Archiv für die Kategorie ‘LdLChronologie’

Wenn man als Dozent bzw. Lehrer vernetzt ist (z.B. über Twitter, Weblogs, Wikis, …), dann enstehen ganz neue Möglichkeiten, die eigene Lehrveranstaltung oder den Unterricht zu öffnen. Dies ist beispielsweise in meinem Seminar geschehen. Durch die öffentliche Diskussion von LdL sind mehrere Menschen (Lutz, Nils, …) auf unser Seminar aufmerksam geworden und sind mit uns „in Resonanz“ getreten. Über die zahlreichen Projekte, die dadurch entstanden sind, habe ich bereits berichtet.

Für das Konzept der grundlegenden Vernetzung eines Dozenten hat Ulrike Kleinau den Begriff Maschendrahtmetapher geprägt. Wichtig dabei ist, dass man sich nicht nur „unter Gleichartigen“ vernetzt (also Lehrer mit Lehrern und Dozenten mit Dozenten), sondern gerade eine breite, möglichst heterogene Vernetzung ist wichtig. Da ich im Bildungsbereich tätig bin, vernetze ich mich beispielsweise mit Lehrern, Referendaren, Studierenden, Schülern, Coaches, Videoproduzenten ;-), usw.

Aus unseren Erfahrungen im Seminar stellten wir uns die Frage, wie man dieses Modell für andere Dozenten und Lehrer nutzbar machen könnte. Wie schaffen wir es, dass andere

  • sich ebenfalls eine solche Grundvernetzung „zuzulegen“,
  • den Wert einer solchen Vernetzung zu erkennen und
  • die Vernetzung auch zur Öffnung der eigenen Lehre nutzen?

Neulich überraschten mich die Seminarteilnehmer damit, dass sie für genau diesen Zweck eine Online-Community gegründet haben: die Maschendraht-Community. Dort sollen grundlegende Werkzeuge für eine „Dozenten-Vernetzung“ vorgestellt und Chancen der Vernetzung diskutiert werden. Zudem soll eine Plattform entwickelt werden, die genau den Anforderungen der Maschendraht-Metapher entspricht.

Also: Einsteigen und mitmachen! 🙂

Lehrer aller Länder, vernetzt euch!

Hier ist der grandiose dritte Teil von Lutz Bergers Ludwigsburg-Trilogie: Eine Diskussion von Studierenden meines Seminars über die Möglichkeiten, die das Web 2.0 in Schule und Hochschule bietet, über Neuronen und Maschendrähte und über Ideen, wie man unsere Erfahrungen verbreiten könnte.

Dritter Teil der Ludwigsburg-Trilogie

An dieser Stelle nochmals einen ausgesprochen lieben Dank an Lutz, der extra aus Heidelberg nach Ludwigsburg gekommen ist, um Eindrücke auf Video festzuhalten.

Brandheiß: Das aktuelle Video von Lutz Berger mit Studierenden meines Didaktikseminars. Hier werden viele Themen angesprochen, die interessante Diskussionen versprechen. Was meint ihr zu den Statements?

Hier kommt der erste Teil der Dokumentation unseres Seminars von Lutz Berger. Im folgenden Video geben Teilnehmerinnen und Teilnehmer meines Seminars Statements ab zu ihren persönlichen Motiven, Lehrerinnen und Lehrer zu werden, und darüber, wie sich das Studium gestaltet („Reality-Clash“). Es sind äußerst interessante Aussagen dabei – unbedingt ansehen! 🙂

Auch hier wieder ein Dankeschön an Lutz!

Lutz Berger war gestern in unserem Seminar und hat unsere Aktivitäten gefilmt und uns interviewt. Es ist wahnsinnig viel Material entstanden. Vorab hat Lutz – um uns alle ein bisschen heiß auf das entstandende Filmmaterial zu machen – einen Teaser erstellt. Voila:

Vielen Dank, Lutz!

Zwei neue LdL-Produkte

Veröffentlicht: Dienstag, November 11, 2008 in LdL, LdLChronologie, Web 2.0

Lutz Berger hat einen Podcast zum Thema LdL online gestellt (sehr schön aufgemacht, wie ich finde). Und ganz, ganz besonders schön: Der Comic zu LdL von Kathrin Gaißer. Unbedingt ansehen! 🙂

Die Maschendrahtmetapher

Veröffentlicht: Freitag, November 7, 2008 in LdLChronologie, Web 2.0

Neulich habe ich einen Vortrag von PD Dr. Ulrich Welbers über das Humboldtsche Bildungsideal online angeschaut. Welbers erwähnt dort, dass Humboldt unter „Forschen und Lehren“ etwas anderes verstanden hat als wir heute. Er dachte dabei nicht daran, dass Hochschulbeschäftigte forschen und die neuesten Ergebnisse dann lehren. Er dachte mehr daran, dass man als Dozent in sein Seminar geht und dort gemeinsam mit den Studenten forscht, d.h. Anregungen von den Studenten bekommt und mit ihnen gemeinsam diskutiert und neue Ideen entwickelt. Der Dozent ist in diesem Fall mehr Lernender als Lehrender.

