Memento mori

Veröffentlicht: Sonntag, Mai 29, 2011 in Philosophie

Memento mori. Bedenke, dass du sterblich bist. Dieser Spruch war ursprünglich gegen die Überheblichkeit (eines siegreichen Feldherrn) gerichtet in dem Sinne, dass man bedenken soll, dass man nur ein Mensch (und kein Gott) ist. Wiederentdeckt habe ich den Spruch auf dem Würzburger Friedhof. Die Tatsache, dass er über dem Eingang eines Friedhofsgebäudes steht, versieht ihn für mich mit einer anderen Bedeutung: Bedenke, dass du nur ein einziges Leben hast. Denke daran, dass du sterblich bist, und dass du nur eine einzige Gelegenheit hast, aus deinem kostbaren Leben etwas zu machen. Diese Bedeutung ist für mich so zentral, dass ich den Spruch vor einiger Zeit mehr nebenbei zu meinem Weblog-Header gemacht habe. In diesem Beitrag möchte ich ein paar Gedanken dazu los werden.

Vielleicht muss ich noch kurz vorausschicken, welche Auffassung ich vom Leben und vom Tod habe. Ich vermute stark, dass es kein ewiges Leben und dass es keine Wiedergeburt gibt. Das heißt: Nach dem endlichen Leben folgt eine unendlich lange Zeit des Nichtseins. Das muss man sich mal wirklich BEWUSST machen: Man hat nur endlich viel Zeit. Letztlich habe ich also nur die Möglichkeit, bis zu meinem letzten Atemzug hier auf der Erde mein Leben auszuleben. Ich kann nichts auf weitere Leben verschieben oder mir etwas für kommende Leben aufheben. Ich kann also auch nicht auf ein anderes oder besseres Leben nach dem Tod, im Paradies oder sonst wo, hoffen. Ich muss mein Leben jetzt leben. Heute.

Ich bin alleine auf diese Welt gekommen, und ich werde alleine gehen. Und, in letzter Konsequenz bin ich auch zwischendrin alleine. Keinem Menschen ist mein eigenes Leben so wichtig wie mir selbst. Ich habe also eine große Verantwortung gegenüber meinem Leben. (Natürlich auch gegenüber anderen Menschen, aber ich nehme in diesem Artikel absichtlich mal eine egozentrische Perspektive ein.) Mein Leben muss mir enorm wichtig sein. Auch das nochmal, um es sich wirklich BEWUSST zu machen: Ich bin alleine für mein Leben verantwortlich.

Ich muss also dafür sorgen, dass mein Leben schön, aufregend und phänomenal ist. Und ich muss aufpassen, dass ich mich nicht der Bequemlichkeit hingebe. Bequemlichkeit ist lebensfeindlich. Viele Menschen hocken Abend für Abend vor dem Fernseher. Das ist wahnsinnig bequem. Es gibt tausend Möglichkeiten, vor sich hinzudümpeln. Möchte man sich, wenn man am Ende seines Lebens auf sein Leben zurück blickt, fragen: „Warum habe ich mein Leben nicht gestaltet? Mist, ich habe viel zu viel gedümpelt!“ Diese Überlegung muss ich aber jetzt ernst nehmen und entsprechend handeln. Und mit jetzt meine ich JETZT und nicht morgen und nicht demnächst.

Nicht dümpeln heißt für mich auch: Bei der Arbeit nicht in Routine verfallen. Routine ist wichtig, damit bestimmte Dinge automatisiert bzw. einfach von der Hand gehen. Diese Routine kann man aber nutzen, um neue Dinge auszuprobieren. Ich erwische mich selbst immer wieder dabei, wie ich bei Lehrveranstaltungen routiniert vorgehe, wie mich diese Routine langweilt, und ich sehe dann, wie schlecht die Veranstaltungen werden. Ich muss stattdessen die Routine Wert schätzen in dem Sinne, dass sie mir Freiräume gibt, Neues auszuprobieren.

Nicht dümpeln heißt für mich auch: Alles hinterfragen. Nichts als gegeben hinnehmen. Hierzu zählt für mich auch die Frage, ob ich eine Partnerschaft führen möchte oder nicht (siehe die Diskussion zu Märchen und Beziehungen). Die meisten Menschen in meiner Umgebung haben eine solche Partnerschaft (oder wollen vom Prinzip her eine haben). Aber ist das gut? Kann sein… aber die Tatsache, dass es alle machen, sollte einen nicht von der Verantwortung entbinden, darüber nachzudenken, ob es für einen selbst richtig ist und ob man das auch möchte. Die Gefahr ist groß: Muster, die in der Gesellschaft um einen herum vorgelebt werden, werden gerne übernommen., weil… naja, es ist bequem, man eckt nicht an, und vielleicht kommt man auch gar nicht auf den Gedanken, dass man darüber mal nachdenken könnte.

