Bildung, Wissen und Kompetenz

Veröffentlicht: Mittwoch, Februar 9, 2011 in Bildung

Vor kurzem bin ich von Friedrich A. Ittner für den Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. interviewt worden: Ganzheitliche Ansätze oder Bildung vs. Kompetenz – Was wollen wir wirklich? In dem Interview ging es um ganz unterschiedliche Themen, die aber alle irgendwie zusammenhängen:

  • Wissen und Wissenserwerb
  • Bildung und Kompetenz
  • Messbarkeit von Bildung
  • Computer und programmierter Unterricht
  • E-Learning als Sparmaßnahme
  • Coaching

Das Interview findet ihr im online-stehenden Newsletter.🙂

Die Bedeutung der Begriffe „Bildung“ und „Wissen“ – im Gegensatz oder in Ergänzung des zurzeit häufig verwendeten Begriffs „Kompetenz“ – wird auch von einer nicht vor allzu langer Zeit gegründeten Gesellschaft für Bildung und Wissen in der Öffentlichkeit immer wieder hervorgehoben. Auf diese Gesellschaft möchte ich an dieser Stelle einmal verweisen, weil ich die Initiative sehr gut finde und selbst beigetreten bin.

In diesem Sinne…

Kommentare
  1. danke Christian, sehr interessant.🙂 werde es später in Ruhe lesen.

    Vor ein paar Tagen experimentierte ich in Second Life zusammen mit einem Freund mit Prezi. Wir fanden heraus, dass man dort auf den Medienprims auch an gemeinsamen Prezis in Echtzeit arbeiten kann, eine coole Sache !
    Während wir die einzelnen Funktionen checkten, (fast alle benutzbar) entwickelte sich eine Diskussion über unsere Visionen und Einschätzungen, die wir damit verbinden. Und zu meiner grossen Verblüffung waren sie sehr verschieden.

    K. meinte sinngemäss, die Entwicklung ginge dahin, „Informationswissen“ so auf zu bereiten, dass sie in kleinen Einheiten kombinierbar
    und in verschiedenste Lernprozesse mit verschiedensten (E-) Methoden integrierbar sind. In Prezi sieht er in erster Linie ein Instrument für Lehrende, in dem sich möglichst viel „content“ unterbringen und flexibel organisieren lässt.

    Ich dagegen sehe in Prezi ein hervorragendes Werkzeug für Lernende Partikel, Bezüge, Zusammenhänge selbst zu kreieren. Zooming in, Zooming out….und dem ganzen auch ästhetisch ansprechbare Dimensionen zu verleihen.

    K. meinte, das bräuchte viel zu viel Zeit, es müsse schnell und immer schneller gehen.
    Ein Abfüttern auf höhstem Niveau also ? „Wollen“ „wir“ das ? „Brauchen“ „wir“ das ?

    Wobei, der Diskurs hat gerade erst begonnen, ich kann es auch anders als polarisierend reflektieren. Die dahinter stehenden Menschenbilder und pädagogischen Ansätze stehen sich schon lange gegenüber, die gesellschaftlichen und technischen Dimensionen haben sich seit ihrem Entstehen drastisch verändert.

  2. Oliver Tacke sagt:

    Ein schönes Interview, regt zum Nachdenken an. Ich weiß aber nicht, ob jemand immer gleich auf die wirtschaftliche „Verwertbarkeit von Wissen“ abzielt, wenn er von Kompetenzen spricht. Ich selbst benutze den Begriff auch bei Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz. Das zerstückele ich auch nicht weiter. Dahinter steht bei mir schlicht das Zusammenwirken und Ausbalancieren von „ES“, „WIR“ und „ICH“ im Sinne der Themenzentrierten Interaktion, einem ganzheitlichen Ansatz zur Persönlichkeitsentwicklung. Aber statt in einem Gespräch oder einer Kursbeschreibung erst weit auszuholen und die TZI zu erläutern, kürze ich das über „Kompetenz“ ab.

  3. Manuela sagt:

    BILDUNG und Wissen…

    Lieber Christian,
    du hast mit deiner Frage: „Was wollen wir wirklich?“ meine Gedanken in Bewegung gebracht.
    Ja, was wollen wir wirklich?

