Über persönliche Motive und harte Realität im Lehramtsstudium

Veröffentlicht: Montag, November 17, 2008 in Didaktik des Informatikunterrichts, LdLChronologie

Hier kommt der erste Teil der Dokumentation unseres Seminars von Lutz Berger. Im folgenden Video geben Teilnehmerinnen und Teilnehmer meines Seminars Statements ab zu ihren persönlichen Motiven, Lehrerinnen und Lehrer zu werden, und darüber, wie sich das Studium gestaltet („Reality-Clash“). Es sind äußerst interessante Aussagen dabei – unbedingt ansehen!🙂

Auch hier wieder ein Dankeschön an Lutz!

Kommentare
  1. Ein schönes Ergebnis, indem die Studenten noch einmal intensiv ihre eigene Motivation reflektieren können. Zeit dafür zu haben ist wichtig …, gerade am Anfang der Laufbahn, damit sie diese später in Krisen bzw. „Durchhaltezeiten“ sich immer wieder vergegenwärtigt werden können.

    Ich wünsche Euch sehr, dass Eure Wünsche und Ideale von Euch umgesetzt werden, gerade was den Austausch zwischen Lehrer und Schüler betrifft.

    LG
    Jana

  2. @ Jana

    vielen Dank für die Wünsche!🙂 Vieles ist davon abhängig, wie sehr man sich mit den eigenen Idealen identifiziert und was man erreichen möchte. Dabei gilt es an dem System Schule nicht zu verzweifeln und seine Räume auszunutzen um an den richtigen Stellschrauben drehen zu können. Mit dem Kopf durch die Wand würde weh tun, eine Tür einbauen ist praktikabler. Diese kostet Einsatz, Diplomatie und Ideen. Das im Konsens der Vernetzung und Verknüpfung von Arbeitskraft und die Resultate können sich sehen lassen.

    Dazu eine entsprechende Textzeile von der „Letzten Instanz“: „Wir sind allein, über Millionen Sterne, wenn wir zusammen scheinen, können wir die Welt erhellen.“

    mit einem optimistischen Blick in die Zukunft,
    LG Melanie

  3. cspannagel sagt:

    @Melanie Gottschalk: Tolles Zitat!!!

    @Jana: Vielen Dank für deinen Kommentar! Eigene Motivationen zu reflektieren ist auch aus meiner Sicht sehr wichtig. Und: Wann hat man schon mal die Gelegenheit, in 20 Jahren sich ein Youtube-Video anzuschauen über die Motivation, die man damals hatte?🙂

  4. […] sind es ganz einfache Worte die so viel Wahrheit in sich tragen. Durch einen Kommentar den ich bei Christian Spannagel hinterlassen habe, bin ich motiviert hier noch einmal zu vertiefen.Wer möchte kann sich während […]

  5. Michael Wald sagt:

    Interessant zum Thema überfüllte Vorlesungen finde ich den aktuellen Artikel von Prof. Wicht:

    http://tinyurl.com/5r2lyr

  6. ths sagt:

    Moin, Moin, interessantes Video! Es tut gut zu hören, dass weitere Studenten an einer anderen Universität (dazu noch an einer PH) ähnliches empfinden, wie ich (Uni Bremen).
    Eigentlich ist man als Student hoch motiviert einmal Schüler zu unterrichten. Schaut man sich aber im Studium und in den Schulen genauer um, sieht die Realität anders aus.
    Ich habe mich gefragt, was ich dagegen tun kann. Hier meine Antwort darauf:
    1) Ich suche mir möglichst Dozenten aus, bei denen ich etwas mitnehmen kann, ja, auch die gibt es! Das Problem dabei ist, man muss sie rechtzeitig kennen lernen. Darum immer wieder bei Kommilitonen umhören und Empfehlungen diskutieren.
    2) Sich über das Studium hinaus mit den „Besten der, der Besten, der Besten“ beschäftigen siehe http://bremerstudiblog.wordpress.com/2008/11/17/die-besten-der-besten-der-besten/
    Die Mittelmäßigkeit im Lehramtsstudium ist einfach ermüdend und macht keinen Spaß! Hingegen sich mit den heutigen „Spitzenlehrern“ zu beschäftigen gibt einem Hoffnung, Mut und eine Menge Ideen für das eigene Weiterkommen.
    3) Man schaft es nicht sich in allen Seminaren und Vorlesungen gleich gut (100%ig) vorzubereiten und mitzuhalten. Wenn ich merken, ein Seminar ist grenzwertig, nehme ich es halt mit wenig Aufwand mit und konzentriere mich auf die Seminare, die spaß machen und nützlich sind. Dort gebe ich alles und mache über dem Durchschnitt mehr.
    4) Ich frage ich im Studium immer wieder was kann ich später wohl gebrauchen? Darauf richte ich mich aus!

