Die Bildungsreporter gehen an den Start!

Veröffentlicht: Samstag, Dezember 19, 2009 in Bildungsreporter
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Nach dem außergewöhnlich tollen Feedback auf unsere Bildungsexpedition haben Lutz und ich uns schon lange überlegt, wie es weiter gehen soll.  Jetzt ist es soweit: Wir starten mit unserem Nachfolgeprojekt! Die Bildungsreporter gehen an den Start! Hier ist der Auftaktfilm aus unserem Heidelberger Headquarter:

Gleich zu Beginn möchten wir euch nach guter alter Sitte beteiligen: Was wünscht ihr euch von den Bildungsreportern? Gebt uns eine Videoantwort auf Youtube und macht mit – der Bildung zuliebe.🙂

Besucht uns auch auf bildungsreporter.de!

Kommentare
  1. herrlarbig sagt:

    wunderbar, genial, phantastisch, super, ultra, hyper, spannagel und berger.

    sie und gaaaaaanz viele andere rocken bildung.

    schon jetzt neugierig, was da an beiträgen alles kommen wird.

  2. Sigi sagt:

    Na wunderbar, das Edupunk Dream Team im Rhein-Neckar- Bermuda Dreieck.. das gefällt mir🙂 . Christians Frage im leeren Bahnhof kann ich ja vielleicht beantworten😉
    Die Schüler sind schon abgefahren und sitzen mit ein paar Lehrern twitternd im Zug, während die Lehrer. die nur noch die Schlusslichter gesehen haben, wieder nach Hause aufs Sofa gegangen sind und es sich dort gemütlich machen😉
    Ist nicht so böse gemeint, wie es klingt ….. also: Videos , ja auf alle Fälle! Ihr solltet euch vielleicht Schülerrreporter mitnehmen, denn um die Schüler soll es ja gehen…. und die könnten dann auch ihre eigenen Projekte vorstellen und andere interviewen…

  3. Lisa Rosa sagt:

    Warum fragst Du uns? Wir sind doch schon auf der Spur! Frag Deine Lehramtsstudenten und mach aus ihnen Bildungsreporter in einem Seminar!

  4. Lutz Berger sagt:

    coole idee, das mit den schülerreportern! kennst du welche?

  5. Sigi sagt:

    @Lisa @Lutz die Lehramtsstudenten könnten zusammen mit Schülern in den Schulen über neue Ansätze berichten und die Schüler dazu befragen. Andererseits könnten die Schüler auch ihre Erwartungen an die neue Lehrergeneration zum Ausdruck bringen- also so eine Art Talk at School – mit den unmittelbarsten Betroffenen vor Ort…. Christian sitzt da an der Quelle und ich habe Schüler in HD😉

  6. cspannagel sagt:

    Super Ideen!

    @Lisa Mach ich doch schon die ganze Zeit.🙂 Momentan gehen Studierende in einem Seminar an Schulen und schauen sich Informatikunterricht an, interviewen Lehrer usw. Das läuft allerdings nicht unter der Flagge „Bildungsreporter“, sondern ist vielleicht mehr als „Vorprojekt“ zu sehen. Die Idee, Schüler und Lehramtsstudenten zu Reportern zu machen ist aber wirklich super!

  7. Lisa Rosa sagt:

    Lehramtsstudenten können in einem Erkundungsprojekt, in dem sie in der Rolle von Reportern tätig sind, Schule, wie sie derzeit ist, explorieren und dort alle Gruppen (Schüler, Lehrer, Leitung) interviewen – z.B. darüber, wie sie lernen, was sie unter lernen verstehen, wie sie sich dabei fühlen …, – wär ja auch mal spannend, wenn die Lehrer und Leitungen nicht zum Lehren befragt würden, sondern zu ihrem eigenen Lernen: Wie lernt ein Lehrer, was lernt er, lernt er ÜBERHAUPT? Wie lernt eine Organisation (Schule)? Was muss sie lernen, oder versteht sie sich gar nicht so? … Da gäbe es ne Menge zu entdecken und anschließend zu kommunizieren und zu reflektieren für angehende Lehrer!

  8. @Lisa Ich gebe dir vollkommen recht – das wäre eine super Sache. Ohne dies in seinem Wert schmälern zu wollen, gibt es aber ein Problem: Man muss auch die entsprechenden Lehrveranstaltungen dazu anbieten, und dazu hat man nicht immer den notwendigen Raum. Beispiel: In diesem Semester halte ich beispielsweise fachmathematische Vorlesungen zum Thema „Algebra II“ und „Elementare Funktionen“ – da könnte man es kaum curricular rechtfertigen, wenn man Studierende Lehrer zu ihren eigenen Lernprozessen befragen lässt. In einer anderen Veranstaltung (eigentlich auch eine „Vorlesung“) setzen wir das Reporter-Konzept um, allerdings ebenfalls unter fachmathematischer Perspektive: http://tinyurl.com/yzxmfvy

    Im erziehungswissenschaftlichen oder allgemeindidaktischen Bereich kann man solche Dinge einfacher umsetzen. In den Fachdidaktiken zu Mathematik und Informatik muss man da schon gehörige Kreativität besitzen, um das Bildungsreporterkonzept in seine Veranstaltungen zu integrieren. Vielleicht habt ihr Ideen, wie man das machen kann?