Möchte man weiter einer Arbeit nachgehen? Möchte man lieber den Job wechseln? Fühlt man sich in einer Beziehung noch wohl? Das sind alles Fragen, über die man nachdenken kann, deren letzte Konsequenz aber mitunter sehr unbequem sein kann und man die Beantwortung dann doch lieber lässt. Es ist so viel leichter, einfach so weiter zu machen wie bisher. Später wird man sich aber vielleicht sagen: „Hätte ich doch nur auf meine innere Stimme gehört, mein Unwohl-Fühlen wirklich wahrgenommen.“

Ich selbst habe viel zu lange (letztlich drei Jahrzehnte lang) Muster übernommen, zu sehr darauf geachtet, was andere für richtig halten, bin zu wenig meinen eigenen Überzeugungen gefolgt (bzw. habe übernommene Muster für meine eigenen Überzeugungen gehalten). Ich bin noch weit weg davon, mich rundum glücklich mit meiner Lebensführung zu fühlen, Gegebenes nicht einfach hinzunehmen und eigene Vorstellungen zu entwickeln (also, wirklich EIGENE). Aber ich bin einen Schritt weiter als früher, und das gibt mir Mut, weiter zu machen. Mein Weg ging bislang von der Übernahme dessen, was andere machen, zum Wehren gegen das, was andere machen. Das Ziel muss aber sein: Mir muss im Hinblick auf mein eigenes Leben wurscht sein, was andere machen. Es geht nicht um Übernahme, es geht nicht um Abgrenzung. Es geht um kreative Neuerschaffung des eigenen Lebens. Natürlich darf man sich von anderen Lebensführungen inspirieren oder abschrecken lassen. Wichtig ist aber, dass man darüber nachdenkt, reflektiert, und begründete Entscheidungen trifft. Hauptsache, man kann sich selbst am Ende des Lebens nicht vorwerfen, sein Leben nicht selbst in die Hand genommen zu haben. Man muss permanent an sich arbeiten. Ich mache das noch nicht besonders lange, aber ich bin „im Prozess“, wie man so schön sagt. Und ich bin froh, dass ich das jetzt erkannt habe und nicht erst in 50 Jahren.

Das Problem dabei ist nämlich: Der eigene Tod ist weit weg, und man sieht nicht immer die Notwendigkeit, sich wirklich Gedanken machen zu müssen. Man hat ja noch so viel Zeit, also… erst mal dümpeln? Nein: Memento mori.

Wie geht es euch mit eurem Leben?

Kommentare
  1. Lisa Rosa sagt:

    „mist, ich habe viel zu viel geduempelt“ – schoen gesagt!
    ich seh alles genau wie du. und seit ich letztes jahr dem tod noch mal von der schippe gesprungen bin, sehe ich es so: konzentration auf das wesentliche. und was wesentlich ist, das bestimme ich selbst. wesentlich: gute beziehungen, sinnvolle taetigkeit, achtsamkeit. und so handeln, dass ich mich fuer nichts schaemen muss. und: musse statt duempeln😉