    Was mich im Studium und an Schulen rasend macht ist:
    -Es wird von Teamfähigkeit in Klassen gesprochen. Wo ist die Teamfähigkeit bei Lehrern, in der Lehrerbildung?
    -Im Studium wird einem gesagt: „Methodenvielfalt im Unterricht ist wichtig!“ Wo ist die Methodenvielfalt in den Seminaren.
    -Zum Lernen braucht man Muße! Wo zum Henker kann man sich im heutigem Studium noch mal in Ruhe Gedanken zu einem Thema machen ?

    Das Lehramtstudium ist einfach so wiedersprüchlich, zu dem wie später gelehrt werden soll. Alle wissen es und keiner macht es. Daher versuche ich mir nach und nach meine eigenen Netzwerke zu schaffen. Web 2.0 macht es möglich mit Leuten zu kommunizieren, die die gleichen Interessen haben, die man ansonsten auf dem Weg zum Bäcker nicht trifft.

    Das tat gut das mal los zu werden!🙂 Fühle mich gleich viel besser.😉

  7. Stormcloud sagt:

    Hey, tolles Video!
    Finde ich schön, dass hier gleich von einer „Berufung“ und nicht von einem „Beruf“ gesprochen wird. Ich denke, Lehrer kann und soll man nicht werden, wenn man die Tätigkeit nur als irgendeinen „Job“ sieht, den man halt macht, aus welchen Gründen auch immer (Geld, nichts anderes gefunden, etc.). Für das Lehrersein sollte man sich berufen fühlen und sich mit der Rolle identifizieren.
    Die Videos zeigen das auch plastisch. Klasse!

  8. cspannagel sagt:

    @ths Das mit der Vernetzung ist ein wichtiger Aspekt! Man kann sich heute über die Web-2.0-Tools wie beispielsweise Twitter und Weblogs genau diejenigen Leute suchen, die man für wichtig, super und gut hält. Viele Leute wissen aber nicht, wie man sich diese Netze „baut“. Daher haben Studierende meines Seminars die „Maschendraht-Community“ gegründet, die genau darauf abzielt:
    http://maschendraht.mixxt.de/

    @Stormcloud So sollte es nicht nur mit dem Lehrerberuf sein. Dort vielleicht besonders, aber auch bei anderen Berufen sollte man sich „berufen“ fühlen. Es ist ganz wichtig, dass sich Menschen auch in ihrem Beruf wohlfühlen – man verbringt ja sehr viel Zeit damit. Insofern wäre es ein Wunsch für alle Menschen…

  9. ths sagt:

    @cspannagel Oh, danke für Deinen Hinweis!🙂 Tja, so etwas fehlte hier in Bremen oder ich habe solche Ideen nicht gefunden. Habe mich gleich mal im Netzwerk „Maschendraht-Community“ angemeldet. Ein großes Problem vom „Netzwerken“ ist, dass man ggf. netzwerkt wie verrückt, aber nicht zu seinen eigentlichen Aufgaben kommt.

    Gruß aus Bremen

    Thorsten

  10. cspannagel sagt:

    @ths Das ist ein guter Punkt! Netzwerken nicht um des Netzwerkens willen – obwohl: Vielleicht kann man das Netz momentan nicht „gebrauchen“, aber es wird eine Situation kommen, in der man das Netz in Resonanz bringen möchte. Dazu muss das Netz aber schon da sein! Das ist die Idee der Maschendraht-Metapher: Baue dir Netze, pflege sie, und speise deine Informationen ein – dann entsteht Resonanz, und Projekte bilden sich.

  11. arual0 sagt:

    Nicht der zweite, sondern der erste Teil, oder?

  12. cspannagel sagt:

    @arual0 Stimmt, danke. Ich hatte den Teaser mitgezählt.🙂

  13. Jonathan sagt:

    gut gemacht. Weiter oben hab ich was von einem zweiten Teil gelesen, wann und wo kann man den denn sehen?

    grüße

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