    Wollen wir gebildete Menschen, die ihr Handeln reflektieren – oder wollen wir kompetente Menschen, die gut „funktionieren“ und ihre Arbeit ausführen, ohne sich großartig darüber Gedanken zu machen, warum und weshalb sie dies oder jenes machen?

    Was wollen „wir“?
    Oder besser gesagt: Was brauchen „wir“?

    Ich denke, dass die Zeit des Dressur-Lernens sehr bald der Vergangenheit angehören muss, um in Zukunft mündige Bürger in unserer Gesellschaft zu haben, die gerne Verantwortung für sich und Mitverantwortung für andere übernehmen.

    Menschen, die Werte leben und vor-leben. Menschen, die fähig sind, im Team zu arbeiten. Menschen, die Lust dazu haben, etwas zu bewegen und Lust darauf haben, unsere Gesellschaft mit all ihren kreativen Gedanken mitzugestalten.

    Für mich stellt sich die Frage, worin wohl der Grund liegen könnte, dass die Tendenz besteht, möglichst viel zu messen, zu analysieren, sich mit anderen zu vergleichen und zu bewerten.

    Was wollen „wir“ beweisen?
    Dass wir „WAS“ vermittelt haben?

    Und was ist dieses „WAS“?
    Dieses „WAS“, das wir vermittelt haben?

    Sind dieses „WAS“ die so genannten Kompetenzen?
    Kompetenzen, die messbar gemacht wurden?
    So scheint es zu sein.

    Ich denke, dass das, was echte Bildung ausmacht, gar nicht gemessen werden kann.
    Oder noch nicht gemessen werden kann.
    Wobei…
    Die Hirnforschung ist auf einem sehr spannenden Weg!

    :=))

    Wissen ist mehr als auswendig Gelerntes.
    Wissen, das auch im Leben angewandt werden kann, wird durch Lernerfahrung gebildet.
    Und in diesem Bereich gilt es, sich ernsthafte Gedanken zu machen.

    Lernen durch Erfahrung.
    Lernen durch Experimentieren.
    Lernen durch Ausprobieren.

    LERNEN – in einer Umgebung, in der sich unsere Schüler wertgeschätzt, ernstgenommen und angenommen fühlen.

    LERNEN – in einer Umgebung, die unsere Schüler einlädt und inspiriert, Entdecker und Gestalter dieser Welt zu sein.

    In einer Umgebung, in der der Lehrer den Lernprozess unterstützt – und nicht, wie es die Regel zu sein scheint, als Wissensvermittler und Notengeber fungiert.

    Und da sind wir wieder bei dem Thema „Lehrerbildung“.

    Was wir brauchen sind Lehrer, die den Lernprozess begleiten und unsere Schüler begeistern können.
    Lehrer, die eine Be-ziehung zu unseren Lernenden aufbauen können.
    Lehrer, die inspirieren und sich in die Gedankengänge unserer Schüler einfühlen können.

    Ja, so denke ich.

    Wo bekommen wir solche Lehrer her?
    Ich meine, Lehrer, die unsere Schüler auf ihrem Weg durch den Bildungs-Dschungel begleiten?

    Viele Grüße aus Oberbayern
    Manuela

  4. Johannes sagt:

    Hi Christian,

    spannendes Interview! Eine Stelle habe ich mir herausgegriffen, die für mich zentral ist:

    „Der Kompetenzbegriff ist unter anderem so attraktiv, weil Kompetenzen anscheinend messbar sind – im Vergleich zur Bildung.Kompetenz ist weitaus operationalisierbarer als Bildung und deswegen der Messung eher zugänglich.“

    Stimme Dir zu, denn Operationalisierung von Kompetenzen anhand von Skills oder Qualifikationen führt eben (trotz guter Werte der Güte) meist eher dazu, dass bei der Ergebnisdarstellung und -interpretation das enorm verkürzte Kompetenzverständnis keine Rolle spielt und kaum weiter beachtet wird.

