Gastbeitrag: Folgen auf den NSA-Schock bildungspolitische Konsequenzen?

Veröffentlicht: Mittwoch, September 25, 2013 in Gastbeitrag, ITG

Die Bildungspläne vieler deutscher Bundesländer behandeln das Fach Informatik eher stiefmütterlich. Jörg Ostertag hingegen ist ein vehementer Verfechter informatischer Bildung in den Schulen. In diesem Beitrag fragt er nach den bildungspolitischen Konsequenzen der NSA-Affäre. Zu seiner Person: Er studierte zunächst Lehramt und Medienpädagogik und schloss dann mit dem Master of Arts (Bildungswissenschaften) vorerst ab. Er beschäftigt sich seit seiner Masterarbeit mit der Kompetenz von Lehrkräften zum Einsatz von Informationstechnologien im Unterricht und den Potenzialen offener Bildungsressourcen.

Wer als technisch versierter Mensch, der entweder als „digital native“ aufgewachsen ist oder sich als „digital immigrant“ in die IT-Nutzung eingefunden hat, die Diskussion um die Enthüllungen der Snowden-Affäre in den Medien verfolgt, dem fallen zwei Dinge auf:

  1. Die nahezu totale Abhängigkeit von amerikanischer und chinesischer Hard- und Software: Diese Abhängigkeit beginnt beim Betriebssystem des eigenen Computers sowie dessen Hardware und endet beim Smartphone, das in seiner allerneuesten Generation auch noch mit einem Fingerabdruck-Scanner ausgestattet ist. Alternative Angebote aus dem eigenen Land oder Europa sind praktisch nicht zu haben oder werden nicht von der breiten Masse genutzt (z.B. Linux).
  2. Die erschreckende Naivität, mit der man nun nach der Politik ruft: Plötzlich verstehen alle, dass Daten im Internet nicht sicher sind und wir von (einem) befreundeten Staat(en) ausspioniert werden. Dabei scheinen wir schnell zu vergessen, dass wir alle durch die Nutzung einschlägiger Anbieter wie z.B. Facebook, Google oder Apple der weiteren Nutzung und Speicherung unserer Daten bereits zugestimmt haben… Aber wer liest schon die AGBs? Kurzum, man fordert die Politik auf, etwas für die Sicherheit unserer Daten zu tun – in einem weltumspannenden Netz, das nahezu anarchische Strukturen aufweist, kein leichtes Unterfangen für einen einzelnen Staat.

In diesen oder ähnlichen Forderungen kommt meiner Meinung nach das zu geringe informatische Hintergrundwissen vieler Internet-Nutzer zum Vorschein. Für sie scheint das Internet etwas zu sein, das auf dem eigenen Bildschirm stattfindet und das man mit Hilfe politischer Mittel regulieren könnte. Für mich ein Beleg von vielen, dass die Vermittlung von Medienkompetenz, und dazu gehört auch ein Mindestmaß an informatischem Grundwissen, in der Schule zu kurz kommt. Wir leben in einer Welt der digitalen Immigranten, der digitalen Nativen und der digitalen Naiven!

Diese im ersten Punkt genannte Abhängigkeit will die Bundesregierung nun mit einer europäischen IT-Initiative beenden. Dazu soll eine nationale und europäische Strategie in der Informations- und Kommunikationstechnik vorgestellt werden.

Dieses Vorgehen erinnert stark an den sogenannten Sputnikschock. Als die Sowjetunion 1957 den ersten künstlichen Satelliten ins All schoss, erstarrte der Westen vor dem technischen Vorsprung des Ostblocks. Die Ursachen für das westliche Versagen wurden in Amerika im Bildungssystem gefunden, das daraufhin massiv unterstützt und umstrukturiert wurde. Dabei wurde viel Geld investiert, u.a. in die Lehrerbildung, und die bestehenden Lehrpläne wurden überarbeitet.