  2. Lieber Christian, das ist ein unglaublich persönlicher, aufrichtiger Artikel, der mich ausgesprochen nachdenklich gemacht hat (und dazu motiviert hat, um kurz nach fünf aufzustehen, um vor der Arbeit noch schnell meinen „Senf“ dazuzugeben :-)).
    MEMENTO MORI… Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, an dem ich mir meiner eigenen Vergänglichkeit zum ersten Mal so RICHTIG bewusst geworden bin – ich war gerade 19 geworden, stand im Bad und machte mich zum Weggehen fertig, guckte in den Spiegel…und da überfiel mich die Erkenntnis, irgendwie völlig aus heiterem Himmel und mit solcher Wucht, dass mir übel wurde und ich mich erstmal auf den Wannenrand setzte. Obwohl ich schon ziemlich früh mit dem Tod konfrontiert worden war, hatte ich all die Jahre munter vor mich hingelebt – „gedümpelt“ – und war davon ausgegangen, das geht bis in alle Ewigkeit so weiter, hatte gedankenlos jeden Tag als selbstverständlich hingenommen…und jetzt sah ich mit einem Mal der Wahrheit ins Gesicht: irgendwann ist Feierabend, wenn ich Glück habe, in 60 Jahren, wenn ich Pech habe, schon morgen.
    Nach diesem Abend habe ich natürlich auch erstmal damit angefangen, darüber nachzudenken, was „danach“ wohl kommt – die Vision vom ewigen Leben, vom Paradies, von mir aus auch von der Wiedergeburt, das alles klang sehr tröstlich, aber in meinen Augen auch reichlich unglaubwürdig (leider, muss ich sagen – ich beneide diejenigen, die so fest und unerschütterlich sind in ihrem Glauben!). Deswegen fasste ich den Entschluss, dann doch lieber „auf Nummer sicher“ zu gehen und das Leben zu LEBEN, jeden Tag als etwas Besonderes zu sehen, als ein Geschenk.
    Natürlich habe ich mich damals nicht hingesetzt und eine „To do-List“ angefertigt mit all den Dingen, die im Laufe dieses Daseins „abgearbeitet“ werden sollten, aber mir ist aufgefallen, dass es mir plötzlich 1000x leichter fiel, auch schwierige Entscheidungen zu treffen und bestimmte Risiken einzugehen, die andere gescheut hätten, mich auf Abenteuer einzulassen, bei denen mir mein Umfeld nur kopfschüttelnd sagte, „jetzt ist sie VÖLLIG durchgeknallt!“ Für MICH hat es sich aber immer RICHTIG angefühlt – sei es die Entscheidung gewesen, nach Australien zu gehen und dort im Outback ein völlig neues Leben (LEBEN!!!) auszuprobieren, dort das Ganze mit Pauken und Trompeten in den Sand zu setzen (buchstäblich…), TROTZDEM den Kopf hoch zu halten und hier in Deutschland wieder von vorne anzufangen; seien es all diese kleinen Entscheidungen, die ich jeden Tag hier treffe – mich auf Neues einzulassen, Unbekanntes kennen zu lernen, ungewöhnliche Menschen zu treffen, meinen eigenen Horizont zu erweitern.
    Viele meiner Entscheidungen mögen im Nachhinein nicht besonders clever gewesen sein – manchmal bin ich auch ganz bewusst sehenden Auges ins Unglück gerannt und werde es im weiteren Verlauf vermutlich noch öfter tun -, aber ich habe das Leben immer GESPÜRT, und selbst der bewusst gefühlte Schmerz war/ist mir in seiner größten Intensität um einiges willkommener, als abgestumpft herumzudümpeln, zeigt er doch: „Hallo, du bist am Leben!“. Hätte ich diese letzten Jahre Abend für Abend vor dem Fernseher verbracht und mich immer nur auf eingefahrene Routine beschränkt, mein Gott, was wäre mir entgangen…
    Dir wünsche ich von ganzem Herzen, dass Du Dir diese Neugierde beibehältst, diese Lust aufs Leben, diese Bereitschaft und den Mut, Dich nicht nur auf Neues einzulassen, sondern es auch kritisch zu hinterfragen. Die Reise auf dem Weg zu „uns selbst“, sie ist ein lebenslanger Prozess – und auf die Gefahr hin, ab und zu mal anzuecken, behalte es bei, die von Millionen anderen ausgetreten Pfade dann und wann zu verlassen, um DAS zu finden, was das Leben für Dich einzigartig macht und lebenswert.
    „Dem Leben nicht mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben“🙂

  3. Fräulein Fridur sagt:

    Das Wesentliche: persönliche Entwicklung, charakterlicher Feinschliff, fließen lassen, Menschen und ab und an mal ein Kirschbier und Flausen im Kopf.
    Wie jeder sein Leben lebenswert gestaltet und wie er es schafft sich die Freude daran zu erhalten, ist vermutlich nicht wirklich pauschalisierbar.
    Das aus dem Stehgreif, wenn ich jetzt nur mehr Zeit hätte… verflixte Termine!😉

  4. Jan-Martin Klinge sagt:

    Ich bin voll auf deiner Linie.
    Als Christ bin ich zusätzlich davon überzeugt, dass es „Mehr“ gibt, als nur dieses Leben.

    Und wäre das nicht sensationell? Sein Leben als Geschenk betrachtet zu haben, voll gelebt zu haben und dann festzustellen: Mensch, es geht sogar noch weiter?😀

  5. psychotherapeuten berichten, dass in den letzten jahrzehnten immer mehr klienten mit der klage zu ihnen kamen: ich fühle mich irgendwie so… leer. –
    für mich ist auch das spüren das wichtigste.
    allerdings bezweifle ich, dieses spüren können DIREKT steuern zu können. was passiert, wenn wir sagen: sei spontan ! spüre DICH richtig ! spüre dich RICHTIG ! jetzt ! und immer ! ? –

  6. biwiuli sagt:

    Hallo Christian,

    Mein „Senf“:
    ich sage ja dazu, ohne das mit Memento mori in Zusammenhang zu bringen.
    Ob man nur ein Leben hat, oder wie lange man lebt, das kann man zwar mit in die Wagschale werfen, muss man aber nicht.

    Man kann auch sagen, „ich mache was ich will, nicht mehr und nicht weniger.“ Warum? Weil es viel zu wenige Menschen gibt, die das tun, aber um so mehr Menschen, die es gerne tun würden.

    Es ist toll, wenn es mal wieder jemanden gibt, der da eine Ausnahme macht. Warum? Das ist gut für dich, weil es dir dann besser geht und das ist gut für uns, weil wir dann nicht zu bequem werden😉

    Ich wünsche dir dabei einen durchschlagenden Erfolg.

