Weshalb Web 2.0 in der Schule?

Veröffentlicht: Dienstag, März 27, 2012 in Schule, Web 2.0
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Auf der digilern habe ich einen Vortrag gehalten zum Thema „Web 2.0 in der Schule – weshalb sollte ich das denn auch noch machen?“. Diesen Vortrag hat Lutz Berger freundlicherweise aufgezeichnet und noch freundlicherweiserer aufgehübscht, mit Folien versehen und gerendert. Danke, Lutz! 🙂

So, und hier ist das Video dazu:

Kommentare natürlich wie immer erwünscht!

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Dossenheim zur #kreidezeit: Bald ist es soweit!

Veröffentlicht: Donnerstag, März 22, 2012 in Bildungsreporter
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Bald ist es soweit: Am Donnerstag, 29.3.2012, startet um 20 Uhr die Bildungsreporter-Livesendung Dossenheim zur Kreidezeit aus der Freien Schule LernZeitRäume. Ihr könnt die Live-Sendung von zu Hause aus verfolgen und euch per Twitter (Hashtag #kreidezeit) einbringen!

Vorab haben wir die Schulleiterin Signe Brunner-Orawsky über die LernZeitRäume interviewt:

Important Links:

Wikis im Geschichtsunterricht

Veröffentlicht: Dienstag, März 20, 2012 in Schule, Web 2.0
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In den LernZeitRäumen arbeiten wir gerade mit Schülerinnen und Schülern in einem Wiki. Das Oberthema ist Mittelalter. Verschiedene Schülerteams arbeiten an unterschiedlichen Mittelalter-Themen (wie beispielsweise „Bauwerke“, „Essen und Trinken“ und „Schrift und Buchkunst“). Die beiden Gruppen (Tiger und Geckos) werden inhaltlich von Axel Ohnesorge und Kirsten-Heike Pistel betreut. Ein wesentliches Ziel dabei ist, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, aus Texten Informationen zu entnehmen (hierfür haben sie ausführliche Reader und Bücher zur Verfügung), die Informationen in eigenen Texten zusammenzufassen, dabei korrekte Quellenangaben zu machen und das Ganze für andere Leserinnen und Leser attraktiv aufzubereiten. Hier liegt eine große motivationale Chance des Wikis: Die Texte landen nicht einfach nur auf dem Schreibtisch des Lehrers, sondern stehen im Web und können von jedem gelesen werden. (Ein Beleg, dass das für Schüler bedeutsam ist, kommt weiter unten. ;-)).

Das Schulwiki der LernZeitRäume wird freundlicherweise von der ZUM gehosted, und dank toller Vorbilder wie dem RMG-Wiki, dem DSD-Wiki und vielen anderen Wikis in der ZUM-Wiki-Family konnten wir auf zahlreichen Beispielen aufbauen und von reichhaltigen Erfahrungen anderer profitieren.

Hier möchte ich mal alle möglichen Eingangsüberlegungen zusammenfassen, die den Start des Wikis und die Arbeit in den ersten Wochen begleitet haben:

  • Wir haben uns dazu entschieden, dass sich die Schülerinnen und Schüler nur mit Pseudonymen und nicht mit Realnamen anmelden. Die Wahl der Pseudonyme erschien uns angemessen, weil wir vermeiden wollten, dass Schülerinnen und Schüler im Unterricht mit Realnamen im Web auftreten.
  • Es hat sich bewährt, dass die Schülerinnen und Schüler einen Anmeldebogen ausfüllen, den ich aufbewahre und immer mit dabei habe. Denn: Schüler vergessen Passwörter, und die kann ich dann bei Bedarf nachschlagen. (Ich bin sozusagen Vertrauensstelle für vergessene Passwörter.)
  • Mit den Schülerinnen und Schülern haben wir eine Wiki-Abmachung getroffen. Darin unterschreiben sie, dass sie sich respektvoll im Internet verhalten, keine persönlichen Daten von sich preisgeben und das Urheberrecht beachten. Außerdem habe ich unterschrieben, dass ich den Schülerinnen und Schülern sowohl offline als auch online mit Rat und Tat zur Seite stehe. Die Abmachung ist also tatsächlich eine gegenseitige Vereinbarung und keine einseitige Verpflichtung.
  • Diese Abmachung wurde gleich in der ersten Woche gebrochen (auf einer Benutzerseite stand „ihr Deppen!“). Perfekt! Wir hatten gleich eine Gelegenheit, nochmals über die Abmachung zu sprechen und die Ernsthaftigkeit der Abmachung zu unterstreichen. Seitdem ist nichts mehr vorgefallen. Genau das gefällt mir an der Wiki-Arbeit in der Schule: Man stellt nicht nur die Gefahren und Probleme des Internets heraus, sondern hebt zunächst einmal die Möglichkeiten der produktiven Zusammenarbeit hervor. Die Probleme sind dann mehr Seitenaspekte, die auch wichtig sind, die aber nicht im Vordergrund stehen.
  • Die technische Einführung hielt sich im Rahmen. In ca. 15 Minuten habe ich den Schülern die Basics gezeigt (Bearbeiten, Vorschau, Speichern, Texteingabe, fett, kursiv, Überschriften). Alles weitere gibt es dann als Hilfe „on demand“. Relativ schnell wollten Schüler Tabellen erstellen. Weil das ein bisschen komplizierter ist, habe ich das dann im Einzelgespräch gezeigt. Hier wird dann auch den Schülern deutlich, wie hilfreich das Verwenden von bereits vorhandenem Code ist.
  • Neben den zahlreichen Hilfen (die, glaub ich, bislang kaum ein Schüler angeschaut hat), habe ich auch eine Oops!-Seite eingerichtet. Das ist die Seite für die Offline-Hilfe. Wenn ich mal nicht an der Schule bin und ein Schüler ein Problem hat, dann kann er dieses auf die Oops!-Seite schreiben, und ich antworte dort.
  • Ganz klar: Ich muss täglich den RSS-Feed des Wikis checken, um zu schauen, was dort passiert. Das ist aufwändig, aber notwendig. (An dieser Stelle wundere man sich über die Schreibweise dieser beiden Wörter.)
  • Apropos Rechtschreibung: Wenn Schüler im Wiki arbeiten, entstehen logischerweise Rechtschreib- und Tippfehler. Wir haben uns vorgenommen, dass die Wiki-Arbeit mit 10 Minuten Korrektur der Seiten von anderen endet. Das heißt, Schülerinnen und Schüler sollen am Ende einer Stunde durchs Wiki gehen und Fehler korrigieren. Und wir müssen es aushalten, dass mal eine Zeit lang Fehler enthalten sind. Wikiarbeit ist schließlich ein Prozess.
  • Der Diskussionsbereich zu jeder Seite ist ein prima Platz für Feedback der Lehrer an die Schüler (z.B. hier die Rückmeldung von Axel zum Thema Burgen). So ist das Feedback nahe am Text, aber nicht im Text, und der Prozess lässt sich im Nachhinein noch nachvollziehen.
  • Schülerinnen und Schüler finden es klasse, dass die Seiten im Internet stehen und andere sich diese ansehen können. Jedenfalls sind alle ganz wild darauf, unten auf der Seite immer zu schauen, wie viele Zugriffe es auf die Seite gab (ein regelrechter Wettbewerb unter manchen Schülern).

Ein paar Bilder wurden von Schülern auch schon eingefügt. Wenn die Texte fertig sind, werden wir noch eine Quiz-Seite gemeinsam erstellen, in der die Schüler Multiple-Choice-Tests, Lückentexte, Rätsel und sonstige Aufgaben als Wissenstest zum Mittelalter gestalten können.

Die Bildungsreporter: Dossenheim zur Kreidezeit

Veröffentlicht: Freitag, März 16, 2012 in Bildungsreporter
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Es gibt Neues von den Bildungsreportern! In guter alter Bildungsexpeditions-Tradition wird wieder über Bildung gesprochen, live gestreamt und backchannel-getwittert. Das neue Format: Eine monatliche interaktive Bildungssendung mit dem Titel Dossenheim zur Kreidezeit. Gesendet wird live aus den LernZeitRäumen.