Ein vergleichbares Vorgehen wäre nun auch für die IT-Initiative der Bundesregierung wünschenswert. Nicht nur die Wirtschaft sollte umstrukturiert werden, sondern auch Teile des Bildungssystems. Dabei müssen zwei Aspekte berücksichtigt werden. Zum einen im Sinne der Medienbildung, die einen verantwortungsvollen und reflektierten Umgang auch mit digitalen Medien vermitteln soll, zum anderen im Sinne einer informatorischen Bildung, die das notwendige, technische Hintergrundwissen vermittelt. Die Grenze zwischen beiden Aspekten ist jedoch aufgrund der Medienkonvergenz fließend.

Ähnlich wie es nach dem Sputnikschock in den USA geschah, müsste erstens dafür gesorgt werden, dass Lehrkräfte den Computer als selbstverständliches Lern- und Lehrinstrument akzeptieren und im Unterricht sicher damit umgehen können. Dazu müssten Lehrkräfte aller Unterrichtsfächer in der Lage sein, Materialien für das Unterrichten mit dem Computer bereitzustellen. Dafür bieten sich zum Beispiel offene Bildungsressourcen (OER) an, die kostenlos verbreitet und verändert werden dürfen. Hiervon könnte vor allem die sogenannte bildungsferne Schicht profitieren. Zweitens muss die Informatik als Schulfach bestehen bleiben oder (wieder) eingeführt werden, denn hier wird der IT-Nachwuchs von morgen ausgebildet oder entdeckt seine Fähigkeiten. Im Zusammenspiel von Medienbildung und informatischer Grundbildung kann so die Schule die benötigten IT-Fachleute hervorbringen. Diese Gedanken führen zu den folgenden Fragen:

Kommt Medienbildung und informatische Bildung in unseren Schulen zu kurz? Müssen angehende Lehrkräfte im Studium besser auf den Einsatz digitaler Medien im Unterricht vorbereitet werden? Müssten Bildungspläne im Zuge der IT-Initiative an den benötigten IT-Fachkräftebedarf angepasst werden?

Was meint ihr?

Kommentare
  1. Oliver Tacke sagt:

    Dasselbe ging mir vor einer Weile auch durch den Kopf, allerdings etwas spezieller mit Blick auf das Programmieren (http://www.olivertacke.de/2013/01/26/10-print-hallo-welt/). Spontan würde ich als Antwort daher sofort „ja“ rufen, aber ich frage mich noch immer, wie „unabhängig“ meine Gedanken sind.

    Nehmen wir an, dass „objektiv“ eine einhellige Antwort darauf existiert – und sie tatsächlich „ja“ lautet. Dann stellt sich vermutlich die vielleicht spannendere Frage: Wie?

  2. mosworld sagt:

    Natürlich brauchen wir mehr IT-Initiative in Schulen. Das Programmieren und ein Grundverständnis für Computer sollte ein muss werden. Computer sind ja nun bald überall drin, Uhren, Smartphones, Kühlschränken, Fernseher und Haus-Automation usw.
    In dieser Umgebung sollten die Leute verstehen was sie umgibt und damit umgehen können. Natürlich wäre es pima, wenn wir in Deutschland und in der EU auch selber mehr Verantwortung übernehmen und Produkte entwickeln.

  3. bin ja auch Verfechter des „Programmieren für Alle“. Aber Medienbildung und informatische Bildung können ja nur das Problembewusstsein schärfen. Als Individuum kann ich mich deshalb trotzdem nicht gegen NSA et al. wehren. Da bedarf es politischen Handelns, aber unseren verantwortlichen Politikern fehlt eben diese Medienbildung und informatische Bildung und das Problembewusstsein – Neuland eben.

  4. apanat sagt:

    Glaubt denn wirklich einer, dass die Kenntnis von Gefahren das Verhalten beeinflusst, wenn das Gefährliche so viel bequemer und angenehmer ist?
    Wie war’s beim Rauchen?

    Anders als beim Alkoholverbot hat dort das staatliche Verbot Verhaltensänderung bewirkt.

    Aber: Wenn der Staat ausspioniert, wird bessere Kenntnis der Technik des Ausspionierens auf seiten der Politiker nicht helfen.