    **Daumenhoch** für Deine anschließend folgenden Folgerungen & sonnige Grüße aus dem schönen Oberschwaben 8)

  5. […] Damit könnte ich mich anfreunden. Allerdings sehe ich folgendes Problem: Die Wünsche der Wirtschaft werden immer stärker in den Bildungsbereich übertragen. Aus diesem Grund gewinnt der Kompetenzbegriff in Schulen und Hochschulen einen zu starken Einfluss. Wir bereiten auf die Arbeitswelt vor, also müssen wir in Schulen und Hochschulen Kompetenzen vermitteln, denn die werden dort benötigt. Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Wir bereiten eben nicht nur auf die Arbeitswelt vor, sondern auf das Leben. Und hier greifen kompetenzorientierte Ansätze zu kurz.” Christian Spannagel, chrisp’s virtual comments, 9. Februar 2011 […]

  6. […] This post was mentioned on Twitter by Jochen Robes, chrisp. chrisp said: Kurz drüber gebloggt: Bildung, Wissen und Kompetenz: http://bit.ly/g3iozR […]

  7. BEGRIFFE

    Christian: […] Ich denke, der Kompetenzbegriff wird zurzeit zu sehr „gehyped“ […]

    1. wie ich den Kompetenzbegriff von John Erpenbeck http://preview.tinyurl.com/6arndct verstanden hatte ist er dort eher dem Humboldtschen Bildungsbegriff verwandt. oder ?

    2. mit diesem „hypen“ von diesem und anderen Begriffen glaube ich gleichzeitig eine Verfälschung, Verschiebung von Bedeutungen zu erkennen, die mit der von Jochen Robes kommentierten Übertragung der Wünsche aus der Wirtschaft in den Bildungsbereich zusammen hängen

    3. im gestrigen Gespräch für meine eigenen Ziel- und Leistungsvereinbarungen nahm ich z.B. folgendes zur Kenntnis: (wörtlich) „Innovation wird jetzt bei uns (dem 46 000 Mitarbeiter zählenden Konzern😉 ) ganz gross geschriebenabernatürlichnurimRahmen.

    4. Silence

  8. […] für Wissensmanagement e.V. hat in ihren aktuellen Newsletter veröffentlicht. Darin ein Interview mit Christian Spannnagel zur Frage nach ganzheitlichen Ansätzen von Bildung und den Widerspruch Bildung vs. Kompetenz. […]

  9. m.g. sagt:

    In letzter Zeit mussten wir neue Studienordnungen entsprechend gewisser Kompetenzen mit Leben erfüllen.

    Unter anderem stellen wir uns demnächst der Aufgabe, unsere Absolventen entsprechend der fogenden Zielstellung auszubilden: „Sie (die Absolventen, m.g.) können mathematische Probleme lösen.“

    Ein kritischer Blick auf meine eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zeigt Folgendes auf:
    Ich bin nicht gerade hochbegabt, was meine Möglichkeiten, Mathematik zu verstehen und anzuwenden, anbelangt.
    Es gibt sicherlich das ein oder andere mathematische Problem, das ich einer Lösung zuführen könnte,
    die Anzahl der mathematischen Probleme, deren Lösung sich mir verschließen wird, ist demgegenüber jedoch wesentlich größer.

    Mehr noch: Man darf wohl davon ausgehen, dass es unendlich viele mathematische Probleme gibt. Von diesen unendlich vielen könnte ich ein paar wenige lösen.
    Bilanz: Von unendlich vielen mathematischen Problemen bin ich in der Lage, eine geringe (endliche) Zahl von Problemen zu lösen. Solche Größenverhältnisse beschreibt der Mathematiker mit „fast alle“, also alle mathematischen Probleme, bis auf endlich viele, kann ich nicht lösen.

    Anders ausgedrückt: Ich kann so gut wie kein mathematisches Problem lösen. Mit meiner Kompetenz bezüglich des Lösens mathematischer Probleme scheint es nicht weit her zu sein.

    Bisher ist das niemandem so richtig aufgefallen, weshalb mir die Erlaubnis zuteil wurde, angehende Mathematiklehrer ausbilden zu dürfen. Diese Entscheidung bezüglich meiner beruflichen Befähigung wurde jedoch in grauer Vorzeit getroffen, also in Zeiten, da wir noch keine kompentenen Absolventen ausbildeten, diese dafür während ihres Studiums mit allem möglichen Unfug drillten.

