2007 von cspannagel Eine Sache nervt an portablen Anwendungen: Man hat keine Verknüpfungen von Dateitypen zu den Programmen, mit denen die entsprechenden […]

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