    Helfen tut nur unangenehmer Protest. Nicht die technische Kenntnis, die politische Aktionsbereitschaft ist gefordert. Die Kenntnisse haben viele, Snowden war bereit zu handeln.

    (Bin mir klar, dass das keine Argumentation ist, sondern nur der Versuch eines Denkanstoßes.)

  5. ThS sagt:

    Hört sich im Moment auf nach einem überzeugten „ja“ an. Andererseits graut es mir, wenn ich höre, dass das Bildungssystem gleich umgekrempelt werden muss. Als Beispiel: 13. Jahr im Gymnasium abgeschafft, Oberschulen eingeführt, Inklusion, neue Rahmenrichtlinien, etc. Dann ließt man von verschiedenen Fächern, die eingeführt werden sollten: Informatik, Ernährung, Glück,…
    Ich glaube mit dem Einführen des einen oder anderen Faches werden wir mit unserem Bildungsauftrag nicht gerecht, sich in der „Umwelt“ in der wir leben zurecht zu finden, da unsere Welt einfach zu vielschichtig geworden ist.
    Meiner Meinung nach ist es viel wichtiger geworden kritisch hinterfragen zu können. Wenn man so will einen „mündigen Bürger“ zu erziehen. Zum Beispiel sollte es eine Selbstverständlichkeit sein zu fragen: Wer kann bei Facebook meine Meldungen lesen? Was geschieht mit meinen Meldungen nach einem Jahr? Ist es für mich gesund Hamburger zu essen? Woher kommen die Zutaten? usw. Dazu muss es selbstverständlich sein sich die Mühe zu machen nach den entsprechenden Informationen zu suchen. Dann stoße ich auf das nächste Problem: Sind diese Informationen seriös? Wie gehe ich mit diesen Informationen um?
    Was ich letztendlich sagen möchte. Die Einführung des Faches Informatik löst ggf. nur ein einzelnes Problem. Wir stehen vor einem viel größeren Problem. Wie werde ich Herr der ganzen Informationen, die auf mich einprasseln. Welche Schlüsse ziehe ich daraus? Und wie setze ich meine Entschlüsse um?
    Welches Fach kann das leisten?

  6. Das der Informatikunterricht nicht mehr nur so sein kann, wie er einmal war – Programmieren, Struktogramme zeichnen etc., liegt in meinen Augen auf der Hand. Was bringt es einem Schüler, wenn ich ihn beim Thema „Internet“ einfachstes HTML schreiben lasse und er zu Hause mit facebook & Co agiert. Da geht der Inhalt am Ziel, nämlich einer IT-Grundausbildung vorbei.

    Und wenn dann mal was Modernes gemacht wird wie moodle, das uns vom KM zur Verfügung gestellt wird, dann ist es so unhandlich, dass kaum ein Lehrer es freiwillig und gerne benutzt. Lieber werden im Hintergrund „heimlich“ facebook-Gruppen gegründet. Leider unterschätzen die Kollgen aber, wie wenig geheim so eine Gruppe ist.

    Daher wäre in meinen Augen eine Pflicht-IT-Ausbildung für angehende Lehrer ausgesprochen wichtig. Themen sollten/könnten sein: Urheberrecht, NSA, Führen einer Klasse mit Blogs, Kooperatives Arbeiten mit Hilfe des Internetes, Handys im Unterricht – Für und Wider. Alleine mit diesen Themen könnte man problemlos ein Semester füllen.

  7. Students should become interested in computer science because they develop a passion not because they develop fear. There is no evidence that the NSA incident is driving CS education in the USA. Some people, of course, are interested in security, and that is a good thing. However, the real driver is just the increase in CS jobs with a lack of people interested in CS. The majority of kids finds programming „hard and boring.“ The challenge is to address cognitive as well as motivational challenges of computer science education. Everybody is entitled to an opinion but we are actually running the largest study of middle school CS education in the USA and have data from over 10,000 students, e.g.,:

    http://scalablegamedesign.cs.colorado.edu/gamewiki/images/f/ff/IEEE_Making_Programming_Accessible_and_Exiting.pdf