  9. Eine große Chance sowohl für alle Akteure des Bildungssystems im engeren Sinne (Schule und Hochschule) als auch für andere wichtige Gruppen (z.B. Parteien), die ihr durch eure Initiative und euren Besuch perturbieren könnt. Was meint Ihr, was Ihr alles bewirken könnt, wenn Ihr mein Angebot annehmt, nach Ingolstadt zu kommen. Allerdings muss ich meine Parteileute auch für diese Idee gewinnen. Auf jeden Fall kann auf einen Schlag das Thema Bildung bei den Ingolstädter Grünen im Vorfeld Eures Besuches eine zentrale Rolle einnehmen. Wie etwa bei der Tour de France, wo jede Gemeinde, wenn sie auf dem Tour de France Parcours steht, plötzlich eine interne Revolution erfährt.
    Ich denke, wenn Ihr im Bildungssystem selbst bleibt, ist es natürlich eine gute Sache. Aber es wäre doch viel spannender, wenn Ihr versucht, andere relevante Gruppierungen zu perturbieren und aus der Bundesrepublik eine Bildungsrepublik – wie es immer schön heißt – tatsächlich zu machen. Ihr könnt auch den Bundesgrenzschutz als Bildungsanstalt perturbieren, die freiwillige Feuerwehr, das Rote Kreuz, usw. Es sind alle bildungsmäßig hochrelevante Insitutionen und Gruppierungen.
    Und zum Schluss die kontroverse Diskussion mit Torsten Larbig ausgelöst durch meinen Vorschlag:
    http://www.facebook.com/profile.php?ref=name&id=1103427143

  10. cspannagel sagt:

    Es scheint Probleme mit dem Kommentieren hier zu geben. Daher mal: test.

  11. Lisa Rosa sagt:

    @cspannagel Wenn Du fragst, wie das mit den Problemen der Fachdidaktik zu vereinbaren ist, dann ist doch gerade für Informatiklehrer an der Schule z.B. zu fragen: Wie gehen die mit Web 2.0 um? Oder: Was haben sie für einen Lernbegriff, sehen sie den nicht auf dem Prüfstand seit Web 2.0? Das wären grad interessante Fragen für Informatiklehramtsstudenten, die dann z.B. sehen, dass die traditionellen Informatiklehrer oft überhaupt kein Verständnis von Medienbildung im Sinne 2.0 haben, sondern bloß ihre informatische Bildung aufm Zettel. (Die Informatiklehrer an meiner Schule dachten z.B. wiki würde weiki ausgesprochen und hielten Blogs für Privattagebücher und social media für Freizeit-Poesiealben. Echt! Und diese Bewertung – sprich Ignoranz – haben dann auch die Informatikschüler übernommen – schade für sie und für die ganze Schule)

  12. @Lisa Klar ist das insbesondere für Informatiklehramtsstudenten interessant, und ich finde das Konzept ja auch super. Aber es passt eben auch nur in einen kleinen Teil der Lehrveranstaltungen im Fach Informatik. Dort geht es nämlich überwiegend nicht um Medienbildung, sondern um Informatik – und Fachdidaktik Informatik ist eben auch was anderes als Didaktik der informationstechnischen Grundbildung. Was ich summa summarum sagen will: Die Idee ist super, aber ich kann sie leider im Moment nicht umsetzen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.🙂

  13. […] Dezember 24, 2009 von cspannagel Die ersten Videoantworten zu den Bildungsreportern sind  eingegangen. Ich binvollkommen fasziniert von den Beiträgen und insbesondere von der Art, […]

  14. Sigi sagt:

    @Lisa deine Anmerkungen zu der Rolle der Informatiker an den Schulen sind leider harte Realität. In der Regel sind es nämlich die IT Lehrer, die dafür sorgen, dass vor der Nutzung des Internets die zeitraubende Überwindung von Hochsicherheitstraktkontrollen erforderlich ist und daurch viele Kollegen schon abgeschreckt werden. Die Auseinandersetzung mit Social Media, Wikis, ePortfolios etc wird schlicht verweigert und Kollegen, die versuchen, ihre Schüler im Umgang it diesen Tools in ihrem Lernen zu begleiten, sind höchst supekt und stellen mit ihren Wünschen nach mehr Öffnung eine permanente Bedrohung des Systems dar.
    @Christian: ich finde es gehört sehr wohl zu der didaktischen Grundausrüstung von IT Studenten, sich auch mal Gedanken zu machen, wie denn die Informatik in den Schulen nicht nur Selbstzweck sondern Hilfe und Unterstützung bei Lernprozessen ist und dazu gehört eben auch die Auseinandersetzung mit Web 2.0, eLearning, Wikis , Portfolios , LMS…. Das könnten die Studenten also sehr wohl im Rahmen des Curriculums erforschen.
    Und ausserdem: ich lasse es aus deinem Munde nicht gelten, dass etwas, was du für didaktisch sinnvoll erachtest, nicht in ein „Curriculum“ passt. Das ist immer die Entschuldigung von Kollegen, wenn man vorschlägt, ein Thema fächerübergreifend anzugehen, dann muss immer das Curriculum herhalten. Die Curricula heutzutage sind aber zum Glück so flexibel gestaltet, dass man fast alles irgendwo andocken kann. Ich verstehe andererseits, dass du als „junger“ Kollege nicht ganz so unbefangen mit Curricula umgehen kannst wie ich….. lass uns das mal im neuen Jahr zusammen besprechen, ja?
    @Christian P.S. bin ja jetzt doch beruhigt, die richtige Seite mit den Beiträgen wieder gefunden zu haben – du hast aber wohl auch viele Baustellen😉