Gestern bin ich mit genau dieser Einstellung in mein Informatikdidaktik-Seminar gegangen, um gemeinsam mit den Studierenden ein neues Konzept zu entwickeln. Die Idee hatte ich, als ich mir überlegt habe, was denn eigentlich notwendig ist, damit andere Dozenten ähnliche Flow-Erlebnisse in ihren Seminaren erzeugen können (vgl. die Videos von Lutz Berger). Eine Grundvoraussetzung dabei ist eine bestehende „Dozentenvernetzung“ zwischen dem Dozent und anderen Personen, vor allem auch außerhalb der Hochschule (im pädagogischen Bereich also Lehrer, Referendare, Schüler, Coaches, …). Nur gefiel mir das Wort „Dozentenvernetzung“ nicht – es klingt etwas, naja…

Also haben wir uns gestern im Seminar zusammengesetzt und „gebrainstormed“, wie man die Notwendigkeit der Vernetzung des Dozenten beschreiben könnte. Zahlreiche gute Ideen wurden diskutiert. Ulrike Kleinau hatte schließlich die Idee, die alle überzeugt hat: die Maschendrahtmetapher (oder chain-link-metaphor). In ihrem Weblog beschreibt sie die Metapher. Sie schreibt:

Versteht sich jetzt der einzelne Akteur (Lehrer, Dozent,…) als Masche, muss er sich mit anderen Maschen zu einem großen Ganzen verweben. Die Verschlingungen in den Eckpunkten können der eigene Blog, ein Twitter- oder Xingprofil, aktive Teilnahme in einem Bildungsforum etc. sein. Gibt der Akteur Input (das Wissen, die Idee) über einen Draht aus, so überträgt sich der Inhalt über die verwobenen Eckpunkte an das ganze Netz.

Der Unterschied zur Neuronenmetapher ist in der folgende: Die Neuronenmetapher ist eine generelle Metapher für Kommunikationsformen, die an der Funktionsweise des Gehirns orientiert sind. Die
Maschendrahtmetapher beschreibt nicht die Art und Weise, wie man kommunizieren soll, sondern die Notwendigkeit für Dozenten, eine grundlegende Vernetzung zu erzeugen, um bei Bedarf schnell Projektpartner außerhalb des Seminars/der Klasse/… zu finden. Ist das nicht ein tolles Bild?

Seminare und der Rest der Welt III

Veröffentlicht: Montag, November 3, 2008 in LdL, LdLChronologie
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Lutz hat die Skypeinterviews jetzt auch bei Youtube eingestellt. Damit kann ich sie auch hier einbinden:

Außerdem empfehle ich zu lesen: Die Sicht von Melanie Gottschalk, die als Studentin an dem Seminar teilnimmt, auf die bisherigen Ereignisse in ihrem Blog: Ein LdL 2.0-Flow – und seine individuellen Folgen. Darüber hinaus die Beiträge von Ulrike Kleinau, ebenfalls Teilnehmerin, in ihrem Blog. Außerdem eine Beschreibung auf Jean-Pols Weblog, wie es mit „uns Neuronen“ weitergehen kann. Ist zwar als Ansprache an mich formuliert, ich denke aber, alle sind damit gemeint 🙂

Lutz Berger hat ein Videointerview mit mir über die Geschehnisse zu Beginn unseres LdL-Seminars geführt. Die einzelnen Videoabschnitte hat er mit Webseiten verschränkt und auf sein Weblog gestellt – unbedingt ansehen! 🙂

Es folgen noch Interviews mit weiteren Personen – stay tuned!

Ina Müller-Schmoß von bloggerpatenschaften.de hat mich gefragt, ob ich nicht einen Gastbeitrag in ihrem Blog über unser Seminarkonzept schreiben möchte. Dieses Angebot finde ich natürlich ganz toll – hier ist der Beitrag:

Seminare und der Rest der Welt – oder wie man Lehrveranstaltungen öffnet

Vielen Dank, Ina!