  8. Anita sagt:

    Informatik ist in aller Leute Munde. Ottonormalverbraucher weiss mehrheitlich aber gar nicht was das in Wirklichkeit ist. Für die meisten ist es einfach der Computer. An Handys und all die andern „Erungenschaften“ denken die wenigsten. Erwähne ich in diesem Zusammenhang auch noch das Wort „Datenschutz“, dann ernte ich nur den lapidaren Satz „da kannst du doch gar nichts machen… bla bla bal“. Da rennt man gegen Mauern, wohl weil das Thema Datenschutz für viele ebenso undurchschaubar und unverständlich ist wie Informatik selbst. Schon bei diesen beiden Themen ist der überwiegende Teil der Bevölkerung überfordert. Wenn man etwas nicht versteht/verstehen will, dann öffnen Ausflüchte wie „da kannst du doch nichts…..“ einen eleganten Hinterausgang an, um sich nicht weiter an diesbezüglichen Diskussionen zu beteiligen.

    Wenn Informatik und Datenschutz in die Schulstuben, und zwar auf allen Stufen altersgerecht umgesetzt, wirklich Einzug halten soll/muss, dann braucht es zurzeit vordringlich minimal „angefressene“ Lehrer für diese Fächer und viel Geld. Bildung kostet ja bekanntlich. Es braucht andere Sichtweisen der Dinge als die eines Lehrers der meint, Schule ist nicht wichtig, heute könne man ja noch mit 40 Jahren alles nachholen. Eine solche Aussage ist wohl in der gleichen Schublade zu deponieren wie „da kannst du doch gar nichts machen…“.

    Wenn ich höre, dass im kleinen Städtchen nahe unserer Stadt, die Bevölkerung ja sagt zu Klassenzusammenlegungen, weil damit 2 bis 3 Milliönchen gespart werden können, dann macht es mich wütend, aber es gibt letztendlich ein gutes Bild unserer Gesellschaft. Und hier unterscheidet sich diejenige in der Schweiz wohl kaum von derjenigen in Deutschland. Wir werden also bald wieder riesengrosse Klassen von 30 und mehr SchülerInnen haben. Welcome good old times! Oder bessser : na dann prost!

    Solange zuviele Zeitgenossen nicht wirklich wissen, was überhaupt unter Bildung zu verstehen ist, kann man ungestraft überall im Bildungsbereich den Hebel ansetzen, dazu noch ein bisschen den Teufel an die Wand malen, und es klappt wie geplant! Bildung hat für nicht wenige Leute etwas zu tun mit Hochschule und Universität. Da werden es Fächer wie Informatik und Datenschutz schwer haben. Was man selbst nicht versteht, kann ja auch nicht wichtig sein und dafür setzt man sich auch nicht ein!

    Die Politiker, die für diesen ganzen Schlamassel primär verantwortlich sind, teile ich in zwei Kategoerien ein: 1. In jene, die nach dem Prinzip „nach mir die Sinthflut“ fuhrwerken und eigentlich schon wissen, worum es geht und für sich „die Schäfchen schon ins Trockene“ bringen. Zur 2. Kategorie zähle ich jene, die wirklich so saudumm sind, dass sie selbst gar nicht wissen was sie tun. Politiker kann bekanntlich jeder werden. Wir sollten diesen Leuten einfach besser aufs Maul und die Finger schauen. Bei uns in der Schweiz könn(t)en wir die entscheidenden Weichen eigentlich alle vier Jahre stellen. Aber wir tun es leider nicht.