  7. cspannagel sagt:

    Outback, Kirschbier und Flausen im Kopf: Genau!🙂

    @Jan „Und wäre das nicht sensationell? Sein Leben als Geschenk betrachtet zu haben, voll gelebt zu haben und dann festzustellen: Mensch, es geht sogar noch weiter?“ – Ja, das wäre natürlich toll. Die Gefahr liegt allerdings darin, vorher zu glauben, es geht weiter. Dann nimmt man das jetzige Leben und dessen Endlichkeit nicht mehr so arg ernst. (Ist ja alles kein Problem, geht ja dann weiter.) Also, mein Vorschlag wäre: Wir glauben mal nicht daran, dass es weiter geht, leben intensiv, und lassen uns dann vielleicht überraschen. Und, ehrlich: Die Christen sind ja nicht gerade diejenigen, die sich 2000 Jahre lang dadurch ausgezeichnet haben, dass sie ihr irdisches Leben genießen. (Aber, ich will die Diskussion zum Christentum gar nicht losbrechen, das wäre mal ein eigenen Blogartikel wert. Oder mehrere. :-))

    @Jutta Solche Veränderungen gehen über Jahre, wenn nicht gar über ein ganzes Leben und sind niemals wirklich abgeschlossen. Was nicht bedeutet, damit JETZT zu beginnen, aber völlig im Bewusstsein, dass das alles lange dauert und unter Umständen ein steiniger Weg ist.

  8. m.g. sagt:

    Lieber Christian,
    das mit dem Kirschbier würde ich lassen und lieber ein anständiges Weizen wählen. Manchmal sollte man auch etwas weniger über das Leben nachdenken. Mit der Philosophie „Tiitties ’n Beer“ (Zappa) geht es auch ganz gut.
    Ich schätze wir sollten endlich mal grillen.
    Gruß
    Micha
    PS:
    Vielleicht sind Deine musikalischen Vorlieben auch zu düster?

  9. Fräulein Fridur sagt:

    Pah. Kulturbanause. Ein schnödes Weizen einem Kirschbier vorziehen? Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

    „Die Gefahr liegt allerdings darin, vorher zu glauben, es geht weiter. Dann nimmt man das jetzige Leben und dessen Endlichkeit nicht mehr so arg ernst“. Einspruch, euer Ehren, da hegt das Frollein zum Punkt Sense und aus eine andere Ansicht.
    Jan-Martins Kommentar finde ich da ganz wunderbar, auch wenn er und ich von der Extrarunde vielleicht andere Vorstellungen haben. Ich denke da ja eher: cool. Mein jetziges Leben ist schon die Wucht und ich will es auskosten, wie toll ist das denn, wenn ich das nochmal haben könnte?! Alles eine Sache der Perspektive. Was aber auch noch angemerkt sein möchte: natürlich halte ich mir nicht tagtäglich vor Augen „Obacht, Frollein, du musst jetzt so handeln, damit dein Leben angefüllt beendet werden kann“. Das macht vermutlich niemand. Aber so alle paar Monate mal überprüfen, ob der Kurs noch stimmt und man mit sich im Reinen ist, ist für mich schon wieder ganz praktikabel. Ich schließe vorerst mit einem Zitat:
    „Manchmal sollte man auch etwas weniger über das Leben nachdenken.“
    …genau. Im richtigen Moment zu denken und daraus die passenden Schlüsse zu ziehen, ist die Kunst. Sagt das Frollein.

  10. Fräulein Fridur sagt:

    Oh. Das klingt jetzt total unhöflich, eigentlich wollte ich aber nur ein wenig sticheln. Für den „Kulturbanausen“ entschuldige ich mich.

  11. Biki sagt:

    Hallo Christian,
    Du sprichst ein für mich ein ganz aktuelles Thema an. Vielleicht braucht man wirklich solche Aha-Momente, um überhaupt auf den Gedanken zu kommen, es könnte nicht immer weiter gehen.
    Im Herbst kam für mich dieser Moment, dass alles ganz knapp war. Seitdem nehme ich zwar jeden Tag bewusster wahr, bin aber dieses Panikgefühl noch nicht los. Es könnte tatsächlich morgen vorbei sein. Das hemmt mich momentan noch stärker als dass es sich positv auswirkt.

    Viel wichtiger ist mir seitdem meine Partnerschaft geworden. Ich hatte lange keine, aber diese jetzt ist für mich richtig gut. Sie engt mich nicht ein, im Gegenteil. Ich kann mich darauf stützen und wage nun neue Schritte allein, andere gehen wir gemeinsam. Im kreativen Neuschaffen sind wir ganz gut. Normales Zusammenleben passt eh nicht. Die Beziehung kann für uns beide nur befriedigend sein weil wir beide Querköpfe sind und kurvige Lebenswege hatten.