    Vielleicht muss ich mir demnächst doch eine andere Tätigkeit suchen. Leider wurden mir, wie es damals halt so üblich war, diesbezüglich keine Kompetenzen auf meinen Lebensweg mitgegeben.

    Das einzig Tröstliche ist, dass es wohl auf jeden, also auch auf den hochbegabten Mathematiker zutrifft, dass er im oben erläuterten Sinne fast kein mathematisches Problem lösen kann.

    Vielleicht wäre es bei dieser Sachlage angemessen, unsere Forderung nach Problemlösekompetenz bezüglich mathematischer Probleme wie folgt zu formulieren: „Es gibt mathematische Probleme, die unsere Absolventen lösen können.“

    Sicher hört sich die Formulierung dieser Kompetenz ein wenig merkwürdig an, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die obrigkeitshörigen Kompetenzschreiberlinge das Ganze schon in einen angemessenen Wortlaut überführen könnten.

    Ob eine derartige Formulierung jedoch gewollt wird, wage ich zu bezweifeln.
    Für mich stellt sich die Kompetenzsachlage wie folgt dar:

    Auf der einen Seite ist diese momentan politisch gewollte 100-prozentig kompetenzorientierte Ausrichtung des deutschen Bildungssystems einem traurigen Menschenbild geschuldet:
    Wir alle sind vor allem Rädchen in einem ökonomischen Getriebe. Alles, was dieses ökonomische System uns bezüglich unseres Menschseins erlaubt, bezieht sich auf eine mittelfristige gewinnbringende ökonomische Verwertbarkeit. Anspruchvolle Filme im Privatfernsehen? rechnet sich nicht. Du kannst dir die Karten für die Oper nicht leisten? Mach es doch wie die Familie aus dem Fernsehen, gründe eine Firma und verkaufe diese mit Gewinn, dann kannst auch du dir die Oper leisten.

    Ja, es wird eng an den Fleischtöpfen der Republik. Blödsinn: Es sind ja immer weniger, die sich an den Fleischtöpfen bedienen können. Bleiben die Resttöpfe und an denen wir es wirklich eng.
    Letzteres bleibt dem schwäbischen Bahnhofsrevoluzzer im Jack-Wolfskin-Outfit nicht verborgen. Nun, ihn selbst betrifft es nicht so sehr, er hat sich in dieser Gesellschaft eingerichtet und findet sie vom Prinzip her auch ok. Was ist aber mit seinen Kindern? Diese laufen tatsächlich Gefahr, nicht mehr an die Resttöpfe heranzukommen. Was tun?

    Das Grün der Jack-Wolfskin-Jacke verdeckt das gelb-blaue Denken nicht wirklich. Dementsprechend treffen die gutmenschlich verbrämten neoliberalen Kompetenzforderungen auf offene Ohren. Das insbesondere auch deshalb, weil mit der suggerierten (Pseudo-)messbarkeit der Kompetenzen auch eine gewisse Einklagbarkeit gegenüber den schulischen Einrichtungen möglich scheint. Jetzt bedarf es nur noch eines kleinen Tricks: Wir formulieren die Kompetenzen zum einen sehr abstrakt, so dass sie zu Worthülsen werden. Damit sind wir alle sehr schnell kompetent. Teilkompetenzen werden nun wiederum so eng gefasst, dass sie kaum noch als echte Kompetenz durchgehen dürften. Was solls, Pisaaufgaben sind dann einfach per Dekret wertvoll.

    Lieber Christian,
    was will ich mit dem obigen Geschwalle eigentlich ausdrücken: Du erinnerst Dich vielleicht an unser erstes Gespräch im Karl. Wir faselten über Gott, die Welt und wahrscheinlich auch über Studienordnungen. Neben Weizenbier schlichen sich zwangsläufig politische Aspekte in unser Gespräch. Ganz Vertreter einer jüngeren Generation (im Vergleich zu mir) meintest Du, dass Politik nicht so Dein Ding wäre. Vielleicht macht es aber Sinn, politische Aspekte bei gesellschaftswissenschaftlichen Fragen mit zu berücksichtigen?