  9. Jörg Ostertag sagt:

    Es geht mir nicht darum über die NSA (und andere) zu urteilen oder Maßnahmen zu finden mit denen man sich wehren kann! Mir fiel lediglich auf, dass zu viele Leute in dieser Diskussion mitreden wollen, die zu wenig Ahnung von der Technik haben. Außerdem glaube ich, dass der Begriff „Neuland“ ,vor allem im politischen Sinne, sehr wohl mit bedacht gewählt wurde… Wir nutzen zwar alle diese Infrastruktur und die Geräte, aber viele sind beim kleinsten Problem sofort auf den „Nerd“ aus dem Freundeskreis angewiesen, der/die es dann meist mit wenigen Klicks löst.
    Wenn wir ein Medium wie das Internet bzw. den Computer o.ä. in so großem Umfang nutzen wollen wie in den letzten 10 Jahren, sodass der Umgang damit u.a. von Jürgen Baumert sogar den Status einer „Kulturtechnik“ zugeschrieben bekommt, dann finde ich es unerlässlich dieses Wissen auch in der Schule zu lehren. Dazu gehört meiner Meinung nach auch, den Computer im Rahmen der Lehrerbildung als selbstverständliches Unterrichtswerkzeug zu etablieren. (btw: Computer = PC, Laptop, Tablett, usw…)

  10. […] Informatik: Folgen auf den NSA-Schock bildungspolitische Konsequenzen? … dunkelmunkel […]

  11. Aentz83 sagt:

    Als Lehrer unterstütze ich die Forderungen, dass erstens die Lehrer besser auf dem IT-Gebiet ausgebildet werden und zweitens die Schüler das Fach IT haben sollten. Ich selbst hielt mich jahrelang für einen durchschnittlichen Computernutzer. Ich dachte immer ich sei nur ein Fortgeschrittener Anwender, da ich meinen PC recht gut im Griff habe. Ich habe mich (nach DOS) mit bisher jeder Windows Version seit 1.0 herumgeschlagen, habe mich schon eingängig in Linux eingearbeitet und auch die MAC-Welt ist mir nicht ganz fremd (nur mein Geldbeutel war bisher immer gegen ein näheres Kennenlernen😉 ). Ich bin Admin mehrerer Websites. Habe mich in diverse Wikis und CMS eingearbeitet und html, PHP, Python und Moodle sind mir auch nicht ganz unbekannt. Bisher dachte ich, dies wäre typisch für einen medieninteressierten Pädagogen. Mittlerweile stelle ich aber fest, dass ich so ziemlich der PC Geek in unserem Kollegium bin. Selbst die (man bedenke) fortgebildeten Kollegen, welche Ämter wie Medienbeauftragter der Schule oder Netzwerkadministrator, innehaben, kommen zu mir um mich um Rat zu Fragen, vom Rest des Kollegiums ganz zu schweige. Und was für Fragen? Man kann manchmal nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Bestes Bsp: Ich werde vom Kollegen zum Drucker beordert, mit der Bitte, mal nachzusehen, warum das „drec** Ding“ jetzt schon wieder nicht funktioniert. Ein kurzer Blick auf das Display, auf welchem die Anzeige „No Paper“ blinkte, offenbarten mir die Wünsche und Begehrlichkeiten der Maschine.Da frage ich mich manchmal, wie dese Kollegen durchs Studium gekommen sind. Und dies war kein Kollege, der in 2 Jahren in Pension geht. Ergo, eine bessere IT Grundbildung der Lehrkräfte wäre dringend erforderlich. Und bei den Schülern ist es ja kein Deut besser. Hier muss sich echt was tun.

  12. Aentz83 sagt:

    […]Wir sollten diesen Leuten einfach besser aufs Maul und die Finger schauen. Bei uns in der Schweiz könn(t)en wir die entscheidenden Weichen eigentlich alle vier Jahre stellen. Aber wir tun es leider nicht. […]

    Das dies in Deutschland kein Bisschen anders ist, siehst du am Wahlergebnis. Man wählt die gleichen Fla…, äh Personen, wieder.

  13. jurist sagt:

    Es gibt keine „AGBs“, lediglich AGB(!)