  15. @Sigi

    1. Es sind keine IT Studenten, sondern Informatikstudenten. Das ist ein subtiler, aber wichtiger Unterschied.
    2. Ich sage ja auch, dass die Studierenden sich mit dem Computer als Werkzeug und dem Internet auseinandersetzen sollen. Dafür gibt es ja auch entsprechende Veranstaltungen, und dort würde die Idee der Bildungsreporter super reinpassen. Was aber soll ich deiner Meinung machen, wenn ich diese Veranstaltungen gerade nicht halte? Es sind eben auch andere Inhalte wichtig. Ich möchte auch nicht jemand sein, der in jeder Veranstaltung sein Steckenpferd reitet. Das nervt die Studierenden irgendwann, und zwar zurecht.
    3. Wie du sicher weißt, bin ich jemand, der das Curriculum extrem ausreizt (siehe z.B. AnOrMaL). Ich setze auch in allen Veranstaltungen das Web ein. Ich bin ja schließlich ein junger Kollege. Aber es gibt Grenzen. Zurzeit beispielsweise habe ich nur Mathematikveranstaltungen. Ich kann nicht in Algebra II Studierende an Schulen schicken und die Lehrer über den Einsatz des Web 2.0 interviewen lassen.
    4. Dein Gesprächsangebot ist nett, zurzeit weiß ich aber relativ gut, wie ich meine Veranstaltungen gestalte. Trotzdem danke.

    Ich will nochmals betonen: Ich finde die Idee gut, und sobald ich die Möglichkeit habe, werde ich es auch machen. Bis dahin werde ich aber mit meinen Studenten Exponentialfunktionen und Isomorphismen besprechen. Das bin ich ihnen und dem Curriculum sch uldig.

  16. ekirlu sagt:

    An dieser Stelle und nach dieser Diskussion stellt sich mir eine Frage:

    Es geht den Bildungsreportern doch nicht „nur“ um den Einsatz des Web 2.0 in der Bildung?

    Das fände ich schade. Es gibt soviel mehr Bereiche die Bildung aus machen und elektronische Hilfsmittel – digital wie analog – können Konzepte immer nur erweitern oder besser: bereichern. Die Konzepte, die dahinter stehen, didaktisch wie pädagogisch, gehören m. E. auch in den Fokus der Reporter.

    Weniges lässt sich da über Lehrveranstaltungen abdecken. Viel wichtiger finde ich aufmerksam zu machen auf die Aktion. In der Schule werden doch AG’s angeboten. Das wäre meiner Meinung nach eine Möglichkeit Schüler und auch Studenten (eine AG an einer Uni oder PH) einzubinden. Es gibt zwar nur einen kleinen Bruchteil Studenten die bereit sind sich mit Herzblut für etwas einzusetzen, dass keinen Schein gibt, aber die die dann mitmachen, sind dann eben auch wirklich engagiert.

    Eine Sache, die ich imme bedauere wenn ich mich so an der PH umsehe ist, dass unter den Profs und Dozenten wenig bis kein Austausch fakultätsübergreifend stattfindet. Andere Dozenten haben oft andere Seminare in denen sich Konzepte wie z.B. die Bildungsreporter umsetzen lassen. Doch die wissen oft nichts von den Ideen ihrer Kollegen. (Hautnah erlebt im Bereich IMI und Pädagogik).

    Vllt gibt es auch hier Möglichkeiten noch Ressourcen zu entdecken. (So im Sinne von Face-to-Face-Kommunikation)

  17. @ekirlu Den Bildungsreportern geht es ganz und gar nicht nur um den Einsatz von Web 2.0 im Bildungsbereich. Die Inhalte sind ganz offen (ich sag mal, „alles rund um Bildung“). Das „Medium“, das wir verwenden, ist aber natürlich das Web 2.0.

    Die Idee, andere Kollegen einzubinden, ist super. Vielleicht muss ich da noch offensiver auf andere zugehen. Ich werde mal schauen, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben…

  18. […] läuft ein neues Projekt von C. Spannagel, das sich wieder der Frage um den Stand von Bildung in Deutschland stellt, diesmal in Form eines […]

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