Archiv für August, 2009

Noch zwei Tage bis zur Bildungsexpedition

Veröffentlicht: Sonntag, August 30, 2009 in Bildungsexpedition

In zwei Tagen gehts los: die Bildungsexpedition startet! Ich finde es irre, wie aus einer lockeren Idee ein richtig großes und total spannendes Projekt geworden ist. Damals saßen wir im Bus auf der Rückfahrt von Würzburg, wo wir den Unterricht von Erich Hammer gefilmt haben. Da habe ich mich zu einer einfach so dahingesagten Bemerkung hinreißen lassen: “Irgendwie machen wir hier sowas wie ne Expedition. Wir schnappen uns Kameras, fahren raus und dokumentieren interessante Sachen.” Im weiteren Gespräch mit Lutz hat sich dann die fixe Idee entwickelt, dass wir eine Bildungsexpedition machen müssen. Und diese Idee hat uns nicht mehr losgelassen.

Am Montag gehts los. Um 10 Uhr startet die Bildungsexpedition. 10 Tage lang gehts quer durch Deutschland: Stuttgart – Tübingen – München – Kassel – Frankfurt – Wiesbaden – Bonn – Düsseldorf – Köln – Cloppenburg – Bremen -Hamburg – Berlin – Leipzig – Hassfurt.  Zu den bisherigen Reisezielen sind in den letzten Tagen noch weitere dazugekommen. Es wird eine hochspannende Sache.  Und ihr könnt das live verfolgen – die Links gibts hier.

Wir würden uns auch freuen, euch in den jeweiligen Reisezielstädten zu treffen. Wir versuchen, abends “Get togethers” zu organiseren. Nähere Infos dazu gibts zeitnah auf twitter: follow @expeditionD.

Die Bildungsexpedition ist somit unser aller Projekt! Wir freuen uns außerordentlich darauf, mit euch gemeinsam 10 Tage lang die Bildungslandschaft zu rocken! :-)

Gastbeitrag von Anna Brakoniecka (@stoerungsquelle)

Anna habe ich auf dem EduCamp 2008 in Berlin kennen gelernt. Sie hatte damals von der Idee gesprochen, Europäer (insbesondere Deutsche und Polen) im Web 2.0 miteinander zu vernetzen. Diese Idee ist wahr geworden: Ihr Projekt scholar-online.eu ist mittlerweile online. Zudem ist sie mit Ihrem Projekt offizieller Partner der Bildungsexpedition Deutschland. Also ein doppelter Anlass für einen Gastbeitrag in meinem Blog!

Als ich nach Deutschland kam dachte ich, die Sprachkenntnisse reichen völlig aus, um die anderen Menschen zu verstehen. Nach 10 Jahren an verschiedenen deutschen Orten, sowohl im Osten wie im Westen, nach vielen interkulturellen Erfahrungen inkl. Sprachkursen wie „Sächsisch“ und „Fränkisch“, weiß ich, dass Sprachen keine Voraussetzung für volle Verständigung sind, aber sie helfen unglaublich, wenn man mit anderen kommuniziert.

Ein Wissens- und Meinungsaustausch war mir immer wichtig. Nur durch Kommunizieren können wir uns weiterentwickeln und Konflikte vermeiden bzw. ausarbeiten. Kommunikation ist entscheidend. Und da wir in einem vereinten Europa leben, gewinnen der Wissens-, Kultur- und Informationsaustausch international stets größere Bedeutung. Europäer sollten mehr kommunizieren: Rede und überwinde Vorurteile!

Das ist Motto meines Projektes. Es handelt sich dabei um eine Internetplattform Scholar-Online, die meist nur zum „Scholar“ (http://www.scholar-online.eu) abgekürzt wird, und die für alle Europäer zugänglich ist. Jeder kann sich äußern, auch ohne sich registrieren zu müssen, und jeder Kommentar wird zeitnah in andere Projektsprachen übersetzt, teilweise auch mit Zusatzerklärungen, die den Kontext verständlich machen. Nicht jeder Deutsche kennt die politisch-gesellschaftliche Situation in anderen Ländern, um die Nuancen und Wortspiele sofort zu erkennen, genauso wie die anderen Europäern nicht immer mit den typisch deutschen Ausdrucksweisen und Anspielungen vertraut sind.

Unser Projekt besteht aus drei Bereichen:

  • Wir haben ein Diskussionsbereich, wo wir 10 Themen vorgeschlagen haben. Das Hauptthema ist „Ich bin ein Europäer und bin stolz darauf“. Die Gespräche verlaufen je nachdem wie sich die Europäer äußern. Manchmal werden viele politisch-historische Argumente präsentiert, manchmal geht es um sozial-kulturelle Angelegenheiten. Und manchmal werden Fragen gestellt, aus denen lebendige Debatten entstehen.
  • Um die Stereotypen abzubauen und zu zeigen, wie heutige Europäer aussehen und wer sie sind, haben wir die Galerie der Europäer aufgebaut. Hier hat jeder die Möglichkeit, sich selbst zu beschreiben, wir übersetzen alles in die anderen Sprachen. Somit lernen wir uns besser kennen und sehen, dass es viele aktive und interessante Europäer im Alltag zu treffen sind.
  • Das neueste Teilprojekt heißt Galerie der Projekte und hier wollen wir vorstellen, womit sich Europäer täglich oder ausnahmenweise beschäftigen. Wie Young People UK schrieb wäre es schade, wenn der Wissensaustausch nur dadurch angehalten würde, weil uns die Sprachkenntnisse fehlen. Deswegen stellen wir Projekte dar und jeder kann sich darüber äußern, eigene Verbesserungsvorschläge, Fragen, Lob oder konstruktive Kritikpunkte aufschreiben und somit tauschen wir europaweit unsere Gedanken aus. Hier haben wir auch die Bildungsexpedition Deutschland vorgestellt und hoffen auf ein multikulturelles Feedback unserer Gäste.

