Städtereiseplanung per Web 2.0

Veröffentlicht: Mittwoch, März 26, 2008 in Web 2.0

Wie plant der moderne Mensch eine Städtereise? Selbstverständlich im Web, und noch besser im Web 2.0. Dies sei im Folgenden am Beispiel „Ausflug nach Köln“ näher erläutert.

Zunächst wird man sich vermutlich ein Hotel suchen. Hierzu kann man bei zahlreichen Seiten im Internet Bewertungen von Hotelgästen lesen, beispielweise bei tripadvisor.de, holidaycheck.de, hotelkritik.net oder hotelkritiken.de. Dabei erfährt man durchaus einiges über Vorzüge und Nachteile von Hotels (zum Beispiel über die Lage).

Danach legt man sich eine eigene Google-Map an, in der man alle Locations, die man aufsuchen möchte, markiert. Praktisch daran ist, dass sehr viele Sehenswürdigkeiten, Geschäfte, Restaurants etc. pp. direkt über Google gesucht und in der Karte verortet werden können. Sucht man beispielsweise nach „Römisch-Germanisches Museum, Köln“ in Google Maps, dann kann man die gefundene Location gleich in die Karte übernehmen (und natürlich nicht nur diese, sondern auch andere interessante Sehenswürdigkeiten).

Sehr komfortabel ist bei Google Maps auch die Druckfunktion, die neben der Karte auch die Kurzbeschreibungen der Locations enthält. (Das Ausdrucken ist zwar praktisch, zukünftig erübrigt sich das aber hoffentlich, wenn ich ein Handy besitze, mit dem ich online auf die Maps zugreifen kann.🙂 ). Praktisch an der Google-Map ist zudem, dass dort automatisch die Straßenbahnhaltestellen u. ä. eingetragen sind.

Wie aber weiß man, wo man gut essen gehen kann? Dazu informiert man sich per qype über Restaurants in Köln. Dort haben Restaurantgäste bereits zahlreiche Kommentare und Bewertungen hinterlassen, die einem gute Anregungen für die kulinarische Planung des Ausflugs geben können. Die gefundenen Lokalitäten werden in der Google Map gesichert. Selbst wenn man die Restaurant letztendlich nicht aufsucht, so bekommt man doch einige Informationen über die kulinarischen Gepflogenheiten des Zielorts. Man wird beispielsweise überall daran erinnert, dass man unter keinen Umständen vergessen sollte, ein Kölsch zu trinken.

Ganz klassisch über Google (Suche nach Köln Events) findet man einen Hinweis darauf, dass momentan die Osterkirmes in Köln stattfindet. Ab auf die Map damit.

Natürlich kann man sich zusätzlich in Weblogs über Köln informieren, beispielsweise im Köln-Allgemein-Blog über Osterpartys oder bei Jens Scholz über Kölner Unsitten. Weitere Kölner Blogs findet man im Blogroll des KölnBlogs. Das Scannen von Kölner Weblogs ist eine schöne Methode, sich in das Lebensgefühl einer anderen Stadt einzufinden. Den entscheidenden Beitrag liefert dazu die schokodinatorin: Hey Kölle, Du bes e Jeföhl!

Nach der Reise darf man natürlich nicht vergessen, die schönsten Bilder vom Kölner Dom in flickr einzustellen.

Kölner Dom

Habt ihr weitere Ideen, welche Tools man noch zur Städtereiseplanung nutzen kann?

Kommentare
  1. mteufel sagt:

    Hallo Herr Spannagel,

    wirklich toller Beitrag… über Ostern war ich in München, leider bin ich nicht auf die Idee gekommen, meinen Kurztripp mit Google Maps zu planen… vielleicht hätt ich ja dann noch mehr zu sehen bekommen… naja, das nächste mal dann …😉

    Was mich ebenfalls zum Schmunzeln bringt… eigentlich hätte ich doch auch mit qype ein Restaurant suchen können… dann hätt ich vielleicht besser gespeist… mensch, wie hies dieses Restaurant doch gleich😉

    Viele Grüße

  2. cspannagel sagt:

    Hallo Herr Teufel,

    falls es Ihnen wieder einfällt, können Sie es ja selbst bei qype bewerten.😉

    Sie haben Recht damit: Wenn man sich vor einer Reise nicht mal zumindest ein bisschen informiert, dann ärgert man sich vielleicht hinterher, dass man irgendetwas nicht gemacht oder gesehen hat…

  3. Hallo und danke für den informativen Beitrag!
    Bei Qype kann man übrigens nicht nur Restaurants, sondern auch Hotels in Köln finden:
    http://www.qype.com/dea23/categories/69-hotels-in-koeln

  4. Im März 2001 bin ich nach New York, das ich nicht kannte, geflogen, und habe mich durch eine online-community vorbeteiten und steuern lassen. Die Leute haben mich mit Tipps versorgt und während der Reise und dem Aufenthalt dort superbetreut. Jeden Tag habe ich im Internet die neuen „Aufträge abgeholt“. Ohne diese Steuerung hätte ich viel weniger erlebt. Daraus habe ich auch einen Aufsatz verfasst. Hier das Forum, mit dessen Hilfe ich betreut wurde:
    http://www.zum.de/Foren/ldl/archiv/a88.html

  5. cspannagel sagt:

    @Jean-Pol: Die Idee mit der virtuellen Unterstützung ist richtig gut!🙂

  6. Vor allem das war damals recht originell. Über dieses Experiment wurden damals auch in diversen Zeitschriften kleinere Artikel veröffentlicht, z.B. in Focus.
    Und der Aufsatz, den ich darüber verfasst habe, ist hier zu lesen:
    http://www.ldl.de/material/aufsatz/aufsatz2002.pdf

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