    Grüße
    Micha

  10. cspannagel sagt:

    Lieber m.g.,

    vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar, der mich wieder einmal dazu bewegt dir vorzuschlagen, dass du UNBEDINGT anfangen musst zu bloggen!🙂

    Zu deinem Ausführungen bzgl. Kompetenz ist nichts hinzuzufügen. Ich finde es auch schwachsinnig. Oder, anders gesagt: Vielleicht ist die ursprüngliche Idee, zu formulieren, was Studierende so am Ende ihres Studiums alles können sollen, gar nicht schlecht. Gelandet sind wir aber in einem Bürokratismus, der Papierberge produziert.

    Zur Politik: Tja, ich weiß auch nicht. Klar, man muss die politischen Einflüssen berücksichtigen, wenn man verstehen will, wie im Bildungsbereich irgendwas zustandekommt (oder auch nicht). Aber muss man dadurch gleich selbst zum Politiker werden? Wenn ich verstehen will, welchen Einfluss die Kirche auf die Entwicklung des Abendlandes hatte, muss ich ja auch nicht katholisch werden. :-))

  11. Ulrike Glembotzky sagt:

    Hallo Christian,

    ich finde dein Interview sehr interessant, da ich mich momentan im Studium wiederholt mit dem Thema Kompetenzentwicklung beschäftige.
    Mein Fokus ist dabei weniger auf die Messbarkeit von Kompetenzen gerichtet als vielmehr auf deren Entwicklung.
    Besonders interessant finde ich das Thema der Entwicklung defizitär entwickelter Kompetenzen, aber das nur am Rande.

    Für mich ist es nicht ganz leicht, mir das Verhältnis von Bildung und Kompetenzentwicklung vorzustellen. Ich war schon an dem Punkt, dass ich mir unter Kompetenzentwicklung mehr vorstellen kann als unter Bildung. Ich hätte gern mal eine bessere Vorstellung – im Grunde von beiden Begriffen und auch von deren Unterschieden und Gemeinsamkeiten.

    Ich denke, es wäre wichtig, dass beide Begriffe unabhängig von ihrer Rezeption betrachtet werden. M.E. würde ich gern das „Hypen“ des Kompetenzbegriffs bei der Betrachtung desselben weglassen. Ich weiß, dass dies zum normativen (fade) Beigeschmack des Kompetenzbegriffs wird, aber denke, dass Kompetenz unabhängig davon schon eine wichtige Bedeutung hat und Sinn macht (egal wie sehr er gehypt wird oder falsch verwendet wird oder gar instrumentalisiert wird vom Wirtschaftssektor).

    Könnte man in diesem Zusammenhang nicht grundsätzlich sagen, dass Bildung und Kompetenz wertfreie Begriffe sind?
    Sie werden ja erst durch die Bedeutung (die immer auch subjektiv ist), die wird ihnen beimessen zu normativen Begriffen, oder sehe ich das falsch?

    Jetzt bin auch ich nicht frei von dieser subjektiven Bedeutungszuschreibung. Daher macht für mich der Kompetenzbegriff ganz genau den Sinn, dass ich Gelerntes anwenden kann – und das ist ein von mir persönlich gewünschter Zustand.

    Sind vielleicht Bildung und Kompetenz gar nicht so arg voneinander abzugrenzende Begriffe?
    Sie können doch bestimmt auch zusammen gedacht werden…

    Viele Grüße
    Ulrike

  12. @Ulrike „M.E. würde ich gern das „Hypen“ des Kompetenzbegriffs bei der Betrachtung desselben weglassen.“ Ja, du hast recht. Dasselbe Argument habe ich bei einem anderen Weblog-Artikel bzgl. dem Begriff „Authentizität“ angebracht.🙂
    https://cspannagel.wordpress.com/2011/02/26/uber-ehrlichkeit-aufrichtigkeit-und-authentizitat/

    Vielleicht ist man bei Begriffen, die man mag, toleranter gegenüber Hypes….

  13. Hans sagt:

    Nur als Gedankensplitter zur Anregung:

    – Der Begriff der Emanzipation ist bislang nicht thematisiert worden und das finde ich sehr spannend! Denn: könnte Emanzipation etwas mit dem Ziel von Bildung zu tun haben?🙂

    – gibt es im Kontext noch andere relevante Begriffe, die auch nicht (mehr) hype sind? Und was sagt uns das?

    kopfschüttelnd grüßt

    Hans

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s