Mein Team besteht aus vielen tollen, sehr freundlichen und engagierten Europäern, jeder hilft so weit es möglich ist (zuerst als Volontär) mit, um die Kommunikation zwischen Europäern zu fördern.

Uns freut jede Person, die unsere Seite besucht und am Projekt teilnimmt, auch wenn die Mehrheit meistens nur verfolgt, was die anderen geschrieben haben. Wir wünschen uns, dass uns noch mehr Europäer besuchen und sich am Meinungsaustausch beteiligen werden.

Europäer sollten mehr kommunizieren: Rede und überwinde Vorurteile! http://www.scholar-online.eu

Nachwort: scholar-online.eu kann man übrigens auch auf twitter verfolgen: @scholar_online. Ich finde die Idee, Texte in die jeweils andere Sprache zu übersetzen, wirklich toll. Grandios aber fand ich sie, als ich mein eigenes Profil in Polnisch vorfand. :-)

Der verlässliche Dozent

Veröffentlicht: Montag, August 24, 2009 in Teaching

Was versteht ihr unter einem verlässlichen Dozenten? Gerade arbeiten wir in Wikiversity eine Liste aus: Der verlässliche Dozent. Dazu  gibt es auch eine interessante Diskussion. Tragt eure Ideen ein, ergänzt, verbessert und diskutiert mit!

Das Ziel: Ich würde mir wünschen, am Ende eine Liste zu haben, die ich als Selbstverpflichtung unterschreiben kann und die auch als Modell für andere dienen kann.

Gibt es vielleicht schon irgendwo solche “Dozenten-Selbstverpflichtungs-Listen”? Kennt jemand eine? Infos bitte hier her! :-)

Und: Die Inhalte auf den Wikiversity-Seiten zeigen einmal mehr, dass Twitter äußerst nützlich ist.

Bildungsexpedition: In 9 Tagen gehts los

Veröffentlicht: Sonntag, August 23, 2009 in Bildungsexpedition

In 9 Tagen startet die Bildungsexpedition, nämlich am 31. August. Wir  – die “Bildungsbürger” – fahren quer durch Deutschland und filmen interessante Bildungsprojekte und interviewen Innovatoren im Bildungsbereich. Die Reiseroute steht mittlerweile mehr oder weniger fest.

Also, nehmt euch in der Zeit vom 31.8. bis 9.9. nicht zu viel vor und verfolgt die Bildungsexpedition über Webseite, Weblog und Twitter. Außerdem könnt ihr per liveblogging, twitter und andere Kanäle direkt Live-Kontakt mit dem Reiseteam aufnehmen und euch an der Bildungsexpedition beteiligen.

Open Space zur Hochschuldidaktik in Mathematik und Informatik

Veröffentlicht: Samstag, August 15, 2009 in Announcements
Schlagworte:

Wir veranstalten im Rahmen des Projekts SAiL-M ein Symposium zur Verbesserung der Hochschullehre in Mathematik und Informatik. Angesprochen sind dabei Hochschuldozentinnen und -dozenten in beiden Disziplinen. Das Symposium wird als Open Space abgehalten und findet am 20. und 21.11.2009 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg statt. Wer teilnehmen möchte, sollte bis zum 15. September 2009 ein Motivationsschreiben einreichen.

Aus der Ausschreibung:

In letzter Zeit wird von verschiedenen Seiten verstärkt gefordert, dass die Qualität der Hochschullehre verbessert werden soll. Insbesondere das Fach Mathematik nimmt dabei eine besondere Rolle ein, weil es ein wesentlicher Bestandteil des Grundstudiums vieler Disziplinen ist und oft als „Siebveranstaltung“ bezeichnet wird. Die Umsetzung effektiver didaktisch-methodischer Konzepte wird durch die in der Regel große Teilnehmerzahl in den Lehrveranstaltungen erschwert. Individuelle Förderung ist kaum bzw. nur mit großem Personalaufwand oder mit dem zeitaufwändigen Einsatz von E-Learning-Systemen möglich.

Informatik-Lehre ist oft ähnlich strukturiert wie die Lehre in Mathematik (Vorlesung plus Übung) und hat ebenso abstrakte Strukturen zum Inhalt. Daher kann erwartet werden, dass beide Fächer vom gegenseitigen Austausch über Didaktik und Methodik profitieren können.

Viele Mathematik- und Informatikdozentinnen und -dozenten haben über die Jahre Best Practices entwickelt, wie sie die Vorlesung gestalten, wie sie die Studierenden dazu bringen, die Übungsaufgaben zu bearbeiten und wie sie digitale Medien einsetzen. Das Ziel des Symposiums ist, diese Best Practices auszutauschen, wirkungsvolle Konzeptionen abzuleiten und eine nachhaltige Community of Practice zur Verbesserung der Hochschullehre zu etablieren.

Weitere Infos gibt es auf der SAiL-M-Homepage und im Flyer.

Grüße von einem anderen Kontinent

Veröffentlicht: Mittwoch, August 5, 2009 in Fun