    Langweilende Routine hat sich (bisher) weder in der Partnerschaft noch im Beruf entwickelt. Ein bisschen mehr Konstanz und Wiederholung würde ich als entlastend empfinden. Aber es tut auch immer wieder gut, Herausforderungen anzunehmen. Aktuell bastle ich sehr stark an beruflichen Entwicklungen: 3 Aufstiegs-Stellen abgelehnt, stattdessen Sabbatjahr eingereicht🙂, mache mich bei Entscheidungen wichtiger und lenke mit. Empfinde ich alles als sehr positiv und wenig dümpelnd.

    Einige Dümpeljahre habe ich schon hinter mir. Inklusive massiver Unzufriedenheit, großer Unsicherheiten über die Herkunft des Gefühls und mehrerer Versuche, auzubrechen.
    Noch bin ich nicht 40 – aber ich bin gespannt, welche Türen sich öffnen und wie mein nächstes Mal Kursbestimmung ausfällt. Älter werden macht ja auch weiser und fokussiert den Blick – oder?

    Vielen Dank für die Anregung, mal wieder grundlegend darüber nachzudenken!

  12. @Christian „solche prozesse dauern länger..“
    wem sagst du das, hehe.
    ich bin ja eine veränderungstoolbastlerin. insofern interessieren mich die steuerungsmöglichkeiten dieser „etwas länger gehenden“ prozesse🙂

  13. FriederK sagt:

    Zur Fundierung des Themas die Anregung bei einem klassischen Denker des Altertums nachzulesen:
    Seneca, De brevitate vitae, Von der Kürze des Lebens. Reclam 1847

  14. cspannagel sagt:

    @m.g. Jaaaaaa, grillen!!!!! Ich komme SOFORT zu dir, sobald du den Grill anwirfst! Und nur mit dem coolen Grill, den man updaten kann, ja?

    Und: Meine musikalischen Vorlieben sind nicht zu düster; sie sind genau angemessen nachdenklichkeitsfördernd!🙂

    @Fräulein Fridur Einspruch, eure Hoheit!🙂 Ich finde den Gedanken, dass es danach noch weitergehen könnte, ja auch cool. Was ich schlecht finde, ist, davon auszugehen! Und – mit Verlaub – Christen tun das. (Ich weiß, wovon ich rede, ich war selbst 18 Jahre lang in dem Verein und habe die komplette Messdienerhierarchie bis zum Zeremoniar durchschritten, jaja.)

    @Biki „Älter werden macht ja auch weiser“ – Ich hoffe es stark.🙂 Wichtig ist dabei: Erfahrung ansammeln alleine genügt nicht. Sie muss reflektiert werden. Insofern bin ich schon für drüber nachdenken (an alle, die lieber Titties’n’Beer bevorzugen :-)).

    @FriederK Seneca ist ja auch nicht grade ein Hedonist, oder?😀 Aber tugendhaft war er, der Mensch. Insofern: Passt.😀

  15. cspannagel sagt:

    Oh, ziemlich viele Smilies in meinem letzten Beitrag. Aber das war mal notwendig, in meinen vorherigen Beiträgen hab es einen Smilie-Unterlauf.

  16. jan-martin sagt:

    @christian: ich möchte kurz einen ganz spannenden Artikel aus der Zeit einbringen, der nur auf den ersten Blick unpassend scheint. Dort ärgert sich ein Vater über G8 und bringt einen ganz wichtigen Punkt im Leben (memento mori) ein: Langeweile.

    Ich halte Pausen, Sabbat, Besinnung, Langeweile, Reflektion für ganz wichtige Phase. Gerne und oft mit durchgedrücktem Gaspedal durchs Leben – aber auch oft und gerne Pausen. Mal ne Stunde im Garten in der Sonne bräzen😉
    Für Kinder ganz wichtig – für Lehrer erst recht😀

    http://mobil.zeit.de/2011/22/DOS-G8

  17. Fräulein Fridur sagt:

    „Was ich schlecht finde, ist, davon auszugehen! “
    Jetzt wirst du kleinlich.

    „…und Christen tun das“ Jetzt werde ich kleinlich: die Monotheistische Religion als solche in ihrer Ausrichtung vielleicht, aber nicht per se jeder, der sich Christ nennt. Hm… hat nicht jede große monotheistische Religion irgendwie eine Idee davon, wie es nach dem Ableben weitergeht?
    Und selbst wenn man davon ausgeht, anstatt es aus der Extralevelsicht zu betrachten: was würde das verändern? Das Argument der ent-ernsthaftigung zieht nicht😉
    Da finde ich eher bedenklicher, dass die Integrierung des ganzen Memento mori zu einer unschönen Fixierung auf zukünftige Ereignisse führen könnte und man sein Leben nur noch danach ausrichtet. Oh Mann… ziemlich Barock, dieser ganze Kram. Da verzichte ich dann doch ganz gerne drauf. Das macht nur depressiv, sich tagtäglich vor Augen zu führen: Na toll. Jetzt gibst du dir ein Leben lang Mühe und am Ende ist es doch latte (ausgehend davon, das eben nix kommt). Gerade deshalb ist es doch schön denken zu können, dass da nochmal so was tolles kommt. Wobei… so genau weis man das vermutlich gar nicht… *grübel*
    Aber ist doch ein toller Beweis an die Hingabe zum Optimismus, das so zu sehen😀
    Außerdem: mit nur einem Leben hat der Tod so was bilanzhaftes. Die große Rechnung kommt am Ende und wehe, man hat Sein und Haben nicht ausgeglichen. Ich finde die Ansicht entspannend, einfach nochmal eine Chance zu haben (vielleicht, nix genaues weis man nicht). 🙂