Wir starten am Donnerstag, 29.3., um 20 Uhr mit den Bildungsnachrichten; anschließend wird gemütlich über Schule und Lernen geplauscht. Live beteiligen könnt ihr euch natürlich per Twitter und TitanPad. Und nicht nur das: Werdet Bildungskorrespondenten! Zeichnet kurze Videos mit Bildungsexperten auf, stellt euer Lieblings-Lerntool oder eure Lieblings-Lernmethode vor, berichtet von Konferenzen und Barcamps! Wir binden eure Interviews in die Bildungsnachrichten oder in die Diskussion mit ein – also, auf geht’s! Ach ja: Das Hashtag, liebe Freunde der zeichenlimitierten Nachricht, ist: #kreidezeit

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Wiki-Vorbereitung von Vorträgen

Veröffentlicht: Sonntag, März 11, 2012 in OeffentlicherWissenschaftler

Tja, jetzt ist mein Vortrag auf der GDM-Tagung in Weingarten zum Thema Die sieben Todsünden eines Wissenschaftlers schon vorbei. Das Thema des Vortrags war ja schon ein wenig heikel, und bis zuletzt wusste ich nicht, wie der Vortrag aufgenommen würde. Bislang habe ich keine herbe Kritik geerntet, sondern ausschließlich Zustimmung (was natürlich nix bedeuten muss, weil die Kritik ja oft nicht geäußert wird). Die Folien habe ich online gestellt. Ich hoffe noch, eine Aufzeichnung des Vortrags zu bekommen, und falls nicht, werde ich nochmal ein Screencast dazu machen. Jedenfalls sind alle eingeladen, den Vortrag im Wiki zu resümieren – ich würde mich über Rückmeldungen freuen! (Und, dran denken, keine Lobhudelei ;-)).

Sehr geholfen hat mir die gemeinsame Vorbereitung im Wiki. Vielen Dank an alle, die mit „gebrainstormed“ haben. Ich konnte so einige Punkte von anderen in meinem Vortrag aufgreifen und darüber hinaus demonstrieren, wie Wikis zur Vortragsvorbereitung eingesetzt werden können. Bei der Wiki-Vorbereitung hatte ich zunächst nur um Anregungen, Ideen und Wünsche gebeten. Nach einigen Tagen wurde mir aber bewusst, dass es besser wäre, wenn wir gemeinsam konkretere Ideen zu den einzelnen Todsünden sammeln würden.  Daher bin ich zu einem strukturierten Brainstorming gewechselt („Sagt mal, was euch einfällt zu Wissenschaft und Habgier / und Faulheit / und Eitelkeit…“ usw.). Das war viel besser: Das gemeinsame Brainstorming wurde so ein wenig vorstrukturiert…

Etwas Ähnliches versuche ich nun bei meinem Vortrag am Samstag im Rahmen des scilogs-Treffen in Deideheim. Ebenso habe ich wieder eine Wiki-Seite vorbereitet, die nun an die Teilnehmer(innen) weitergegeben wird. Selbstverständlich darf sich wie immer jeder andere auch beteiligen. Also: Schaut mal rein und äußert eure Ideen zu „öffentlicher Wissenschaft“! 🙂

Hashtag zur Veranstaltung: #scilogs12

 

 

7 Todsünden eines Wissenschaftlers

Veröffentlicht: Mittwoch, Februar 29, 2012 in OeffentlicherWissenschaftler

Nächste Woche Freitag darf ich auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Mathemtik einen Hauptvortrag zum Thema Die sieben Todsünden eines Wissenschaftlers halten. Die Todsünden hatten es mir ja auch schon mal in einem anderen Kontext angetan, und das Thema lässt ich wunderbar auf alle Lebensbereiche – natürlich auch auf die Wissenschaft -ausweiten. 🙂

Aus dem Abstract:

Dies ist ein nicht ganz ernsthafter, aber doch ernst zu nehmender Vortrag über die Sünde in Wissenschaft, insbesondere aber über die ganz eigenen „sündigen“ Erfahrungen des Vortragenden. Der Mensch ist ja bekanntermaßen ein lasterhaftes Wesen, und Mathematikdidaktikerinnen und Mathematikdidaktiker sind davon nicht ausgenommen. Bereits als Nachwuchswissenschaftler(in) wird man gerne schleichend von einer beliebigen Auswahl der sieben Todsünden heimgesucht: Hochmut, Geiz, Neid, Wollust, Völlerei, Zorn und/oder Faulheit. Was aber ist mit Wissensdurst, Neugier und Spaß am Forschen und Lehren?

In dem Vortrag wird neben ein paar kritischen Anmerkungen am (mathematikdidaktischen) Wissenschaftsbetrieb im Allgemeinen und ein paar persönlichen Reflexionen im Speziellen eine Vielzahl an flow-induzierenden Forschungs- und Lehrmöglichkeiten dargeboten: So werden prozessorientierte öffentliche Wissenschaft, Science-Blogs, Youtube-Vorlesungen und der flipped classroom thematisiert. Außerdem erfahren sie, was das alles mit Neuronen, Spermatozoiden und Haifischbecken zu tun hat. Letztlich darf Ihnen auch das Fazit schon verraten werden: Lassen Sie uns (noch mehr) Spaß am Forschen und Lehren haben und vermitteln!

