Archiv für die Kategorie ‘School’

Lehrerfortbildung 2.0: Wikis im Mathematikunterricht

Veröffentlicht: Mittwoch, November 11, 2009 in School, Schule, Web 2.0

Heute haben Andrea Schellmann und Maria Eirich vom Regiomontanus-Gymnasium in Hassfurt einen Online-Vortrag zum Thema „Wikis im Mathematikunterricht“ auf einer Lehrerfortbildung in Köln gehalten, die von Guido Brombach organisiert wurde. Natürlich wurde das Ganze aufgezeichnet und kann angesehen werden. Viel Spaß beim Zuhören!

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Powerfrauen an der Medienfront

Veröffentlicht: Mittwoch, Mai 13, 2009 in Bildungsexpedition, School, Web 2.0

Maria Eirich und Andrea Schellmann sind Lehrerinnen am Regiomontanus-Gymnasium (RMG) in Haßfurt. Und beide sind richtige Powerfrauen! Sie setzen nämlich Wikis, Whiteboards und sonstige neue Techniken wie selbstverständlich in ihrem Unterricht ein. Zumindest kommt es einem von außen so leichtfüßig vor – ich bin mir aber sicher, dass das jede Menge Kraft kostet.

So haben beispielsweise zwei 5. Klassen im letzten Jahr, dem Jahr der Mathematik, einen mathematischen Wiki-Kalender gestaltet. Aus der Projektbeschreibung: „Das Besondere am Mathematik-Projekt der Klassen 5a
und 5b ist, dass der Impuls von den Schülern selbst ausging. Auslöser war zum einen die Startseite zum Jahr der Mathematik im Internet, die wir den Schülern vorgestellt haben, zum anderen der Mathematik-Kalender für 2008, der in den Mathematikzimmern der beiden Klassen hängt. Die Schüler waren sofort begeistert und hatten spontan Ideen, wie sie selbst „Mathematik machen“ können.“ Zum Tag des digitalen Lernens haben darüber hinaus Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse eigene Gedichte im Wiki verewigt – wirklich schön!

Wie ich von beiden weiß, setzen sie regelmäßig Wiki-Lernpfade in ihrem Mathematikunterricht ein oder lassen Schüler selbst an solchen Lernpfaden arbeiten. Ist das nicht toll? Wikis werden im Mathematikunterricht eingesetzt? Wer hätte gedacht, dass sowas in größerem Umfang möglich ist? Und wenn das alles nicht schon genug wäre – Maria und Andrea gestalten (gemeinsam mit anderen) in den Projekten Mathematik-digital und Medienvielfalt selbst mathematische Wiki-Lernpfade von wirklich hoher Qualität. Man spiele nur einmal mit den Effekten im Lernpfad zur römischen Zahlschreibweise (an dem auch Schüler beteiligt waren; s.u.) oder im Lernpfad zur Einführung in die quadratischen Funktionen. Bevor ich Maria und Andrea kennen gelernt habe, wusste ich gar nicht, dass man Java-Script und Java derartig in mediawiki einsetzen kann. Und ganz nebenbei machen sie dann auch noch solche Aktionen wie beispielsweise den Mathematiktest Vera-8 für alle als Wiki-Online-Übung umzusetzen – mit enormem Zugriffserfolg!

Zum Tag der offenen Tür 2009 haben Schülerinnen und Schüler ihre Produkte einem größeren Publikum vorgestellt – und das ganze wie selbstverständlich an Whiteboards. Die Videos sprechen für sich. Um nur mal ein paar Beispiele auch hier zu zeigen:

Wikiprojekt Mathematik: Gedicht über die 4 Rechenzeichen

Wikiprojekt Mathematik: Römische Zahlen

Weitere Produkte der Schule gibts im Schulwiki des RMG, das in der Wiki-Family des ZUM-Wiki angesiedelt ist. Einfach mal reinschauen und stöbern! (Was für eine Materialfülle und was für ein vorbildliches Schulwiki!)

Ich jedenfalls finde die Sachen, die Maria und Andrea machen, so phänomenal, dass ich sie als Reiseziel für die Bildungsexpedition vorschlagen möchte.

Becherglaspinguine

Veröffentlicht: Dienstag, April 8, 2008 in Mathe und der Rest der Welt, Multidisciplinarity, School, Teaching

Am 8. Mai werde ich im Rahmen der Kinderuni Ludwigsburg einen Vortrag halten mit dem Thema „Warum gibt es große und kleine Pinguine? Und was hat das mit Mathematik zu tun?“. Darin geht es im Wesentlichen um die Bergmannsche Regel und die Mathematik, die damit zusammenhängt (Verhältnis von Oberfläche und Volumen). Für ein kleines physikalisches Experiment habe ich mich nun entschieden, doch keine Würfelpinguine zu nehmen, sondern Becherglaspinguine. Sind süß geworden, oder?