  14. SilviaCS sagt:

    Kommt Medienbildung und informatische Bildung in unseren Schulen zu kurz?
    Ich setzte einmal voraus, dass der (Rahmen-)Lehrplan, die Schulordung oder wie es im jeweiligen BUndeslandheißt, dies ausgiebig vorsieht. Hier werden 2 verschiedene Bereiche angesprochen, die ihre Schnittstellen haben. Geht Medienbildung ohne informatische BIldung? oder Geht informatische Bildung ohne Medienbildung? Bedingt das eine das andere? Wichtig ist dabei im jeweiligen Bundesland zu schauen, wie sie diese Bereiche definiert haben. Um zur Ausgangsfrage zurückzukomen: es gibt ausreichen Projekte, die v. a. die Medienbildung fördern. Meiner ANsicht nach mangelt es an der Umsetzung bzw. Kontinuität in der Schule. Dies hat oft mehrere Gründe: Zeit, Kenntnisse, Aufwand, AUsstattung, …
    Medienbildung geschieht oder sollte fächerübergreifend geschehen. Informatische Bildung je nach Definition kann extra als Unterrichtsfach ausgewiesen werden.
    Ich muss aus meiner Erfahrung sagen, dass sie an vielen Schulen zu kurz kommt, in dem Sinne, dass kein durchgängiges Konzept da ist. Die SChülen müssten sich ein Curriculum überlegen. -> Arbeit, Zeit
    Angestoßene Projekte werden nach Ablauf ihrer Zeit mit Bretreuung nicht weiterverfolgt oder Angebote nicht angenommen.
    Es müssten bundesweit verbindliche INhalte her. Voraussetzung: Gelder, ausgebildetes und bereitwilliges PErsonal, keine Hintertürchen …
    Müssen angehende Lehrkräfte im Studium besser auf den Einsatz digitaler Medien im Unterricht vorbereitet werden?
    Die Frage ist mir zu pauschal, da die Länder die Hoheit über die Bildung haben. 1. Ausbildungsphase: Es müssen MOdule in den Fächern vorgesehen werden, um den didaktischen Einsatz zu üben. Der wichtige PUnkt ist:“ wie und wann setzte ich digitale Medien sinnvoll im Unterricht ein.“ Das ganze könnte auch fächerübergreifend sein. -> aus meiner Erfahrung bzgl. unserer Praktikanten von der Uni benötigen sie eine bessere Vorbereitung
    2. Phase-Ref: es schwankt von Seminar zu Seminar, da die verpflichtenden Inhalte dazu für die einzelnen Fäche zu unpräzise sind bzw. komplett fehlen und die Seminare die Ausbildung auch sehr unterschiedlich gestalten. -> Verbindlichkeit.
    Fazit: es mangelt ihnen am didaktischen Umgang mit digitalen/neuen Medien im Unterricht
    Müssten Bildungspläne im Zuge der IT-Initiative an den benötigten IT-Fachkräftebedarf angepasst werden?
    Selbstverständlich. Die Freiheiten, die die Schulen bei der Ausgestaltung haben, sind gleichzeitig auch der Tod für solche Fächer -> zu wenig Lehrer

    Ich sollte mal in die Dunkelheit verschwinden.

  15. Gesine Sänger sagt:

    Der Vergleich zum Sputnikschock ist interessant. Denn im Prinzip wissen wir ja derzeit nur von den USA was sie für Dinge tun… wie ist es mit anderen Weltmächten?

    Die NSA ist für uns Deutsche auch nicht rechtlich die gefährliche Instanz, das ist der deutsche Geheimdienst. Und über den wissen wir so ziemlich nix, bzw. nur das, was die USA uns darüber wissen lassen aus verschiedenen, eigennützigen Gründen.

    Wir haben jetzt eine sehr einseitige Sicht gewonnen durch den Snowden und die hat gruselige Dinge offenbart. Vermutlich aber sind bereits jetzt viele weitere Stasi Nachfolger am Werk.

    Daraus kann man nur eines lernen…das Verhältnis, wer hier für wen da ist, Staat für den Bürger oder Bürger für den Staat, hat sich längst umgekehrt. Wir erleben eine Zweckumpolung der staatlichen Organe in Bezug auf seine Bürger, die erste Vorstufe für eine Diktatur des Staates.

    Und, da man seine Meinung kaum noch frei äußern kann, ohne als linker Spinner abgetan zu werden nutzt man Pseudonyme für Kommentare wie diesen hier.

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