Twitter und der sechste soziale Sinn

Veröffentlicht: Mittwoch, November 19, 2008 in Twitter
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Gerade bin ich in mosworld auf einen Hinweis auf einen Artikel gestoßen, der sowas von perfekt beschreibt, wofür twitter gut ist. Für alle die, die twitter lieben, und für die, die twitter hassen, und für alle anderen auch: Clive Thompson on How Twitter Creates a Social Sixth Sense.

Der Artikel beschreibt genau das, was Mo und ich immer sagen: Wir zwei beispielsweise nehmen über twitter wahr, was der andere tut. Und wenn wir uns das nächste Mal treffen, dann begegnen wir uns auf einer ganz anderen Ebene, als wenn wir uns nicht über twitter beobachten würden. Wir wissen dann relativ viel voneinander. Bestimmte Dinge müssen nicht mehr gesagt werden, weil sie bereits bekannt sind. Bestimmte Dinge können erst gesagt werden, weil man sich bestimmter Themen bewusst ist, die man sonst nicht kennen würde. Wenn man dies nun hochskaliert auf das gesamte persönliche Twitterversum, dann bewegt man sich permanent in einer sozialen Atmosphäre, die bei Realtreffen (aber nicht nur da) ihre volle Wirkung entfalten kann.

Zudem – das möchte ich hinzufügen – begreift man sich durch Twitter als permanent in sozialen Netzen agierend. Die Vernetztheitsvorstellung überträgt sich bei mir mittlerweile auch auf meine „realen“ sozialen Netze, in denen ich mich bewege. Twitter fördert also die Netzsensibilität.

Und überhaupt: Um das alles voll zu verstehen, muss man es ausprobieren. Wirklich. Es geht nicht anders.

Kommentare
  1. mosworld sagt:

    Gut Du ersparst mir Arbeit😀 Der Artikel war für morgen gedacht quasi als Teil 2. Dank Vernetzung ergänzen wir uns passend.

  2. cspannagel sagt:

    Witzig. Es wird immer behauptet, Vernetzung würde „Zeit kosten“. Hier ein Gegenbeispiel.🙂

  3. […] Christian Spannagel, Twitter und der sechste soziale Sinn […]

  4. itari sagt:

    Im Moment erkenne ich noch nicht, warum Twitter für die geschilderte Situation des wechselseitigen Wahrnehmens mehr Vorteile haben würde als ein Chat-Channel. Klar ist Twitter auch eine Art Chat, aber es nicht das Besondere an Twitter.

    Fast alle kollaborativen Tools versuchen ja durch die Unmittelbarkeit und Zwanglosigkeit der Kommunikation die Zusammenarbeit zu fördern, wenn ein Chat-Channel zum eigentlichen Werkzeug eingeblendet wird.

    Twitter aber nur auf der Ebene des Chats zu belassen und zu bewundern, wäre IMHO zu kurz gegriffen.

    itari

  5. […] Dezember 2, 2008 von cspannagel Ein Kommentar von itari zu meinem Beitrag Twitter und der sechste soziale Sinn beginnt folgendermaßen: Im Moment erkenne ich noch nicht, warum Twitter für die geschilderte […]

  6. rip sagt:

    Danke für den Link – sehr schöner Artikel.

  7. […] Dr. Christian Spannagel: Twitter und der sechste soziale Sinn […]

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