  18. Maik Riecken sagt:

    Alles, Was Ich Hab‘

    Alles, was ich weiß, weiß ich von einem andern
    Und alles, was ich lass‘, lass‘ ich für einen andern
    Alles, was ich hab‘ ist ein Name nur
    Den hab‘ ich von einem andern

    Herman, ruft ein Mann, und ich lauf‘ fort
    Herman, ruft eine Frau, und ich zögere
    Herman, ruft ein Kind, und ich fühl‘ mich alt
    Herman, ruft der Wind, und mir wird kalt

    Alles, was ich sag‘, sag‘ ich einem andern
    Und alles, was ich geb‘, geb‘ ich einem andern
    Alles, was ich hab, ist ein Name nur
    Den hab‘ ich von einem andern

    Die Hand, die ich geb‘, geb‘ ich einem andern
    Und die Tränen die ich lass‘, wein‘ ich um einen andern
    Den Sinn, den ich hab‘, hab‘ ich in einem andern
    Und die Liebe, die ich fühl‘, ist für einen andern

    Nur meine Gänsehaut ist von mir selbst…

    (Herman van Veen)

    Herman sagte einmal, dass er und seine Musiker nicht besonders gut Musik machen könnten, aber die Musik, die sie machen würden, eben mit viel Liebe machten.

    Der Text macht mir persönlich klar, inwieweit ich eben auch als Relation existiere und meine Individualität eben keine mehr ist, wenn es die anderen nicht gäbe.

    Die Christen, die Lehrer, die Professoren, die Ärzte usw.. Schwierig.

    Gruß,

    Maik

  19. cspannagel sagt:

    @Jan-Martin Ich finde Pausen und Dümpeln auch wichtig. Ich glaube, das ist falsch rübergekommen. Ich unterscheide „mal dümpeln“ von „sein Leben verdümpeln“.🙂

    @Fräulein Fridur Okay, vielleicht ist es einfach eine Sache der Grundeinstellung: Wenn ich denke, dass danach nix mehr kommt, dann kommt die ganze Tragik der Endlichkeit zum Tragen, und dann wird ganz deutlich, dass ich nur diese eine Chance habe. Die Vorstellung davon, noch etwas anderes könnte danach kommen, würde zumindest mich dazu verleiten, nachlässiger mit diesem einen Leben umzugehen.

    @Maik Ich wollte mit meinem Artikel nicht den Eindruck erwecken, „die anderen“ hätten keine Bedeutung – im Gegenteil. Die Verbindung zu anderen Menschen ist äußerst wichtig für ein glückliches Leben. Ich wollte trotzdem darstellen, wie schwerwiegend die Verantwortung für das eigene Leben ist, wenn man mal diese Perspektive einnimmt (ich bin verantwortlich – niemand sonst, und niemand kann mir diese Verantwortung abnehmen). Daher die „egozentrische“ Perspektive.

  20. ekirlu sagt:

    Das entscheidende in deinem Artikel ist die für mich die Frage nach dem „übernehmen“ und „abgrenzen“. In dem Augenblick, in dem Du in ein wie auch immer geartetes soziales Gefüge eingebunden bist, stellt sich diese Frage immer.

    Was mich zerreisst auf meinem Weg zu „meinem Leben“ ist die Rücksicht auf andere Menschen. Ich bin vllt alleine auf diese Welt gekommen, aber auf dem Weg hier hin haben mich Menschen begleitet. Sie haben sich für mich eingesetzt und mich unterstütz, meine Stärke gefördert und mich das ein oder andere Mal in die Situation versetzt neues ausprobieren zu können. Und ein Stück weit bin ich in der Pflicht mich um andere zu kümmern (Kinder, Großeltern, Eltern, Freunde) und bin nicht frei in meinen Entscheidungen.

    Seit ca. einem Jahr arbeite ich daran meine sozialen Verpflichtungen auf ein Minimum herunter zu arbeiten. Denn zu dem Prozess, den Du beschreibst, braucht man ein gerüttelt Maß Freiheit. (Die Freiheit, mich abends vor den Fernseher zu setzen oder etwas sinvolleres zu tun, habe ich jetzt auch schon und diese Freiheit nutze ich auch😉 )

    Ich bin auf dem Weg zu dem Leben und dem Ich, dass ich mir wünsche und es ist nicht unerreichbar, es ist einfach ein Weg,der unterschiedlich schwer ist und der wahrscheinlich kein Ende hat. Dafür gibt es viele Momente, die mich zufrieden machen, Momente, die ich für mich lebe, Momente, die ich für andere lebe.

