DeLFI 2008 Nachlese

Veröffentlicht: Freitag, September 12, 2008 in Conferences, Jacareto, OeffentlicherWissenschaftler, Web 2.0
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Am Mittwoch ist die DeLFI-Tagung zu Ende gegangen (gemeinsam mit den anderen Tagungen des Konferenzverbundes VielMehr). Es war eine sehr anregende Tagung, auf der ich zahlreiche neue Erfahrungen sammeln konnte und von der ich viele neue Ideen mitgenommen habe.

Im Rahmen des E-Learning-2.0-Workshops am Sonntag haben Mo, Tim und ich einen Vortrag zum Thema „Ein Planungsraster zum Weblogeinsatz in der Lehre“ gehalten. Der Vortrag war insofern „besonders“, weil wir ihn nach außen geöffnet haben: Wir haben den Vortrag per ustream.tv live gestreamt, und es haben einige Personen von zu Hause aus den Vortrag mitverfolgt (inkl. Tim, der den Vortrag in Osnabrück gesehen hat). Dabei hatten sowohl die Zuhörer im Raum als auch zu Hause die Möglichkeit, Fragen und Kommentare über Twitter abzusetzen, die zeitnah im Raum an die Wand gebeamt wurden. Hierzu hatte Mo mit Studierenden der RWTH das System Twittopia entwickelt, das neben den Tweets u.a. auch Metainformationen zu einem Vortrag anzeigt. Daneben haben wir auch noch den Vortrag als Screencast aufgezeichnet. Dieser kann jetzt online betrachtet werden. Wer möchte, kann auch den dazugehörigen Artikel lesen. Fragen, Kommentare und Anregungen können auf einer Wiki-Seite diskutiert werden. Marcel hat auch bereits einen Weblog-Artikel dazu geschrieben.

Ich finde, diese interaktive, vernetzte Form des Vortrags ist ein schönes Beispiel, wie man öffentliche Wissenschaft betreiben kann. Die Mittel dazu sind recht einfach, und ich habe mir vorgenommen, diese und ähnliche Möglichkeiten in Zukunft standardmäßig zu nutzen. So gibt man auch Personen außerhalb des kleinen Teilnehmerkreises vor Ort die Möglichkeit, den Vortrag synchron oder asynchron mitzuverfolgen und sogar interaktiv teilzunehmen.

Darüber hinaus haben Ulrik und ich einen Vortrag zum Thema „GUI-Adaptation in Lernkontexten“ gehalten, der sogar mit dem „Best Paper Award“ der DeLFI 2008 ausgezeichnet wurde. Der zugehörige Artikel steht online, und natürlich kann auch hier in einem Wiki weiterdiskutiert werden. Der Beitrag wurde auch im Weblog von e-teaching.org und im E-Learning Blog der RWTH Aachen aufgegriffen.

Der Tagungsort war übrigens auch sehr schön. Lübeck ist eine tolle Stadt! Ein paar Fotos habe ich natürlich auch gemacht. Christoph hat einige Fotos zum Workshop in Flickr eingestellt.

Kommentare
  1. Danke für die Teilhabe an dem interessanten Wochenende. Der Livestream war sehr nett, auch die Nachlese mit Camtasia finde ich sehr gelungen. Also hier wird öffentliche Wissenschaft spürbar, wer möchte (und informiert ist wie und wo…), kann an der Wissensbildung partizipieren – sehr gut! Danke.

  2. cspannagel sagt:

    @Alexander Ich wusste gar nicht, dass du einer der Zuschauer von außen warst! Prima, das freut mich sehr! Und ich finde es schön, dass dir der Vortrag gefallen hat…🙂

  3. Lisa Rosa sagt:

    Danke für den interessanten Vortrag!!! Daran sehe ich, daß viele Funktionen eines Einsatzes in der Schule ähnlich sein können wie beim Einsatz von Weblogs in der Hochschullehre. In der Schule gibt es jedoch noch eine besondere Aufgabe, die mithilfe von Weblogs erfüllt werden kann: einen höheren Grad an Individualisierung und Selbstbestimmung des Lernens bei gleichzeitiger Erhöhung des Austauschs der Schüler untereinander (denn selbstbestimmt und selbstständig heißt nicht: allein!) auch in der „Allgemeinbildung“.

  4. Ich finds toll, dass ihr den Vortrag aufgezeichnet habt, so konnte ich ihn mir jetzt im Nachhinein aufmerksam anhören😉.

    Interessant finde ich Euren Versuch mehrere Differenzierungen in Form von Kategorien der Bloganwendung in die Lehre zu integrieren.
    Was mir allerdings ein wenig unterging waren die didaktisch motivierten Lehrkonzepte. So habe ich nur das didaktische Konzept der Kognition herausgehört. Wie sieht es aber mit den anderen aus? Gibt es nicht noch viel mehr? Und warum steht dieses Konzept für Euch so sehr im Mittelpunkt?

    Das sind wahrscheinlich Fragen für ein nächstes Treffen oder einen nächsten Vortrag😉.

    Liebe Grüße
    Jana

  5. cspannagel sagt:

    @Lisa Rosa Sind die von dir genannten Aufgaben nicht in den anderen Funktionen erhalten? (Etwa in der Kombination „Lerntagebuch“ und „Diskursmedium“)

    @Jana Was meinst du mit „Konzept der Kognition“ bzw. welche anderen Konzepte vermisst du?

    „Kompetenzen“ enthalten neben den kognitiven Komponenten auch motivationale, emotionale und soziale Komponenten. D.h. Kompetenzen gehen per definitionem schon über den rein kognitiven Bereich heraus…

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