Rotation

Veröffentlicht: Mittwoch, April 30, 2008 in Mathematics, Teaching

Gestern habe ich für meine Tagespraktikumsgruppe eine Vorführstunde in der 1. Klasse gehalten, bevor die Teilnehmerinnen selbst unterrichten müssen. Thema: Drehen geometrischer Figuren.

In erster Linie war mir zunächst wichtig, dass die Kinder die Drehungen („nach links drehen“ und „nach rechts drehen“) auf ihren eigenen Körper beziehen. Daher habe ich mit den Kindern zunächst einen kleinen „Robotertanz“ einstudiert, bei dem die Kinder sich in verschiedenen Varianten nach links und rechts drehen mussten. Wichtig an der Stelle ist, dass die Kinder alle in dieselbe Richtung schauen und sich nicht (etwa wie im Stuhlkreis) gegenüberstehen, da sonst sehr leicht Verwirrung bzgl. „links“ und „rechts“ aufkommen kann. Sehr hilfreich ist es auch, wenn die Kinder ein rotes Bändchen um das rechte Handgelenk haben („rrrrot wie rrrrechts“). Zusätzlich könnte man auch lilane Bändchen für das linke Handgelenk verwenden, das ist aber nicht wirklich notwendig.

Anschließend mussten sich einzelne Kinder nach einem „Drehkommando“ auf einem Bild drehen. Diese Kommandos sahen in etwa so aus:

Rotationskommando

Im Anschluss durften die Kinder geometrische Formen an der Tafel mit diesen Symbolen drehen und ein entsprechendes Arbeitsblatt lösen.

Es hat mir – und ich glaube auch den Kindern – sehr viel Spaß gemacht, und das Drehen der geometrischen Figuren hat bei den meisten Kindern auch gut geklappt. Mir ist vom Drehen heute noch ein bisschen schwindelig.😉

Einige Rückmeldungen der Unterrichtsbeobachter:

  • Mögliche inhaltliche Alternative zum Robotertanz wäre das Drehen eines Zahlenschlosses bei einem Tresor.
  • Die Abschlussfolie (Fehler bei bereits vollzogenen Drehungen finden) war nicht ganz konsistent zum Rest der Stunde.
Kommentare
  1. olivergassner sagt:

    Also ich find die körperliche Bewegung grad bei kleineren Kids eher elegant als das die Zahlenschlossidee.
    Kitzlig ist vielleicht der kognitive Holperer bei der Übertragung auf den ‚anderen Gegenstand‘.

    Bei meinem Sohn hab ich gemerkt, dass er in Vor-Grundschulzeiten das Thema links/rechts besser im Griff hatte als jetzt. (Klasse 2)

    An sich würde man ja das Gegenteil erwarten, oder?

  2. mosworld sagt:

    @chrisp Wieso bist Du in der ersten Klasse? Also welchen Forschungsschwerpunkt betrifft das? Einführung von Mathe/Informatik in der Grundschule? Grüße MOsworld

  3. cspannagel sagt:

    @olivergassner Genau der Holperer ist das Problem. Ich habe es meiner Ansicht nach folgendermaßen ganz gut gelöst: Ich habe zunächst das Bild (s.o.) auf den Boden vor das Kind gelegt. Nach zwei, drei Versuchen habe ich gesagt, dass ich das Bild jetzt besser an die Tafel hänge, damit es alle besser sehen können. Das geht ganz gut, und man hat den Sprung in die Vertikale gepackt. Jetzt kann man geometrische Formen an der Tafel verwenden. Die Hoffnung dabei ist, dass das Kind sich in die Situation „hineindenken“ kann.

    @mosworld: Ich betreue eine Schulpraxisgruppe in der 1. Klasse. Das hat nicht direkt etwas mit meiner Forschungsarbeit zu tun. Aber wir machen ja auch nicht nur Forschung, sondern auch Lehre.😉

  4. links for 2008-05-01…

    TwitterSnooze! v0.13
    Somebody on twitter talks too much? snooze them. (This might come in handy during the European soccer championship )
    (tags: twitter tools)

    Rotation « chrisp’s virtual comments
    (tags: education geometry icommented)…

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