    Dabei habe ich aufgehört, mich anzupassen um des anpassen Willens und mich abzugrenzen um des abgrenzen Willens. Ich mache die Dinge (Pflicht und Kür) auf meine Weise. Falle immer wieder auf die Nase, gehe aber immer besser auf meinem Weg in meinen Schuhen.

  21. Beliebigkeit und Bilanz

    ich stell euch mal einen chatlog aus SL ein (Naomi bin ich😉 )

    Naomi Greenberg: also gerade in meinem workshop am dienstag kam mir das auch wieder so vor, so viele unterbrechungen, „missverst√§ndnisse“, ebenen….
    [2011/05/27 15:31] Naomi Greenberg: aber die kicks (die ich bei anderen auslöse) kann ich garnicht wahrnehmen
    [2011/05/27 15:31] Naomi Greenberg: oft wirken bestimmte formulierungen erst wochen oder jahre später
    [2011/05/27 15:32] Naomi Greenberg: also wäre es doch weise, von diesem ideal abschied zu nehmen, dasss immer alle alles gleich verstehen können müssen, oder ?
    [2011/05/27 15:36] Naomi Greenberg: aber dann kommt man vielleicht zu einem punkt von beliebigkeit
    [2011/05/27 15:37] Naomi Greenberg: das ist das paradoxon
    [2011/05/27 15:37] Naomi Greenberg: wo man mit der logik nicht mehr weiter kommt

    (SL fasziniert mich immer noch in hohem masse, weil dort die schwierigkeiten/möglichkeiten der kommunikation wie durch ein vergrösserungsglas erscheinen und mich noch unmittelbarer treffen.)

  22. Existenz ?

    und noch einer von gestern

    [2011/05/31 11:41] K: würde eher meinen Kopf einfrieren lassen in der Hoffnung, irgendwann weiterleben zu dürfen
    [2011/05/31 11:41] Naomi Greenberg: damit spielen schon mache spielfilme…
    alles, was dich ausgemacht hatte, ist dann nicht mehr da und du starrst in eine fremde welt,
    was für ein horror
    [2011/05/31 11:42] K: wäre mir egal
    eher interessant
    ich wäre dann ja wieder da
    wäre eher wie ein Umzug in ein fremdes Land
    [2011/05/31 11:43] Naomi Greenberg: ich glaube nicht dass man soooo extrem von seinen bisherigen erfahrungen, seiner identität, seinen mitmenschen abstrahieren könnte
    dass man die blosse existenz dann noch schätzen könnte
    [2011/05/31 11:44] K: ach kein Problem hihi
    nur, einen Kopf einfrieren ist vermutlich teuer
    [2011/05/31 11:45] Naomi Greenberg: ich glaube nicht dass menschen sooo flexibel sind
    aber ausschliessen tu ich garnichts, ich kann weder das eine noch das andere beweisen….

  23. Bewusstsein

    [2011/05/31 11:46] K.: im Traum passt Du Dich auch blitzschnell an alle noch so eigenartigen Situationen an und denkst, sie wären real
    [2011/05/31 11:47] Naomi Greenberg: aber stell dir vor: du hättest ausschliesslich DIESES traumbewusstsein
    das wäre doch schon wie tot sein, keine steuerung, keine entscheidung, keine reflexion
    [2011/05/31 11:47] K.: ja, super🙂
    Naomi Greenberg:nur hinein geworfen sein
    [2011/05/31 11:47] K.: lol

  24. Maik Riecken sagt:

    @christian
    Erstmal sehe ich diesen und den Mäörchenartikel nicht isoliert, sondern die Gedanken bauen schon aufeinander auf. Das Entscheidende in diesem und in dem vorangegangenen Märchenartikel ist für mich der Anspruch, der hier an zwischenmenschliche Interaktion und letztendlich auch an das eigene Selbst bzw. Leben gestellt wird. Genau diesen nehme ich sehr oft auch in meinem Umfeld wahr.

    Gibt ja mehrere Optionen damit umzugehen:
    a) Kann ich nur für mich leben, da die Kultur um mich herum noch nicht so weit ist. Muss ich mit umgehen – macht mir nix (In meinen Augen eine Ausnahmepersönlichkeit).
    b) Kann ich so nicht leben, obwohl ich es wieder und wieder versuche. Daran leide ich (sehe ich öfter, vor allem in meinem Beruf). Vom Muster her recht analog zu Fundi-Christen, die auch oft ein völlig überhöhtes Bild vom „wahren Leben“ haben und daran zwangsläufig scheitern müssen – ob die Bindung an den Glauben dann so freiheitlich ist oder etwas substituiert sei mal in den Raum gestellt.
    c) Lebe ich in dem Rahmen, in dem ich es nunmal kann. Da erlebe ich viele Leute, die jedes Arrangement als „(faulen) Kompromiss“ begreifen und an ebendiesen Kompromissen leiden.