Becherglaspinguine

Rechnerraum-Steuerung mit iTALC

Veröffentlicht: Freitag, Februar 22, 2008 in Computer Science, School, Tools

In einem Mailinglisten-Thread wurde ich auf iTALC aufmerksam gemachg. iTALC ist ein System, mit dessen Hilfe man in einem Rechnerraum (also beispielsweise in einem (hoch)schulischen Computerraum) die einzelnen Rechner und deren Monitore steuern kann. Eine Testinstallation in einem unserer Rechnerräume hat gezeigt, dass das System sehr leistungsfähig und wirklich gut ist.

Es bietet u.a. die folgenden Features:

  • Man kann Monitore von Schülern auf den Lehrercomputer schalten. Somit können Schüler/Studenten ihre Ergebnisse vom Platz aus demonstrieren, wenn der Lehrercomputer gleichzeitig an einen Beamer angeschlossen ist.
  • Man kann alle Schülerrechner gleichzeitig sperren bzw. entsperren. Sehr sinnvoll, wenn man die Aufmerksamkeit aller haben möchte. 🙂
  • Man kann den Lehrermonitor auf alle Schülermonitore schalten. Evtl. sinnvoll, wenn man etwas demonstrieren möchte, aber kein Beamer vorhanden ist.
  • Darüber hinaus bietet iTALC noch Fernsteuerungsfunktionalität u.ä. Dies ist vielleicht interessant für Lenrgruppen an verteilten Orten.

Weiterer Vorteil: iTALC ist frei und open source. Das heißt, für Schulen ist das System wirklich attraktiv!

Wieder einmal ein grandioses Buch gelesen: „Engines for Education“ von Roger C. Schank und Chip Cleary. Thema: Wie uns Computer helfen können, aktives, selbstbestimmtes und entdeckendes Lernen zu fördern. In dem Buch werden verschiedene Formen des Lernens beschrieben und jeweils mit überzeugenden Beispielen aus der Software-Schmiede des Institute for the Learning Sciences untermauert. Folgende Lernformen werden aufgegriffen:

  • Learning by Doing
  • Incidental Learning
  • Learning by Reflection
  • Case-Based Teaching
  • Learning by Exploring
  • Goal-Based Learning

Die Autoren vertreten teilweise sehr extreme Positionen, begründen diese aber immer sehr überzeugend. So fordern Sie beispielsweise den Verzicht auf starre Curricula und die bedingungslose Orientierung an den Interessen der Lernenden. Auch wenn manche Aspekte vermutlich im heutigen Schulalltag in voller Gänze nicht umzusetzen sind, vermittelt dieses Buch aber eine sehr positive Grundstimmung: „School should be fun. […] Mostly, they [the students] should be learning that learning is fun. They should be learning that expanding one’s horizons is fun, that learning you were wrong about something is not so painful, and that taking an educational risk is worth doing. They should be learning that school is a good place to do these things. […] But there is no reason children cannot have intellectual fun, cannot be excited by ideas, and cannot be challenged to acquire new knowledge. Natural learning is a basically enjoyable thing to do. Two-year-olds love to learn. Many adults love to learn. Only school-age children associate learning with fear of failure. We must get the fear of failure out of the school system.“ (S. 217-218). Ich finde, dieser Absatz ist wahnsinnig gut formuliert (manchmal habe ich den Eindruck, amerikanische Autoren können so etwas besser formulieren als deutsche Autoren) – und so ist das ganze Buch.

Das Buch gibt es übrigens auch online in einer Hypertext-Variante. Viel Spaß beim Stöbern.

[Update] Ich hab die Literaturangabe vergessen: Schank, R. C. & Cleary, C. (1995). Engines For Education. Hillsdale, NJ: Lawrence Erlbaum Associates.

Digitale Schultasche

Veröffentlicht: Mittwoch, Mai 2, 2007 in School, Tools

Eben bin ich in der ZUM-Informatik-Mailingliste auf die Digitale Schultasche gestoßen. Dabei handelt es sich um ein Softwarepaket mit kostenloser Software, das auf einem USB-Stick Platz hat. Den Gedanken finde ich gut: So muss z.B. die Softwarenicht auf den Schulrechnern installiert (und aktuell gehalten) werden. Außerdem haben die Schüler auch zu Hause (oder sonstwo) dieselbe Arbeitsumgebung.