Zur Vorbereitung würden mich eure Assoziationen interessieren: Was fällt euch jeweils zum Thema „Wissenschaft und Habgier“, „Wissenschaft und Hochmut“, „Wissenschaft und Faulheit“, … ein? Brainstormt mal mit mir gemeinsam und tragt eure Ideen in meine Wikiseite zum Vortrag ein! 🙂

 

#vile12

Veröffentlicht: Dienstag, Februar 21, 2012 in Twitter

Heute hatte ich einen Vortrag in Bad Urach im Rahmen der ViLE-Tagung Demokratie 2.0? Social Web, Gesellschaft und Individuum. ViLE ist die Abkürzung für Virtuelles und reales Lern- und Kompetenz-Netzwerk älterer Erwachsener, und der Vortrag fand in einem ähnlichen Setting statt wie mein Impro-Vortrag vom letzten Jahr (Resümee dazu). Ziel des Vortrags: Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an ein paar Beispielen den Nutzen des Social Web erläutern – und auch die Risiken. Da einige Teilnehmer(innen) an der Veranstaltung heute auch damals bei deim Impro-Vortrag anwesend waren, wollte ich nicht dasselbe nochmal machen, sondern habe ich mich für einen vorbereiteten, nicht-improvisierten Vortrag entschlossen mit Twitter-Wall und ohne Streaming. Die Twitter-Wall wollte ich eigentlich diesmal nur beiläufig einbinden, mal eins, zwei Fragen in den Äther stellen, eben um kurz Twitter und Twitterwalls zu demonstrieren. Überrascht wurde ich dann aber von der atemberaubend hohen Aktivität in zwei Räumen: sowohl in Twitter als auch im Seminarraum. Ich hatte nicht gewagt zu hoffen, dass heute eine solche hohe Interaktivität zustande kommt – und bin wirklich froh und wirklich überrascht darüber, was heute passiert ist. Im Folgenden ein paar Gedanken dazu:

  • Zunächst mal: Es gibt kein besseres Publikum als eine Gruppe interessierter und witziger Seniorinnen und Senioren. Da muss man wirklich (!) spontan sein. Kaum beginnt man zu reden, kommt die erste Meldung aus dem Saal: „Sie sind ein hübscher junger Mann!“ Meine verlegene Frage, ob ich das twittern soll, wurde von einer vehementen Bitte übertönt: „Können Sie sich bitte nach da rechts ins Licht stellen? So sieht man sie nicht!“ Also, ich wandere rüber, dann der Einwurf: „Jetzt müssen Sie noch ein bisschen in die Knie gehen!“ – Lachen im Raum – und schon waren wir mittendrin! 🙂
  • Kurz zuvor – während die Teilnehmer noch beim Abendessen waren – hatte ich über Twitter um ein Hallo gebeten. Kurz nach Beginn des Vortrags waren schon so viele Hallos, Helaus und Alaafs eingegangen, dass ich von der Twitterwall in die Twittersuche wechseln musste, um alle Hallos zeigen und alle Twitterer vorstellen zu können. Die Vorstellung machte ich ausfühlich und im Detail, um zu zeigen, wer alles so twittert und dass nicht alles Studenten sind (das war die erste Vermutung von einigen Teilnehmern).
  • Ich führte zuerst kurz in Twitter ein, zeigte meine Timeline und stieß sofort auf einen Tweet von @ankegroener: Baby, frischer Majoran ist der Kracher! Weitere Recherchen ergaben: Linsensuppe in the making. Prima Einstieg in Twitter! Ich erklärte, dass solche Information eben keine Sinnlos-Information ist, sondern „sozialer Kitt“. Menschen sind eben nicht überwiegend an Inhalten interessiert, sondern an Menschen, und gerade das ist das Schöne an Twitter: Zwischen den ganzen Inhalten bekommt man auch persönliche, vermeintlich nutzlose Statusmeldungen, die einem aber in der Summe ganz viel über eine Person vermitteln und letztlich auch für den Witz und den sozialen Zusammenhalt auf Twitter sorgen. Die Abendessen-Diskussion wurde dann zum Running Gag die ganze Veranstaltung hindurch. Als schließlich @otacke per Twitter das Publikum im Raum bat, darüber abzustimmen, ob er heute abend kochen oder nur einen Salat machen soll, waren im Raum alle völlig begeistert: Wir stimmten ab (30 zu 15 für Kochen) und meldeten @otacke das Ergebnis zurück. Später bestanden (!) die Teilnehmer darauf, @ankegroener nach ihrer Suppe zu fragen und @otacke danach, was er denn kocht. Menüfolge? Somit war letztlich glasklar: Solche Informationen sind eben doch nicht unwichtig, im Gegenteil. Verbal überzeugen konnte ich bislang noch nie jemanden davon, heute hat sich’s einfach so ergeben.
  • Auch die anschließenden Fragen an die Twitter-Gemeinde (z.B., ob sie Facebook nutzen und warum, oder ob 140 Zeichen nicht zu einengend seien) und die Fragen im Raum ergaben eine äußerst interessante Diskussion. Die Teilnehmer waren sehr neugierig und haben viel gefragt. So machen Vorträge Spaß! …Also, was heißt hier eigentlich „Vortrag“: Es war definitiv nicht „mein Vortrag“, sondern irgendwie eine Netzaktivität im Offline, im Online und im Dazwischen.
  • Deutlich wurde in der zweiten Hälfte: ein Twitter-Moderator muss her, ein Manuel Andrack; diese Funktion hat @tracernet dankenswerterweise spontan übernommen. Hätte ich mit DIESER heftigen Netzaktivität gerechnet, hätte ich mir das vorher überlegt; trotzdem gut, dass es sich noch spontan ergeben hat. Darüber hinaus habe ich mich geärgert, dass ich nicht doch gestreamt habe. Die Anfrage kam ein paar Mal von den Twitterern – zurecht. Also: Eine Twitterwall „nur zur Demonstration mit eins, zwei Fragen“ zu planen mach ich nicht mehr, zukünftig gleich aufs Ganze gehen, mit Streaming und allem drum und dran.
  • Bei solchen Twitter-Aktionen beschleicht mich außerdem immer ein schlechtes Gefühl gegenüber den mittwitternden Menschen „da draußen“: Sie machen alle ganz aktiv mit, bringen sich ein – und ich selbst kann nicht persönlich auf alle Beiträge eingehen, weil die Teilnehmer im Raum einen großen Teil meiner Aufmerksamkeit beanspruchen; und mehr als ein paar Mal die Twitterwall gemeinsam mit den Menschen im Saal durchzugehen oder mal einen Blick zwischendurch draufzuwerfen schaffe ich einfach nervlich nicht :-). Schließlich kommen noch zahlreiche Fragen aus dem Saal, und ich will „nebenbei“ ja auch noch nen Vortrag halten. Das Ende von solch einer Aktion kommt auch immer recht abrupt, sodass ich das Gefühl habe, die Twitterer „am Ende irgendwie im Regen stehen zu lassen“. Ich fühle mich anschließend dann immer ein bisschen schlecht. Vermutlich (so hoffe ich) ist das unbegründet, weil alle irgendwie ihren Spaß hatten, die Teilnehmer im Saal (im Gegensatz zu mir) auch die Twitterwall ständig im Blick hatten, und der Twitter-Moderator aus dem Saal heraus auf einige Fragen in Twitter reagieren konnte. Trotzdem, das schlechte Gefühl bleibt: Es sind meine Freunde, und ich beschäftige mich zu wenig mit ihnen während des Vortrags. Ist das gerechtfertigt, oder vergesse ich, dass doch das Netz und dessen Interaktion das eigentlich Wesentliche ist?
  • Also: Danke nochmals GANZ HERZLICH an alle, die mitgemacht haben. HERZLICHEN DANK an: @tracernet, @mons7, @Tastenspieler, @heckerstampehl, @walterspannagel, @hosi1709, @TuraSatana, @VolkmarLa, @woxl, @mkarbacher, @otacke, @jeanpol, @LuciLucius, @jpetermo, @nele_we, @fasnix, @FrauFridur, @enicchi, @Antje, @95_BK, @CaroFNG, @deutschonline, @lress, @UserKingsize, @herrlarbig, @TwitLach, @joergeisfeld, @DoreenKroeber, @FriederK, @kprobiesch, @cmarkefka… (ich hoffe, ich habe niemanden vergessen)

Wie habt ihr die Aktion erlebt? Was hat euch gefallen, was nicht?