    Für den Arterhalt ist das alles nicht so gut :o)…

    Gruß,

    Maik

  25. cspannagel sagt:

    @Maik Ja, der Anspruch…
    a) ist mir am sympathischsten
    b) ist an unrealistische Weltbilder / Illusionen geknüpft, die das Leben belasten. Menschen leiden an ihren Idealen. Wäre kein Leben für mich.
    c) Hier fehlt zwar das Ideal, aber auch die Vision….

  26. Guten Tag.

    Memento mori! Das war und ist auch mir seit Langem ein Motto.
    Wobei dies ein durchaus furchteinflößender Gedanke ist. Der auch auf andere „kindische“ philosophische Fragen zurückwirft. „Wie kann es sein, dass überhaupt irgendetwas IST? -Warum ist nicht einfach Nichts. -Und selbst wenn: dann wäre ja auch etwas, nämlich dieses Nichts.“
    Unendlichkeit. Ewigkeit. Wenn ich versuche mich diesen simplen Behriffen WIRKLICH zu stellen, statt sie nur intellektuell „abzuhandeln“ …- es ist erschreckend. Erschütternd zumindest.
    Aber vielleicht auch erst einmal kurz etwas zu mir: Burkhard Tomm-Bub, M.A. aka BukTom Bloch (SL). Und ja, ich kenne Naomi. In SL betreibe ich u.a. die Freie Bibliothek Pegasus und die SoKS (Sozial- kreative SIM).
    Ich bin Erzieher, Sozialarbeiter, Erziehungswissenschaftler. Bin Jahrgang 1957 und habe seit gut 1 Jahr Krebs.
    Schon vor gut 3 Jahren gab ich meinem „dümpelnden“ Leben eine drastische Kehrtwende, verschenkte u.a. de facto mein Vermögen. Und habe es keine Sekunde bereut.
    Bei vielen Beiträgen hier fehlt mir das „Du“, das soziale Element.
    Mit Hedonismus kann ich nichts anfangen. Wirklich nicht.
    Mal ganz banal ausgedrückt: Kreativität und Gute Werke (Hilfe zur Selbsthilfe geben). Das ist es, worin ich meinen Sinn finde. Und nein- ich bin kein Christ und auch sonst in keiner Sekte, o.ä. Ich verorte mich da im pantheistisch / panentheistischen Bereich, was das angeht. Zeit, Raum und Kausalität halte ich für nicht „wirklich reale“ Phänomene. Sie wurden für unseren Geist geschaffen, da sonst „das Spiel“ nicht funktionieren würde. Ich habe für jeden einzelnen Augenblick meines Lebens die volle, nach unseren Begriffen „ewig“ währende Verantwortung- nicht immer bin ich ihr optimal nachgekommen. Aber ich arbeite daran.
    Alles Gute – in allen Welten!

    MfG BTB

    P.S.:
    Nur scheinbar zusammenhanglos noch ein Text von mir:

    TRÄNEN

    Ich liebe jede Träne,
    darin ein Bild von Dir.

    Ich liebe jede Trauer,
    wenn Dir sie gelten darf.

    Ich liebe jeden Schmerz,
    wenn Du das Messer bist.

    Und liebe jede Leere,
    wenn Du nur vorher warst.

    Voll Tränen, Trauer, Schmerz und Leere,
    wenn ich getrennt von Dir
    bleibt eines immer:
    Dank- und Liebe
    in meinem Herzen mir.

    (Tom)

    i ii iii

  27. cspannagel sagt:

    @Burkhard Was war für dich ausschlaggebend vor 3 Jahren, dass du deinem Leben eine Kehrtwende gegeben hast? Gab es einen Auslöser?

  28. S.A. sagt:

    Zitat:“Der eigene Tod ist weit weg“
    Da muss ich widersprechen. Der eigene Tod ist nicht weit weg, sondern sehr nah. Warum? Erstens: Kein Mensch hat die Garantie, ob er den morgigen Tag überlebt. Wie viele Menschen wurden plötzlich aus dem Leben gerissen? Jung oder alt, völlig egal.
    Zweitens: Wie viel Leben hat man denn maximal vor sich? Älter als 100 Jahre werden die wenigsten. Aber auch wenn wir annehmen, 70 Jahre vor uns zu haben: Wie schnell werden diese wohl vergehen? Sehr schnell, wenn man bedenkt, wie schnell die letzten drei Jahrzehnte vergangen sind.
    Der Tod kommt früher, als man denkt, da braucht man sich nichts einzubilden.

    Und: Du wirst niemals den inneren Frieden finden, wenn du nicht aufrichtig den wahren Weg suchst. Lies den Koran, von Anfang bis Ende, durch

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